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7 <5 Wochenblatt-

pus 2i Zoll lang, und eines starken Federkiehls dick, dieser hatte ferne Wurzeln , welche fest anhingen, stieg durch die grose Pulsader fort und endigte sich in der rechten- Schlafpulsader; bei; Ausnehmung dieses zeigten sich zwey kleinere Polypi | Zoll lang um den Auögang der rechten Schlüffel- pulsader. Die Substanz und Farbe war denen gleich , welche bei der ersten Sektion gefunden worden, nemlich einem Mark.

4) Bey L)esmmg des Unterleibs, fanden sich die dünnen Gedärme hin und wieder einer auch zwey Hande breit entzündet; und in dem Gekrö­se verstopfte Drüsen, wovon die gröstste einer Haselnuß, die kleinste einer Linsen dick, und an Farbe schwarz waren.

Die Leber sähe sehr gut und gesund aus, der Milz aber verdorben und widernatürlich , weich mit einer dicken tendineusen Haut umgeben, welche wo dieselbe mir dem Magen per vafa brevia connectiret, ei­nes Fingers dick war, beim Durchjchnitt die Substanz derer Polyporum hatte, auch die Couleur wo dieselbe schon verhärtet, durchgehends bebal­ten. Die linke Niere war auch mit einer Diefer polyporum gleicher Ma­terie ganz durchwachsen, der rechte aber gesund.

Nota Dieses Subielhim bat feine Convulüones epil. gehabt, da­hingegen aber starke Schmerzen in der linken Seite, als etwas bei dieser Krankheit ungewöhnliches gektaget.

Eyffa den $ten Febr. 1772. Ist nach dem Gutachten der löblichen medicinifchen Facultät und auf Hochfürstl. RegieruugSerlaubniß die dritte Seccion an einer an der Kriebelkrankheit verstorbenen ledigen Frauens- persohn 21 Jahr alt, vorgenommen und wie folget befunden worden.

1) Aeuserlich nichts merkwürdig als die Adern am Hals bis an Vas Brustbein stark aufgetrieben.

2) Alle Eingeweide des Unterleibs recht sehr gesund, nur war derblin­de Darm, und emige Stellen an dem ieiuno und ileo einer Hand und et­was mehr breit inflammiret, die Blutgefäße zwar sehr, doch nicht so stark wie bey denen beiden ersteren Subieäis, mit Blut angefüllt.

3) Nach geöfneter Biust war das Bruitfell und Mittelsell ent­zündet , und in dem Herzbeutel wohl eine Unze schwarzes Blut. DaS Herz ganz welk und leer von Blut; in der rechten Herzkammer aber ein Polypus von 4 Zoll lang welcher sich um die columnas carneas, wie ein Wurm umschlungen hatte, und in der Lungenpulsader sich endigte; von der Dicke eines starken Federkiehls, und einer markigten Substanz.

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