Giesser Wochenblatt/ Nurn. XXX.
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Andre aber sind im Anfänge und vor dem Streit selber furchtsam / wenn ei aber dazu kommt/ so verlichren sie alle Sinnen/ undfid wrrwütend. x
Die erzählte übel« Gcmüthsverfassung entfprmgtt bey verschiedenen mr- verschiedenen Ursachen/ und muß also auch durch verschiedene Mutet gehoben werden. W>r wollen die hauptsächlichste davon anführen. Einige meinen/es ftyuneEhre/ rind man würde von jederman besonders hoch geachtet/ werrn man kutz.ich ist/ und oft Smit bat. Dieses Vorurrheil entstehet daher / weil man glaubet /die Lomage fty eine erhavene Eigenschaft einer grossen Seele / nnd also seyn die viele ^16
«oviel Proben t er Herzhaftigkeit / der rechte Weg zu einem unveranver lchen 9ruh>ne. Allein die Herzhaftigkeit ist zwar / wie wir auch im Anfänge behauptet / «ne äugend Nnd zwar chre grosse und alles Lobes würdige Tugend r aber tue Strertsircht und die Tapftrkeit sind himinelweit von einander unterschieden. So gar ist jene nicht rühm» sied/ daß sie einem vielmehr zur Schande gereichet. Denn wer einen solchen kennet/ meidet ihn; führet einen das Unglück in seine Gesellschaft / so giebt man nach / nicht aus Hochachtung und Bewundrung seiner Verdiensten / sondern damit man keine Bändel mit ihm bekomme; man schälet sich von ihm ab / so bald man kann / und Ikn Herzen denkt'man gar nichts gutes von ihm. Besteht also die Ehre in einem geneig* tw Urtheile andrer von unsren guten Eigenschaften; erforberl^"twas.mehr/ Ms daß man behutsam den einem vorbev gehet / wie vor einer stossenden Kuh »so ist m Wahr ^wenM EHre^dmch die Streitsucht zu erhalten. Andre verlangen keine Ehre damit tiiuuleaen/ sie streben aber nach einer gewissen Herrschaft über andre und wolle» vsn ihnen gefürchtet sevn. Denen ist wenig daran gelegen/ was man von ihnen denket/ 2ÜÜ S nur befehlen lasset und sie scheuet. Wir wollen Nicht untersuchen/ ob dergleichen fürchterliches Ansehen etwas gutes und löbliches fty; daö aber ist gewis/ daßman Äe Absicht durch dieses Mittel schlecht erhält. Denn die andre, bey den n man sich in Autorität setzen will / find entweder schreckhafte Mcnschen/0i. er sie haben 2’3 Jfa! ™ rechten Orte. M jenes/ so ist die Herrschaft Nicht wehrt/ durch lovklGeÄechaiten zu weiden. Ist dieses/ so helfen hundert Schlägereyen nichts.
k»rihafter Mensch schliesset nicht so : der und der hat schon hundeumal Han* Sack stecken lassen Noch andre M
<v> ifihm i hie ersten glücklich abgelaufenen Händel aber haben sie aufgeblasen ge-» Ä S nun * wS «* I fi« wissen Mb(» / t»fi fie Start. besttzm. Selch, sollen b.«n /M M« eiuct feen dergleichen Gelegenheiten entweder Ms meiste / ober wenigsten« das stmige thntt «mb h/iG man frifaiieh einmal / auch wohl zehnmal wohl durchkommt/ und endlich doch ÄZÄ “ man “n Ä di. Verwegenheit in bereuen hat. Vre. fe S toÄemi<ib<n Zorne geneigt / fahren also glerch auf/ nxnn stestch m« tilgen beleidiget iu seyn i und grtiffen jur Rache. In dnstm Unistand Hai man nj- E?mit Ält den Zorn unter die Bottmjstgteit der Vcrnuns w bring«, rin» MMt «Mt «Kn SmstthSb.w-gunM Cif hesdgst» si f» M« i°«°U


