Wochenblatt. 77
Die Lunge war schwarz und schwehr von Blut, daß dieselbe beim Durchschnitt einer Leber gliche. Beide lobi waren so fest angewachsen, daß auch der linke stückweiß ausgenommen werden muste
4) Die Blutgefäße der Hirnhäute und des Gehirns waren stark mit Blut anqefüüt, an und in dem Gehirn , kleinen Gehirn und denen Hirnhölen aber nichts wiedernatürliches zu bemerken
In denen beyden Dörffcrn Eyffa und Holzhausen welche zusammen in 63 Einwohnern oder Hausgesäße bestehend, befinden sich noch L r. Menschen krank, darunter 2.6 in denen deplorabelsten Umständen sich befinden, 4 aber dem Todte sehr nahe sind, den r;ten Febr. ist abermahlen eine Wrcwe, so vorher blind geworden, verstorben.
D Just. Fn'edr. Christ Rainer
Amts PhysicuS daselbst.
Mittel wider die Diehseuche *
Honig 1 Pfund, Leinöl 1 tb. Olenruß Salpeter Jtb. Scordi- enkraut , Franzbrandewein $ Schoppen , worum 2 Lokh Kampfer aufgelößk sind, mit einander vermischt, und davon sowohl dem gefunden als kranken ^id), jed-m täglich des Morgens nüchtern einen Löffelvoll in wannen Waff r oder Halbbier einqeqeben. Nach zuverläßiger Nachricht ist vor einigen Jahren in Lüneburg durch den Gebrauch dieses Mittels das mehreste kranke Äreh wieder gesund geworden, und das gesunde unange- stekt geblieben.
Mittel wider den Bienenstich.
Man nimt einen weißen Mohnkopf, schneidet ihn ein wenig ein, und drükt aus dem Einschnitt, sogleich nach dem Stiche einige Tropfen von dem Milchsäfte aus die verletzte Stelle der Schmerz wird hierdurch augenblicklich gelinder, und es erfolgt keine Geschwulst.
Fürsiche gegen verderbte Luft in den Zimmern der Rranken.
Man muß niemals daselbst die Feuchtigkeit des Mundes verschlucken, dann der Spetchel nimmt das Anstecken am leichtesten an, und wanndas- K r selbe
* Aus dem beliebten Hannöv. Magazin 177»« rZtes Stück.


