Zicsscr
Kochcil-Vlakt,
Num. XXXIX.
Dienstag den 2.9. Sept. 1750.
Mit Hochfürstl. Hessendarmsiädtl'schcr gnädigsten Erlaub mss.
Als drr Graf von Büßv seine Söhne auf höhere öffentliche Schulen schickte, die Wissenschaften und Leibesübungen zu erlernen/ gab er ihnen folgenden Unterricht wie sie sich aufführc» sollte», mit Eine Ucbasttzung aus dein Zranzösischen.
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MA M Ach will euch / meine S^hne/ einige Lehren und allgemeine Regesn
•PM H • Jj- geben/ welche'euch so lange/ bis ihr voll euch selbst lernet/ wie ihr
S&, in der Welt leben sollt/ vor dem Gespötte anderer bewahren fön« ncn/ reiches man gemeiniglich/ wenn man unter die Leute kömmt/ über sich muß ergeben lassen/ wofern man keinen Rakh und Unterricht durch einen guten Freund / der Erfahrung hat/ erhält- Weil nicht alles/ was man thut/ wenn man auch noch so vorsichtig handelt/ von statten gehet/ wofern GOtt keine Hülfe leistet; so müsset ihr zuförders seinen Bestand dadurch zu erlangen suchen/daß ihr ihn fürchtet/von ganzem Herzen liebet und ihn bittet/ daß er euch leite und fühw. Hernach müsset ihr sittsam / bescheiden/ liebreich und höflich gegen iederman scyn; kurz/ ihr müsset euch bestreben/ andern zu gefallen und euch beliebt zu machen. Die Vorstellung- des Lasters nach seiner Gestalt macht gemeiniglich einen stär« kern Eindruck im Gemüthe/ wenn man ihm davor einen Abscheu beybringen will/ als die Abbildung der Tugend/ dadurch man es bewegen will/, ihr zu folgen. Deswegen
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