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Giesser

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Woche nvlakk.

Drey und Zwanzigstes Stück.

' Dienstags den -. Juntt 1772.

Mit Hochfürsil. Hessen Darmstädtischel gnädigster Erlaubnis.

lieber die Erziehung junger Seandspersonen.

(?^nter den Vorschlägen die Erziehung betreffend, finden keine mehr J2W Beyfall, wenigstens auf eine Zeitlang, als diejenige, welche das Ansehen der Neuheit haben. Sie mögen nützlich und thunlich seyn, oder nicht, das gilt gleich viel. Genug wenn sie neu sind, oder, wie eS noch öfterer geschieht, in einem neuen Kleid erscheinen.

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Ich rechne hieher dm Satz: daß man jungen Leuten alles spielend beybringen soll, wie man sich ausdrückt. Versteht man dadurch weiter nichts, als daß sich der Lehrer alle mögliche Mühe geben soll, seinem Un­tergebenen die Sachen so leicht und angenehm vorzustellen, daß er die Er­lernung derselbigen mehr für ein Vergnügen , als für eine beschwerliche Arbeit ansieht, so habe ich nichts dagegen einzuwenden. Will man aber, daß ein Lehrer mit seinem Untergebnen auf eine solche Art umgehen soll, wie man mit noch ganz unverständigen Kindern im Anfang umgeht, nach de­ren Neigungen und Lust, welche sie zum lernen bezeugen, man sich rich­tet; so daß mau aufhörk, sobald man merkt, daß sie nicht mehr achtsam seyn wollen, und die vorzutragende Sachen auf eine bequemere Zeit ver- fparet, ohne sich mit ihnen an gewisse Zeiten und Stunden, noch vielwe­niger an einen ordentlichen Zusammenhang der Materien zu binden: so be­haupte ich, daß ein spielender Unterricht in diesem Verstand, worinnen 3 ' man