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fehlt, die sie einzig und allem auf ihren kümmerlichen Unterhalt verwenden müssen? Wenn diese Leute nicht schon selbst ganz wild werden, so müssen es doch gewiß ihre Nachkommen in dem zweiten oder dritten Geschlecht unfehlbar werden.
Daß aber Leute durch Schifbruch nach Amerika gekommen sind, be- weißt die Geschichte der Vacas in Peru. Zum Glück war dieses Paar aus einem bereits cultivirken Land gebürtig: zum Glück vor Peru wüsten sie sich ein Ansehen unter dem rohen Volk zu geben. Sie fanden gelehrige Wilden, die sie nach und nach in eine bürgerliche Gesellschaft brachten. Eben so kamen einige Fremde zu den Mexikanern, allem Ansehen nach auch aus einem andern gesitteten Land. Dadurch bekommen diese beyde Nationen einen Vorzugt vor den übrigen, so daß man sie nicht ganz mit Recht wilde nennen kann. Andre.Völkerschaften hatten dieses Glück nicht. Sie blieben also wild, wie diese beyde Nationen , welche entweder von wilden Asiaten entsprungen, oder nach und nach verwildert worden waren, vor der Ankunft ihrer Fremdlinge gewesen sind.
Hieraus laßt sich erklären, warum alle Nationen dieses Welttheils einerlcy Lebensart, insonderheit ganz und gar keine Vihzucht gehabt haben, ob derselbige gleich bey ihren Voreltern denTatarn in Asien bekannt gewesen ist. Denn ein groser Thest von Nordamerica ist allem Anschn nach von daher bevölkert worden.
Doch mögen auch wohl Leute aus andern Gegenden, vielleicht wohl gar aus Europa dahingekommen seyn. Man weiß daß die Schiffarth nach Grönland schon in den Mittlern Zeiten bekannt gewesen ist. Können nicht alte Isländer oder Norweger nach Grönland und von dar entweder zu Lande denn es ist noch nicht ausgemacht ob dasselbige nicht würk- lich mit Amerika zusammenhangt, oder auch durch einen Zufall , der sich natürlicherweise oft ereignen muste, zur See hinüber gekommen seyn?: Und sind nicht noch heutiges Tages Grünländer und Eßkimaux ein Volk, das ei- nerley Sprache spricht? Ja man hat sogar Nachricht, daß die Norweger in dem vierzehnten Jahrhundert, wo ich mich nicht irre, denn ich mag nicht gerad nachschlagen, aus Grönland nach Canada gekommen sind, und daß unter ihnen sogar ein Pfalzer von Geburt gewesen, der die wilden Weinstöcke in Canada seiner übrigen Gesellschaft mit großen Freu-
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