Wochenblatt-
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Ich habe hierdurch meinen respectiven Herrn Pranumeranten auf bk vredigcen über die SormrägKchen Episteln nebst beygefügeen i) anserle-
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Er war das Wunder seiner Zeit, Das Muster wahrer Frömmigkeit; Und daß man viel mit wenig Worten sagt, Er ists den Kirch und Schul und Stadt und Land beklagt. r Als ich aber bedachte, wie abscheulich ich mich durch Lügen versündigen könnte, und zwar nur vor eine eintzige Caroline, so habe ich meine Meynung geändert. Es fiel mir zwar noch eine Grabschrift aus den poetischen Versuchen des Herrn Psiffels bey: und ich glaubte, daß sie sich nicht übel schicken würde, weil der wohlerblaßte ein angesehner und mächtiger Mann gewesen seyn sollte:
Hier wo das Gold sich nut dem Marmor paaret,
Liegt eine tobte Excellenz verwahret.
Denn weil man nur die kleine Schelme hangt, So hat man ihn in diese Gruft versenckt. .
Als ich aber überlegte, daß die kleinen Schelme, ferne Creaturen, wohl schwerlich noch alle gehangen seyn dürften, und diese das Andenken ihres grosen Vorgängers noch so werth achten möchten, daß sie mich selbst zur Rache möchten hangen lassen wollen, so bin ich auch hiervon abgestanden: sondern habe folgende Grabschrift selbst verfertiget.
Hier liegt ein Mann
Der Böses und Gutes gethan hat:
Jenes
In großer Menge, aus Vorsatz und mit Vergnügen;
Dieses aber
Selten, uud zwar entweder aus Schwachheit oder aus Zwang, am meisten aber aus eigennützigen und boshaften Absichten.
Die Herrn welche mich ersucht haben, werden nun so gütig seyn, und mir die versprochene Caroline schicken: auf ein andermahl aber, wenn sie rechtschaffen gelogen haben wollen, eine höhere Belohnung festsetzen.
Die Leser dieses Blats aber werden mir mein Geschwätz , darinn mich die Notwendigkeit versetzt hat, verzeihen, und wenn es ihnen beliebt untersuchen , ob diese Grabschrift sich nicht auch darein auf sie schicken möchte.


