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fon./ und eine gewisse Größe in der Traurigkeit, die nicht auf Mam'ere aufmerksam ist, verschafte ihr den Weg zu dem Herzog , ihren Oberherrn. So bald sie vor ihm kam, brach sie in folgende Worte aus: Betrach­te, großer Carl, eine arme Creatur, die des Lebens müde ist, ob sie es gleich beständig in Unschuld und Tugend geführet hat. Den mir ange- thanen Schimpf ungeschehen zu machen , stehet nicht in deiner Gewalt, wohl aber ihn zu rachen. Wenn Fremde zu beschirmen , und Unterdrü­cker bestrafen, eine Verrichtung ist, die eines Prinzen würdig, so bring ich dem Herzog von Burgund vielen Stof seinen großen Nahmen noch berühmter zu machen und meine Schande zu tilgen. Als sie das gesprochen, übergab sie demHerzogein Papier, worauf ihre Geschichte stand. Erlaß sie mit allen den Bewegungen , die Unwillen und Mitleiden in einen Prinzen, der auf seine Ehre bey dem Verhalten seiner Diener und der Glückseligkeit seiner Unterthanen, eifersüchtig ist, erregen können.

An einen bestimmten Tag, ward Rhynsaultnach Hofe gebotet, und in Gegenwart einiger weniger die zum Rath gehörten, mit der Saphira verhört. Da der Herzog ihn fragte; kennt ihr diese Frau? so antwortete <r, so bald er sich von seinen Erstaunen erhohlet batte, daß er sie heyra- "then wollte, wenn er dies für eine Ersetzung des Schadens zu erklären für gut befände. Der Herzog schien mit dieser Antwort zufrieden zu seyn,und wohnte der Feyerung dieser Cercmonie, die sogleich vollzogen wurde, bey. Bey dem Beschluß derselben sagte er zu Rhynsault, dies habt ihr durch meine Macht gezwungen gethan. Allein mir ist durch em gütiges Ver­fahren mit ihr noch nicht genug gethan, wenn ihr nicht auch zugleich em Geschenke mit eurem ganzen Vermögen nad) euren Tode macht. Der Herzog gab hierauf bey der Vollziehung dieser Forderung einen Zeugen ab. Da nun diese i Handlungen vorbey waren , wendete sich der Herzog zu der Saphira, und sagte: jetzt bleibt mir nur noch übrig , euch in gen ruhigen Besitz dessen zu setzen, was euch euer Gemahl aufeme soMlgeArt geschenket hat. Und sogleich gab er zur Hinrichtung des Rdynsaults Befehl.

Die Herrn Verfasser des beliebten Giefer Wochenblatts werden gebeten beykommende Recension aus dem jt. Stück der Erfurter gel. Z. em- zurücken , damit das Publikum doch wisse, wogegen sich eigentlich der Stud. Orth in dem vorhergehenden Stück venheidigetchabe.

Giessen. Allen---Menschen zum schrecklichen Exempel

zeigen wir eine DisMation an, welche^llda Herr Joh. l§e--^ottlob