• Dienstag den rzte« Aug. tyx
JMO davon der Name so gar sich nicht einmal im alten Testamente findet; und mall konnte auf dis Gedanken verfallen, das ft» vielleicht die Ursache / warum sie GOtt zu verbiethtn nicht vor rachsam befunden. Allein nachdem dieses Volk seit der Zeit dcrBabvlomlchen Gesängniß überall verstreuet worden / lernte es spielen von de« Griechen und Rymern ; die deswegen von den Rabinen -) beantwortete Gewisfensfragen/setzen dieses zum voraus; unterdessen sagen wederIEsus Christus/ noch die Apostel / deren Gebotte mit keiner Erduldung einiges UebUs vermischt waren / das Sermgste wider das Spiel. Es ist nur eine einzige Stelle in dem ganzen neuen Testamente/ wo man einige Spur voir dem Begriffe des Spieles gewahr wird; überdas ist es nur ein in uneigentlichem Verstände gebrauchtes und von Glücksspielen hergenom- mene- Wort/ welches / wo b) cs im übelen Verstände genommen wird/ allerhäch« stcnS den Mißbrauch des Spieles verdammt. Wenn man in einigen gemeiner? Uebersetzungen ein Wort c)j dessen sich der H. Paulus bedienet/ durch spielen giebt/ so ist eine gewisse Zwevdeutigkeit schuld daran/ oder vielleicht wußte man den ganze« Umfang der Bedeutung des Wortes im Grundtexte nicht/ das in gegenwärtigem Falle Tanzen heißt/ wie man diefes anderswoher sieht / nämlich aus der Stelle des alte» Teltamentö d) / daraus der Spruch genommen ist. Aus diesem gänzlichen Still- schweigen der H. Schrift nebst allem dem/ so ich bisher gesagt habe/ kann man meinem Bedünkm nach mit Gewisheit Schlüssen/ daß das Spiel an und vor ftd) selbst/ und so fern es nicht misbraucht wird / eine ganz gleichgültige Sache fcy.
Folgend- Veränderungen feynd feirhcr kurzem alihicr vorgefallcn.
Den i sten dieses reißre Der chcmahlige Herr Regierungsrath von Carmens giestr von hier nach Lasse! ab um daftlbsten die Stelle als Dber-ppellarionörach an- julretten.
Be» hiesiger Universität wurde Herr M. Phil. Nicolaö Wolffi so allhie« als Lehrer am Pzdagogio viele Jahre mit grossem Ruhme gestanden / als Profello? L.o.& antiquitatum non ^bro Hochsürstl. Durchlaucht allergnädigst ernennet.
Bey hiesiger Stadt» Küche wurde Herr Mag. Joh. Schmidt/ ehcmahliger Lehrer am hiesigen Fürst!. P^dagogio und gewesener zweyter Burgprediger/ am 13. Sontage nach Trinitatis/als Stadt»Prediger und Diacunus/feiner Gemeinde öffentlich vorgestellt.
Am hiesigen Pzdagogio ftynd nunmehro drey Vacanzen / und werden nach« stms mit würdigen Subjeäis ersetzt werden.
____Bey.
*) Seiden de N, (5 G. juxta dtfctpl. Hebr, Leb. VI. C. 11. Hjde de Lud. Orient. Lds- 11.?. Hl. b) Ephef. IV. 14. ' c) ,M griechischen xa^v 1. Cor.X y.
J. Georg, Grey. Leihe». Heßod. C, XIX* d) z.B MdfXXXll. 6.i?t


