Einzelbild herunterladen

Gicssrr

Wocheiivlakt.

AchtZkhentes Stück.

Dienstags den y. May 1772.

Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädtischer gnädigster Erlaubnis. ...

Z-rtsttzung des dankbaren Sohns.

Kl^ier kommt Rachel wieder mit ihrer Tochter, Gretchen, und letz- tere bringt dem Vater den Brief, und statt sechs Thaler, acht Phaser, weil, wie der Sohn schreibt , seine Einkünfte sich so an­sehnlich vermehrt hätten. Jngleichen schickte er seinen Eltern einen Korb voll Weinßaschen. Rode befiehlt eine Bouteille zum Frühstück heraus zu bringen, Rachel und Gretchen gehen darnach. Obgleich Rachek im Weggehen bittet, nicht eher zu lesen, als bis sie wieder käme., so kann es doch Rode nicht erwarten. Er heißt den Küster immer aufbrechen, Denn er möchte gar zu gerne wissen, was fein Sohn vom Frieden schrie­be Der'tm zw.'iftlt am Frieden , und so wird das Lesen des Briest noch aufgeschoben. Denn, sagt er, warum würde noch so stark geworben, wenn Friede wäre ? Rode, der davon nichts wußte, verwun­dert sich darüber. Aber der Küster erzehlt, daß erst noch gestern AbendS ein Unter Ofpcier mit einem Commando im Dorfe angekommen sey, und macht ihm bange, sie möchten Gretchens Bräutigam, Micheln, weg- fischen. N'cht doch, sagt Rode, für den ist gebeten.

Gretchen hat nun Tisch, Stühle, Wein, und Glaser gebracht, und bittet 04« Vater, ihr zuerlauben, daß sie ein wenig zu ihrem Bräuti­gam geben dürfe. Rode will es ihr anfangs nicht erlauben, weil sie noch nichts von ihrem Bruder gehört habe; und droht ihr, wenn sie ihn nicht eben so liebhätte,qls Vater und Mutter. Doch den Bräutigam fällt ihm der- .piiii/r S v sier