Giesser ”
MoOc nölakt.
Achtes Stuck.
Dienstags den rf. Zebruan 1772.
Mit Hochfürstl. Hessen Oarmstadtischer gnädigster Erlaubnis.
Einige Vorschläge den Aepfelwein betreffend.
oft eö eine ansehnliche Menge von Aepfel giebt, so oft beklage ’n meinem stillen Sinn daß mit der herrlichen Frucht so übel um gegangen wird, daß der elendeste Wein daraus gemacht wird, der diesen Nahmen kaum verdient, und endlich, daß vieler schlechte Saft unter den Traubenwein gemischet und von gewinnsüchtigen Leuten für wahren Wein sehr theuer verkauft wird. Der letzte Punct gehört vor die Policey, welche diesem Misbrauch nur allein abhelfen kann. Was aber die Verfertigung des Aepftlweins selbst betrist, so will ich einiges aus einem englischen Buch, das den Tittel hat: The whole Arc of Husbandry by I. Mortimer herausjiehen und mittheilen, weil ich glaube daß die deutsche Uebersetzung nicht in jedermanns Händen ist, und wenigstens gewiß ist, daß in unfern Gegenden ganz nachlaßig zu werk gegangen wird, da doch bekannt ist, zu welchem hohen Grad man in England den Aepftlwein, den sie Cider nennen, getrieben hat, so daß ihn viele dem besten französischen Wein vorziehen. Man kann sogar wilde Aepfel , die so raub sind, daß sie die Schweine nicht einmal achten , dazu gebrauchen. Nur wahrt es etwas länger biß er trinkbar wird : aber er halt sich auch desto besser.
*5 Nicht


