Docheil-Nlakt,
Num. XXVI.
Dienstag den 30. Jun. 1752.
Mir Hochfürstl. Hcssmdarmstädrachcr gnädigsten Erlaubm'ß.
Von» Glücke.
as Glück ist eine r. $</ von welcher Der eine dieses / der andre jenes glaubt; der zehnte weis gar nicht / waS er daraus machen soll. Das letzte ist das gemeinste / das erste aber so vielen Verändrungen unterworfen, daß nun auch nur die hauptsächlichste Meinungen anzuführen nicht im Stande ist. Denn einige halten es vor gar nichts / unD
die Namen Glück und Unglück vor nichts bedeutende Tone/ bcy deren Aussprache und Anhörung man keinen Gedanken hat. Die alten Heiden machten einen Gott daraus/ den fie sich als blind oder eigentlicher nach ihrem Sinne zu sprechen / als höchst eigen» finnig/ unüberlegt/ und wankelmürhig vorstellten. Andre hielten und halten es noch vor etwas von eines jeden Klugheit oder Unverstand/ Tugend oder Laster abhangendes/ über welches ein jeder selbst Meister sey. u. s. w. Am besten ists / wenn man dem Silhon folget/ welcher daS Glück ein Gespenst nennt / welches von der Religion verjaget worden/ und dessen Erfindung nicht unnützlich gewesen / weil ihm die Unglücklichen und Unverständigen die Ursache ihres Elends und die Würkungen ihrer bösen Aufführung be»mcss.n.
Gleichwohl ist der Begriff deS Glucks so unfruchtbar nicht / daß er nicht verdient« überlegt zu werden; sondern eS kommt manches auf ihn an / und viele Pflich- Ck tert


