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4) Nehmt vor^8oo Schafen vor drei) Groschen weisse Vollen /thutdarzuCam- pber und gereinigten Salpeter / rochen Wernstein und gebet es ihnen vor mit ein wenig Gersten Mal;.
f) Nehmet die Wurzel von Seeblumen / Entengricß / Calmus jedes gleich viel/ thut da,zu rochen Weinstein und Vitriol und machet ein Pulver daraus.
6) Nehmet Schwefelblumen / Leinöl sechs Untzen / mischet und digenrt es atl einem warmen Orte / bis die Schwefelblumen aufgelöset sind. Davon gebet jedem Schafe ein halb Loch. Dieses ist vortrefiich zu gebiauchen/ dann es treibet die Pocken heraus/ worauf es vornehmlich ankommt / und heiler auch wieder die Narben in und auswendig. Es kann über den dritten Tag wieder eingegeben werden.
Das Pfropfen der Weinstöcke / welches man in Ungarn/Frankreich und Italien mit gutemE'folg eingeführet hat/ ist bisher in Deutschland wo nicht unbekannt doch wenig üblich gewesen. D>e Erfindung ist nicht neu. Columella beschreibet sie in dem 19. Cap. des 4. Buchs de re ruftica Mit allen Vortheilen. Die ganze Sache kommt in den meisten Stücken mit den Pfropfen der Bäume überein / das vermittelst des Spaltes geschiehet. Die beste Zeit dazu ist in dem Frühjahre/ wenn Tag und Nacht einander gleich ist- Der alte Stock/ den man pfropfen will / wird nahe ander Erde/ jedoch 4 quer Finger breit über dem untersten Knoten abgeschnitten/ damit solcher weder durci) den Spalt noch durch das Pfropfreis berühret werde. Das Reis/ welches von fluten zotigen Reben abgeschnitteu wird / muß kurz seyn und viele Augen haben. Man fcbneiDet es Kegelförmig/ wie bev dem Pfropfen der Bäume/ und fe- .tzet es also ein/ das ein Auge davon den alten Stamm berühre/ und daß die Rinde des jungen Reises mit der Rinde des alten übeiem treffe. Ist der Stamm zu dick/ so setzet man zwei) Reiser neben einander/ und verbindet den Spalt mit Bast. Man verschmieret ihn oben mit zartem Leimen und Mos/ man häufet die Erde gegen dieRei- ser und verwahret solche mit aufgesteckten Pfählen. Die Vortheile / Die man von Vieser Art der Fortpflanzung erhält/ sind diese/daß man nicht allein bald Früchte/ sondern auch von einem einzigen Stocke eine unglaubliche Menge andere bekommt / in» gleichen / daß man um Den Weinberg zu verbessrn und mit einerlei) Art Trauben zu- bepflanzen / Die atten Stöcke nicht erst auSgraben/ sondern blos auf diese Wufe pfropfen darf.
Ihrs Majest. die Römische Kayserin und Königin von Ungarn habenden ehemabliaen hiesigen ProfeiTbrem Phdofophia! Henn Jacob Friedrich Müller / welcher bisdahero vev Sr. Exc llmz den Rußischen Kavseriichen Minister an demKoniglicheN Polnischen Churfürsil. Sächsischen Hofe/ Herrn Grafen von Kayserling/ gewesen ist / zu Dero Historioarapho mit einem ansehnlichen Gehalt all mnäomst ernennet/ uni) ihn wegen seiner künftigen Verrichtungen lediglich an Sr. Ercdlei z Den Reichs- Vic^Canzler und geheimen Conferenz» Rath Herrn Grafen von .Eolloredo gewiesen.
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