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ttt werde, und überhaupt halte id) das Tiefpflügen/ da/ wo der un­terste Boden eben so wie oben beschaffen, vor einen ungemein großen Vor- tbe'il, und die Erfahrung hat viele nicht an dem alten Herkommen Hangen­de Hauswirthe gelrhret, daß sie großen Nutzen davon gehabt und noch haben. Man kehrte sich nicht daran, wenn man sagt, die hungrige Er­de käme hervor, und die gute hinunter; senken sich dann nicht die frucht- barmachenden Theilgm durch den Regen in die Tieffe? und gesetzt, es wä­re nicht, wachsen denn Vie Wurzeln der Gewächse nicht aud) in die Tiefe? Werden sie in einem etwas liefern und lockern Boden nicht besser wach- sen, als in einem steinharten? .Bey den Erbsen habe ich angemerkct, daß ihre Hauptwurzel in gerader Länge fast eine halbe Elle in die Tiefe gehet, uni) man thate klug, wenn dazu etwas tiefer als ordinair gepflügec wür­de, es tragt zum Weichkochen derselben gar vieles bey. Wird aber die sogenannte hungrige Erde (wenn es wahr ist) mcht aud) durch Regen, Thau, Sonne und Lust, fruchtbar gemacht? Und sollte auch hiervon gar kern Nutzen sonsten zu hoffen seyn; so ist doch gewiß, das der Acker von den perennirenden Unkrautswurzeln gereiniget werde. Der Nutzen deS "uerpflügens aber ist besonders folgender: Erstlich, der Acker bekommt dadurch eine Krume und Lockerkeit, welche den Gewächsen höchst vortheil- haft ist; denn wenn ein Ackerstücke eine lange Reihe von Jahren imiwerdev Länge nach gepftüget wird, bleiben die Fuhren immer einerlei); es bleibet allemal eine Kanute stehen, welche aber durch das Querpflugen durchschnit­ten wird, woraus denn nothwendig folgen muß, daß der Acker mehr Lo­ckerkeit erhalt. Zweytenö, wird der Acker dadurd) reiner vom Unkraute; denn der Pflug trist manche perennirende Unkrautswurzel, die bey dem gewöhnlichen Langpflügen stehen bleibet. Drittens, wird der Acker da­durd) fein gleid) gemacht, zumal wenn er hernach der Lange nach mit der Eae überfahren wird. Man kann zwar cinwendrn/ bey schmalen Stük- ken gehe es nicht an, aber es ist auch meine Meynung nur, bey großen Breiten solches vorzunehmen.

4. Man pflüge nicht zu flach: hiervon ist schon oben zur Genüge de* zeiget worden.

§ Man wechsele mit dem Saamen um: man schaffe sich wenigstens alle 3 Jahr andern Saamen aus fremden Fluhren an, so wird sichfinden, daß, wo er aud) aus einem bessern Lande in schlechteres kommt, man dennoch die reinste und schönste Frucht erbauen wird; wobey ich ange-