* .rvScheMätk.
Nach diesen Probeü gieng ich weiter,:Md'strich einige Tropfen auf den Tert verschiedner Auctoren, waren sie gut, so konnte das Oel keinen Buchstaben wegfressen; waren sie aber schlecht, so verschwand mir die Schrift unter den Händen. Manchmal sah ich mit Verwunderung, wie sich der Name eines Auctors, der fremde Bücher bestohlen hatte, unter dem Bestreichen in einen andern Namen verändere, und wie aus den -Oden des - oder aus den Schäfergedichten des - ein Horatz, oder ein Theokritus hervorkam.
Wehe den Bücherverderbern, wennn dieses Oel bekannt wird!
Avertiflements.
Nachdeme auf alhiesig Hochfürstlichen Regierungsbefehl sämtliche dem Müntz Direftori Koch, allhier zuständige Mo-und Immobilien, diese bestehende in einem großen Wohnhauß, samt räumlichen Hof, großen Scheuernbau mit Stallungen, Nebenbau, und mit dem daran liegenden Gemüß , Graß»und Obstgarthen, auf dem reichen Sandt, und jene in etwas Weißzeug, Gewehr, Holzwerk, worunter einige Tisch, und ein Commod von Nußbaumenholtz , tannen Kleiderschrank, nußbaumcn ge- stochtene und beschlagene Stühle; etwas Bettung, worunter ein Deckbett von Eiderduem , etwas Zinn, etliche schöne Spiegeln, Portraits, und sonstig allerley Effecten, wie auch dessen z Kühe, aus Montag den Lzten nächstkünftigen Monaths Novembris, und nachfolgende Tage an den Meistbietenden öffentlich gegen gleichbaldige baare Zahlung versteigert werden sollen. Und dann mit denen in des Fürst!. Regierungs Secretarii Wieseners Behausung befindlichen Effecten der Anfang Nachmittags 2 Uhr gemacht werden wird. Als hat man dieses auf Befehl ersagker Hoch- fürstlicher Regierung bekannt machen sollen, damit die Liebhabers nach Gefallen steigern können; wobey zugleich ohnverhalten bleibet, daß man je- dssmahlen bekannt machen wird, was jeden Tag versteigert werden solle. Siguaium Gießen den 30 Octobr. 1772.
Ex fpeciali Commiflione
i- ... - /. ’ ■ in- . Faber
Fürst!. Secretarius dastlbste-r.
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