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Wochenblatt.

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Bey aller dieser schon beträchtlichen Anzahl habe ich Anmerkungen gemacht, wovon sich verschiedene Sätze herleiken lassen, die zum 9J)eu noch jetzt bestritten werden.

i) ES ist keine Gefahr dabey, zu der Zeit die gekünstelten Blattern zu geben, wenn gleich die natürlichen , ja |o gar bösartige an demselben Orte sind; eben so wenig Gefahr ist zu besorgen , wenn man ewige Tage nach der ersten Operation, ungewiß ob solche gefangen , ewe neue vor­nimmt. Vor bevdem habe ich mich gleich viel gefürchtet, und urrheilte, daß wenn durch die natürlichen Blattern, oder durch die erste Operation die Blattern in der Blüte waren, das Gift, so durch die zweyte Opera­tion in den Körper gebracht würde, eine Unordnung der Krankheit, und müßte also Gefahr veranlassen. Meine Furcht ist jetzo verschwunden. 1767* wurden hier in der Nachbarschaft einem Jünglinge an deyden Armen Em- schnitte gemacht und mit Blattermaterie versehen. Vier Tage nachher wurde in meiner Abwesenheit diese Operation aufs neue vorgenommen, weil es geschienen, daß die ersten Einschnitte ohne Hoffnung zu bekommen, ge­macht worden. Als ich den Patienten wieder zu sehen bekam , war zu meiner größten Besorgnrß offenbar, daß sowohl die ersten als letzten Ein­schnitte Blatt'ernmaterie gefangen hatten. Er bekam indessen die Blat­tern nach Maaßgabe der ersten Operation, und so genau ich auch bemerk­te, fand ich doch nicht, daß um die Zeit, da das Gift der zweyten Ope­ration ins Geblüt gehen mußte, die geringste Veränderung zu spuren war. Dieser erste Vorfall nahm schon einen Theil meiner Furcht weg , und da ich sah, daß zu der Zeit, da die natürlichen Blattern so bös waren uno die ganze Stadt angefüllt hatten, meine Eingeimpften dennoch alle ohne Unordnung der Krankheit oder üble Folgen durchkamen , muthmante ich schon stark, "daß die Einpropfung die natürlichen Blattern zwar nicht ver­treiben könnte, wenn sie eher erschienen, als die gekünstelten kommen könnte, aber auch, daß sie solche nicht verschlimmern würden, so wemg als dre tttzte Operation in dem angeführten Exempel die erste verschlimmert hatte. Bis hieher waren es aber doch nur gegründete Muthmaßungen. ^ch habe aber dies Jahr einen Vorfall gehabt, der nm mehr Gewißheit g,ebt. Ich ließ ein Kind unter einem Jahre operiren, und es bekam keine Blat­tern , ungeachtet des Umgangs mit seiner Schwester, so durch die Einim­pfung die Blattern hatte. Nach einigen Wochen wurde bey dem klemm Kinde die Ovation erneuert, beyde Wunden feuerten auf und gaben Ge- wipheir,