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Gr'esier Wochen-Blatt/ Num. XVII,

umfliegend sich verstellet. Wenn man aber weis / daß die Erde so gut im Himmel ist/ wie die andre; so gut um die Sonne her umlauft/ wie die andre; so gut von weitem glanzt wie die andre; nicht grösser ist/ und überhaupt nicht den geringsten Vorzug bat vor den andern/ so muß man eben so wunderlich se»n/ wenn man glauben wollte/ diese sey allein bewohnt und die andre leer/ als wenn man sich überredete/ in Giessen sei)n allein Leute/ und die Häuser an andern -Orten / die man vom Thum aus sehen kann/ seyn leere Mauren/ die zu unserm Sp^ctackel dort erbauet sind. Ja da GOtt Vas ganze Weltgebäude deswegen erschaffen/ damit er daraus von vernünftigenCrea- .tureu möge erkannt und darüber gepriesen werden: so muß man nicht glauben/ die 'Hand voll Menschen/ die auf diesem Erdboden kriechet/ sey allein in der Welt. Will GOtt erkannt und geehret werden/ so hat er so viel vernünftige Geschöpfe/ die dazu aufgeleget sind / in die Welt gesetzt/ als darin Platz und Nahrung finden; folg­lich bat er die entsetzliche Anzahl der Planeten nicht leer gelassen/ sondern sie auch be­setzet- Man sehe sich in der Nähe mir Vergrösserungsgläsern um/ so wird man fin­den/ daß fast alle Wassertropfen Seen sind/ in denen fkine Fsschgen schwimmen/ und das so gar m den Ritzen der klein,ten Sandkörngen Thiergen leben/ die von der dort befindlichen Nahrung sich erhalten. Sollte nun GOtt auf diesem Klumpen alle seine Macht und Weisheit und Gütigkeit so ausdrücklich und so überflüßig bewiesen haben /und diesen Eigenschaften ungeachtet so viel tausend grosse Cörper wüste ie» gen lassen? Wozu dienen z. E. Nm Saturnus seine fünf Monden? Unserthalben sind sie nicht da/ denn sie nutzen uns nichts / und wenn sie blos solle»! von hier aus gesehen werden / so sind sie sechstehalb tausend Jahr ganz umsonst vorhanden gewesen/ und nutzen jetzo noch gar wenig / indem man die meiste darunter nur mit den besten Fern­gläsern entdecken kann. Nein/ sie sollen den Saturnus/ wenn es bey ihm Nacht ist/ so erleuchten / wie der Mond uns. Wem dienet aber das Licht / wenn keine vemü k lige Einwohner daselbst sind? Mnste man sich also nicht die gröste Gewalt ank'hun. wenn man eme so klare Wahrheit läugnen wollte. J "it antyun, uns bisher immer des Worts/ vernünftige Einwohner/ bedie­net/ und des Worts/ Menschen/enthalten. Denn da selbst auf tmsrer Erdkuae' die Menschen so sehr an verschiedenen Orten von einander unterschieden sind/ daß sie so gar theilsweis/ theils schwarz sind/ wie vielmehr werden die in so weit entlegenen Gegenden wohnende von einander unterschiede»» seyn? Daher erfordert die Vehut-

** 1""re Sreaturoi noch mcht mit d-m Nimm der

l «AerLull bat/ von diesen Sachen weiter unterrichtet zu seyn/ der lese die oben gelobte Schrift des Herrn von Fontenelle/ die so wohl in französischer Svra- che > als 'n deutscher zu haben ist. Sie ist auf das anmuthigste geschrieben/ daß Ä'Äff*1' aM rai< *erem V"gmg«i>/ wniflfcnl

Geschsch-