Gresser
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Ein und Dreisigsres Stück.
Dienstags den 4. August 1772.
Mit Hochfürstl. Hessen Larmstädtischer gnädigster Erlaubnis.
Vergleichung unseres Ackerbaues mit dem Englischen.*)
Ackerbau ist bekanntermaßen dasjenige Geschaffte, welches den Endzweck hat, nützliche Erdgewächse häufiger und besser zu erzie- len, als die Natur sie uns von sich selbst darstellet. Mrd nun der Feldbau nicht so getrieben, wie eS billig seyn soll, so liegt die Schuld nicht an der Sache und ihrer Möglichkeit, sondern an der Menschen Unverstand , Eigensinn und Nachläßigkeit. w
Mein Vorhaben ist jetzo, eine Vergleichung unserer und der englischen Ackerbestellungsart anzustellen. Doch werde ich mich in keine Kostenberechnung des einen oder des andern TheilS einlassen. Ich will sie nur in Ansehung der Fütterung für das Vieh, und des daher kommenden Düngers betrachten, als welcher uns hauptsächlich bey der Landwirthschaft fehlt, und den wir dagegen im Ueberfluß haben könnten, wenn wir uns entschließen, und die Einrichtung treffen könnten, die englische Feldbau- arl einzuführen.
Der englische Landwirts) , er sey Eigenthümer oder Pächter eines Landguts, theilet gemeiniglich seine Ländereyen in zween Theile: ein Theil davon ist zu künstlichen Wiesen gemacht, und der andere wird wechsels-
Hh weise
*) Aus.dem beliebten Hannöverischen Magazin 55. Stück 1772.


