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lange, daß die Einförmigkeit eines zärtlichen Umganges durch einige Stür­me in Bewegung gebracht werde, so glauben sie nicht etwa, daß das etwa meine Meynung ley daß sich ein paar Liebende beständig zanken sollten ? Ich wünschte nur, daß ihre Uneinigkeiten aus ihrer Liebe selbst entspringen möch­ten, daß die Schöne niemahis aus einer kleinmütigen Güte Vie ihr zu- kommende Achtung und Aufwartung vergäße, daß sie sich niemahls durch eine übertriebne Empfindlichkeit ihre Liebe zu einer Quelle von Unruhe mach­ten, die fähig waren, jeden Augenblick ihres Lebens zu vergiften, mW daß sie ihren Liebhaber nicht durch eine allzugewisscnhaste Treue zu sehr versicher­te , wie er von dieser Seite nichts zu befürchten habe. Endlich muß auch eine Frau nicht die Schwachheit besitzen, einen Mann der cs beyihr versucht, aus Sanftmürhigkeit, und unveränderliche Gleichheit alles zu verzeihen. Die Erfahrung zeigt es nur zu oft, daß die Damen ihre Lieb­haber, oder das Herz ihrer Männer durch zu viel Nachsicht und Gelin­digkeit verlieren I Sie machen sich ein Verdienst daraus ihnen alles zu opfern. Sie verziehen sie und machen aus ihnen nur undankbare. So viel Grosmuth dient endlich wieder sie selbst, und bald gewöhnen sie sich an , das als ein recht anzusehn, was ihnen anfangs nur als eine Gefälligkeit zugestanden ist. Sie sehen täglich selbst unter denen die man mit dem grösten Recht verachtet, Frauen die mit einen eisernen Zepter regieren, die die Männer, welche mit ihnen verbunden sind, wie Sclaven halten, und durch ihre Herrschaft erniedrigen. Und eben diese Frauen werden am längsten geliebt. Ich weiß wohl daß eine kluge und wohlgezogene Gattin sich es nicht wer­de in den Sinn kommen lassen, diesem Muster zu folgen. Dieses kriegeri­sche Wesen streitet mit den sanften Sitten, und verfehlt den Wohlstand, der selbst die Dinge reizend macht, die sich vor der Tugend entfernen. Man lasse aber die vernünftige Frau die Abschattirung mildern; so wird das nöthige zur Erhaltung eines Liebhabers übrig bleiben. Wir sind Untertanen, die zu viel Güte bisweilen übermütig macht, wir wollen ost so wie die Sclaven aus der neuen Welt gehalten werden. Wir ha­ben in uns eine Regel der Gerechtigkeit, welche uns erinnert, daß die unS regierende Hand bisweilen mit Grund uns schwer fällt. Wir sind ihrda- für verbunden. Hier ist endlich mein Schluß, in allem, was zum Reich der Liebe gehört, müssen die Damen die Herrschaft führen. Von ihnen Müssen wir unser Herz mit Bedacht regieren, ihre eigne Neigung maßi. gen, und ihr Ansehen ohne ihm etwas zu vergeben, und ohne es zu miß­brauchen behaupten lernen.

5 * St.