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,;r Giesser Wochen-Blätt/ Num. xvn.

flehen/ folglich auch so viel kleiner auffchen müssen/ als die Sonne; auch der allzu- groffen Entfernung wegen keine Warme zu uns herunter bringen können.

Wozu sollen aber soviel Sonnen dienen? Was nutzen sie in der Welt/ da inan sie bey Tage vor dem Hellen Lichte nicht sehen/ und bey Nacht wieder von ihnen Nichts geniessen kann / als daß sie den Himmel wie glänzende Funken zieren / die von wenigen Menschen angesehen werden? Ist das der höchsten Weisheit GOttes ge­mäß/ so ungeheure unsrer Sonnen ohngefähr gleiche/ folglich hundert und eilf mal so dicke Cöi per/ als unser Erdboden/ in einer so erstaunenden Weite von uns hinzuse­tzen/ die uns zu nichts dienen; da der Zierrath deS himmlischen Gewölbes/ der nur -u der Zeit sichtbar ist/ da man schläft/ und den so wenige anzusehen sich bemühen mögen/ du ch ganz kleine qlüende Kügelein in der Nähe hätte können erhalten wer­ben ? Die Frage ist ganz gut/ und sie ist der Fad.n der uns in unserm Nachdenken leitet. Frevlich sind sie am wenigsten vor uns; freylich würde der geringe Dienst/den sie uns leisten / nicht vermögend gewesen seyn/ den weisen Urheber der Natur zu ih­rer Schöpfung zu bewegen. Die iLternkundige sind also auf eine sehr vernünftige und von denen/ die sich einen recht masestätischeil Begriff von GOtt machen können/ allerdings zu lobende Vermuthung gerathen/ daß ein jeder Fixstern/ weil er eineSon- rie ist/ eben so wie die unsre eine gewisse Anzahl von Planeren werde um sich herum laufen haben/ sie erleuchten und erwärmen. Niemand verlange diese fremde Plane­ten mit Augen oder mit Ferngläsern zu sehen. Denn dergleichen Würkung ist von der grölten Vollkommenheit der Gläser nicht zu erwarten. Die Nebenplaneten des Sakurnus sind uns unbegreiflich viel näher/ als jene/ und es gehöret ein sehr grosses und gutes Perspectiv darzu/ um sie alle fünfe zu sehen. Wie will man nun die andre so viel tausendmal weitere damit zu Gesichte bekommen? Die Fixsterne selbst würde man nimmermehr erblicken können / wenn sie nicht em brennendes Feuer wären / das man / wenn es noch so klein ist / dennoch weiter sehen kann/ als a'idre Dinge. Aber lieben sie nicht zu nahe beysammen / als daß ihre vermuthete Planeten Platz genung zwischen ihnen hätten/ wann solche etwa beynahe so viel Raum erfordern/ wie die unsre? Es ist keine Gefahr davor. Denn erstlich weis man ja/ daß ferne Sachen allezeit klein aussehen/ ob sie gleich groß sind/ und daß folglich bey dieser unermeßli­chen Weite der Sternen von uns sie sehr weit von einander selbst entlegen sind/ ob ste gleich nahe beysammcn zu stehen scheinen. Zweytens sind die Sterne nicht alle in einer Reibe neben einander/ wie scheinet; sondern einer ist weit Dornen / der andre weit hinten/ daher auch einer bem blosen Auge grösser erscheinet/ als der andre.

Auf diese Weise bekommt das Weltgebäude eine solche Gestalt/ daß eS tverth ist «iven »inendlich weisen und mächtigen Urheber zu haben. So viel tausend Sterne sind vorhaiiden/ deren jegliche ihre gewisse Anzahl Planeten und diese viel­leicht abermal ihre Nebenplaneten haben. Man kann wenigstens eine Million Fix­sterne annehmen / ohne zu befürchten/ daß es zu viel seyn. Gesetzt/ ein jeder habe so »bl Planeten als unsere Sonne/ das ist/so vH nm annoch weis/siebzehn; sosind der­gleichen