Giesser "
WoGellvlakt.
FunfZkhentes Stück.
Dienstags bett -een Apn'l 1771.
Mit Hochfürstl. Hessen Lannstädtischer gnädigsten Erlaubnis.
F-lgender Sfuffats ist unter den Papieren eines hiesigen längst verstorbenen^ Gelehrten gefunden worden-
ist im Jahr 1607. bey Anfang der hiesigen hohen Schule im Werck gewesen, daß noch eine Kirche hierher, und zwar in den Burggarten, welcher damals mehrentbeils zu Wohnhäusern angewiesen worden, jetzt die neue Bauebenamt, habe sollen erbauet werden; wie denn auch allbereits die Zünfte dieser Stadt einen grosen Beyschuß zu den dazu deputirten Vaumitteln zu thun versprochen. Siehe Dieteri- ci inftir. orat. p. 67. Nachdem aber auf Angeben des damaligen Com- mendanten, und Amtmanns Herrn von Schrautenbach das Wasser von Rüdgen biß hierher in die Stadt hat geleitet, auf dem Marckt ein Springbrunnen gemacht werden, und die Bürgerschaft die sich hoch belaufende Geldmittel dazu geben sollen, so ist beydes unterblieben.
Hernach ist auf Angeben eines Jtalianischen Ballmeisters, Namen- Peter Toutier/ theils von denen schon anderwerts zur Kirche deputirten Mitteln, ein Ballhaus erbauet worden, daß auch der sel Herr D Wiw ckelmann, damaliger Superintendent allhier, einmal davon auf der Cantzel gesagt: Man gibt bey uns viel an, und führet wenig aus. Wo bleibetunire neue Kirche? wo unser Springbrunnen? Ich glaube, was die gemeine Leute allchon hiervon im Sprüchwort sagen: Die Kirche seye in Brunnen gefallen. Es ist auch, als dieses Ballhausgebciude g 'hoben worden, und so ferne fertig gewesen, ein Valcken oben herunter auf den Zimmerman, namens Johann Zimmermann geschossen, daß'der-
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