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;6 Wochenblatt-

über Bord geworfen hatten aus Furcht durch dessen Genuß! wütend zu werden, und glaubte sie wollten jetzt aus gleicher Besorgniß den Flat nicht essen, sondern ihn anstatt dessen aufopfern. Er riß sich also mit Gewalt loß, ergriff eine Pistole und stellte sich zu Wehre. Die armen Leute merk­ten feinen Jrrthum und bemühten sich ihm zu sagen, daß chr Betragen bleS eine Wirkung des Erstaunens und der Freude sey. Dann sie hätten ein Segel entdeckt und dieser Anblick hätte sie so äusser sich gebracht, daß sie nicht im Stande gewesen wären, zu reden. Sie sagten, das Segel schiene ein groses Schiff zu seyn, es sey auf der Windseite, und stehe ge­gen sie in der erwünschtesten Richtung. Die übrigen kamen so gleich nach, und bestättigren den Bericht von einem Segel, aber sie sagten das Schiff scheine einen Curs zu haben, der es von ihnen entferne. Die Nachrichtvon einem Schiffe in solcher Nähe daß man ihm ein Signal geben konnte, riß den Capitain zu einer solchen übermäßigen und ungestümmen Freude hin, daß er sehr nahe war davon zu sterben. So bald er sprechen konnte, befahl er seinen Leuten alle mögliche Nothzeichen zu geben, und gewiß das Schiff selbst war ein Signal von einer so traurigen Art daß der Capitain so gar befürchtete man möchte auf jenem Schifte glauben es sey keine le­bendige Seele mehr an Bord, und daher ohne sich zu nähern wegsegeln.

Sein Befehl wurde mit der grösten Hurtigkeit befolgt, und er hör­te in seiner Cajüte mit unbeschreiblichen Freude, daß sie auf dem Verdeck herum sprangen und riefen , es nähert sich, es nähert sich, es komt die­sen Weg! Weil die Annäherung des Scb'ftes alle Augenblicke deutlicher wurde, so nahm auch ihre Hoffnung zu. Doch mitten in ihrer Freude er­innerten sie sich ihres unglücklichen Gefährten Flat und bedauerten, daß er sich über die annähernde Befreyung nicht mit ihnen freuen konnte, ^h- re Leidenschaften hatte die gewöhnliche Wirkung sie thaten den Vorschlag eine Freudenkanne zu trinken. Diesem wiedersetzte sich der Capitain mit vieler Klugheit, und überzeugte sie zuletzt jedoch mit einiger Mühe, daß ihre Befreyung grüstentheils von der ordentlichen Aufführung in diesem Augen­blick abhänge. Sie gaben also alle, äusser dem Steuermann die Kanne, worin sie sich vor der Ankunft des Schiffes völlig betrunken haben würden, auf; nur dieser schlich sich hinweg, die Freudenkannne allein zu trinken Nachdem sie einige Stundenlang mit einer Unruhe und Bewegung deS Gemüthes, die bey einer solchen Erwartung unausbleiblich war, den kauf veS Schiffes beobachtet hallen , sahen sie mit Mißvergnügen eine völlige