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Giesser

Woche n ö kalt.

Neun und Zwanzigstes Stück.

Dienstags dm zi. Juli 1772.

Mit Hochfürstl. Hessen Larmstädttscher gnädigster Erlaubnis.

Vom Theo. .

oder auch fty»

jeder Mensch sollte in Erwählung desjenigen einige Behutfam- u kett brauchen, was er in Speiste und Trank, oder sonst, öfters ja täglich zu sich nimmt, und dardey untersuchen, ob eS auch sei­ner Leibesbelchaffenbeit und seiner Lebensart, zuträglich sey, und ob eS nicht etwa mit der Zeit schlimme Folgen nach sich ziehen könnte. Denn eS ist bekannt, daß wenn wir eine dauerhafte Gesundheit genießen wollen, so muß die Speise und der Trank nach eines jeden Leidesumständen sonstiger Lebensart nicht nur eingerichtet werden, sondern wir müssen genau aufmerksam seyn, was unfern Körper dienlich oder schädlich könnte, mit einem Worte, ein jeder muß sein eigener Medicus seyn.

Der Gebrauch des Thee ist so allgemein und zu einer solchen Ge­wohnheit worden, daß man fast nicht wider davon abgehen kann, und wenn es nur bey diesem Gebrauche alleine geblieben wäre, aber man hat sich auch desselben des Tages über bedienet, ohne daraufzu sehen, ob die­ses warme Getränke an sich, oder auch eines jeden Leibeödelchaffenhelt zu­träglich sey oder nicht.

Ich habe mir also vorgenommen, ein und das andere von den Wir­kungen des TheeS abzuhandeln, und wie er auch zuweilen wenn er qemiß- ßf brauchet