Giesser Wochenblatt.
Num. rz.
Dienstags dm 4. Juni 177^
Academische Anzeige.
Den zoten May dieses bestieg Herr Gerhard JulianuS Km'hnell auS Mannheim unter Vorsitz Herrn D. Joh. Christoph Koch, den Juristischen Catheder die Würde eines Bostons zu erhalten. Die Disputation handelte de beneficio excutfionis tertio hypochecae fpecialis pof- feflbri Competente 4 Bogen starck sie ist.bey mir zu haben.
Den z iten dieses trat Herr D. Henr. Christian Schmid auS Er- surth durch eine solenne Rede auf dem Auditorio sein Amt als Professor Poefeos an, und seine Antrittsrede handelte von den Ursachen warum unser» heutigen Comedien die römische Starke so sehr fehle. .
AvertifTements.
Nunmehr ist der fte oder letzte Theil deS beliebten 25renri|cb£Tte* dersLchstschen Wörterbuchs aus der Presse gekommen. Ich habe keinen Anstand nehmen wollen, das geehrte Publicum , ungesäumt, davon zu benachrichtigen, vornehmlich denen Liebhabern zu Gefallen, welche mit der Anschaffung dieses MerckS, bis zum völligen Beschluß desselben, gewartet Haden. Von der Güte und allgemeinen Brauchbarkeit dieses Wörterbuchs, giebt nicht nur der starke Abgang, den eS bisher beständig gefunden hat, den unverwerflichsten Beweis, sondern auch das übereinstimmende günstige ttrtheil der Gelehrten, in allen Gegenden Deutschlandes, denen Diplomatick , statutarisches Recht und selbst vaterländische Geschichte etwas werth sind. Ich will mich jetzund nur auf des berühmten Herrn Hofrath von Selchow/ Juristische Bibliorheck/ woselbst im 4« St. des 4ten B. die ersten 4 Theile recensirt sind, und auf die Hallischen gelehrten Zeitungen/ berufen. Es sey mir erlaubt auS den letztem das Urtheil über den nen und 4fen Theil anzuführen, welches zu gleich dienen kann, das Vorurtheil zu heben , das etwa dieser oder jener hegen möchte, alSwäre eS ein bremisches Jdioticon, welches nur die
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