Wochenblatt.
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wider Leute, welche zehenmal besser sind als er; und daß sch nicht weiter gehe, sein unedles Bezeugen gegen den unglücklichen Rousseau, dessen Satze und Eigensinn ich übrigens nicht zu verteidigen gedenke.
Wer wollte Aufrichtigkeit bey einem Menschen suchen, welcher von Jugend aus nur damit beschäftiget gewesen, andere zu himergehen, damit er sich Schatze sammelte? Und der sich nunmehr, nachdem es ihm damit gelungen ist, in einem Lustorte aufhalt, wo es ärgerlicher zugchec, als in dem berühmten Bördel des Tiberius auf der Insel Caprca.
Seine Heuchelet) erstrecket sich so? weit, daß er sich der bekannten Sache mit dem unglücklichen Calas bedienet, um seines Laster zu verstecken, und sich den Namen eines Tugendhaften zu erwerben. Ein duzend Zeitungsschreiber, welche in seinem Solde stehen, ermangelten nicht, seine That himmelhoch zu erheben. Allein, ist es denn etwas neues, wenn das Laster sich unter der Gestalt der Tugend zu verbergen sucht? Hochmuth und Eigennützen waren seine Triebfedern, nicht aber Menschenliebe und Großmuth. Doch mußte hier die böse Wurzel eine gute Frucht hersürbringen.
Auf gleiche Art veranstaltete der Herr von Voltaire, zum Besten seiner Nickte, wie es hieß, welche sich verehlichen wollte, eine neue Auflage der Werke des berühmten Corneille Er ließ sie auf Vorschuß drucken , und das davon eingehende Geld sollte seiner lieben Abisag zur Ausstattung dienen. Dadurch brachte er viele vornehme Leute, welche Mitlei- den mit ihr trugen, dahin, daß sie ihm seine Exemplarien abnahmen, und ihn wieder um so viel Louisd'or reicher machten.
Scit den verdrüßlichen Begebenheiten, welche er zu Paris, in Louden, und in Berlin erfahren müssen, wo ihn gewisse Personen nachdrücklich empfinden liessen, daß sie nicht gewohnt waren , sich ungestraft verspotten zu lassen, hat er ziemlicher massen aufgehört, die Menschen zu stern, und nun lästert er Gott.
Wo hat man jemals von einem großen Geiste gehöret, der sich doch, wie Voltaire in halb Europa nicht durfte sehen lassen?
Man kann dem Herrn von Voltaire das Lob nicht absprechen, daß er einer der grösten jetztlebenden Dichter seye. Aber auch in allen seinen
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