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Wochenblatt»

Nun schweigt sein klagend ach! Er hat den Herrn gesehen! Frolockt ihr Heilgen Höhen, Frolockt ihr Thäler nach!

Frolocke muntre Jugend, Dein Lied sey Gottes Preis. Lern, Säugling, Wörter sammlen. Die kaum im süßen Stammten Dein Mund zu bilden weiß, Und lalle Gottes Tugend, frolocke muntre Jugend, Frolocke frommer Greis.

Der Herr ist hoch erhoben, Und groß an Macht und That! Dort knien Millionen, Und neigen ihre Kronen Vor dem, der sie vertrat. Ihn soll sein Zion loben. Gott, du bist hoch erhoben, Unfaßlich ist dein Rath!

Conrad Arnold Schmid.

Empfindungen bey der Geburt Jesu.

Welche Vewegungen der Freude, des Dankes und der Liebe entste­hen an dem Gedachtnißrage der Geburt Jesu in meiner Seele! Aber zu­gleich in welches Erstaunen werde ich versetzt, wenn ich der Begebenheit dieses Tages nachdenke. Ich sehe eines Menschen Sohn und zugleich mei­nen Gott in der tiefsten Erniedrigung r ich sehe den starken unsichtbaren Gott, auf dessen Wink Himmel und Erde entstanden sind, und vergehen, und zugleich ein sichtbares schwaches Menschenkind mit meinem Fleische bekleidet. Welche wunderbare Vereinigung! Der Herr aller Herren, welchen alle En­gel anbeten, aber in Knechtsgestalt, als ein hülfioses weinendes Kind, auf Heu und Stroh gelegt. Welche bewundernswürdige Erniedrigung Meine arme