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Giesser W-chM-Blätt/ Numt VIII.

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an die Redoute und schnupfte etwas von meinem philosophischen Staube. Kam« war diese Verrichtung vorbei)/ so spürte ich schon die Veränderung. Die Seele ver­lies den Cd!per/ und war in einem Augenblick aus dem grossen Markt. Hier ward cd Maschinen gewahr/ welche nicht thierisch/ doch auch nicht menschlich waren/ die Aber alle nach einem Haust rannten / welches ein Gelerm der Musikanten erfüllte. Ich «oh geschwind diesen'pein nach und kam glücklich in einem grossen Saal an. Hier war schon ein ganzes Heer dieser Larven versammlet; welche zusammen genommen so bund und lächerlich aussahen/ daß ich gewis für Lachen zersprungen wäre / wenn ich meinen Cörper bei) mir gehabt hätte : doch einzeln betrachtet liefen sie lauter Wun­der sehe«. Bedenken Sie nur/ mein Herr! ob dieses/ was ich am ersten gewahr wurde/ nicht schon eine herrliche Erfindung des Witzes ist/ durch einen unsichtbaren QUfl/ mit dem blossen Finger in seiner Hand/ von dem andern erkannt zu werden ? Wo ttrnel man aber die Zaubersprache sonsten / als aus den Redouten ? Auf Umversi- täten gewis nicht.

Ich sähe einige MaSkcn von ganz besondrer Schönheit / und wurde neugie­rig/ die darunter veiborgene Gesichtszüge zu durchsuchem. Dieses konnte ich thun/ weil ich ein Geist war. Doch wie erschrack ich/ als ich die häßlichste Bilder erblickte! cv(h machte hierbei) die Aninerckung: wiederum eine vorttefliche Erfindung des Wi­tzes/ da man feine natürliche häßliche Maske in eine angenehme verwandeln rann. Ja/ so gar den Abgang sichtbarer Theilen wurde dadurch verdeckt.

Eine andere delaivte Creatilr lies sich sichen/ welchö auf dis Tanze so genau acht gab/ daß sie auch den geringsten Fehltritt zu tadeln wußte. Ich nahete mich zu ihr / w d wollte die Luchsaugen betrachten / welche durch ihre Schärft so gar den wolkicht«!, Staub durchdrungen. Aber /o Himmel! ich mußte gewahr werden / daß die­se Maschine damit ganz und gar nicht versehen war. -O Wunder! rief ich aus; fantrtenn liu solches Lar enfpiel so gar Blinde sehend machen? Ich begab mich nach dem Jdm käste dieses Geschöpf s; denn ich gedachte / das gar zu leist Gehör wurde ihn zudsssenSch us- sen zwingen/ besonders/ wenn er eine gesunde und hohe Vernunft befasse. Allein hier ward ich nichts mehr inne/ als eine ungeheure Menge ^horbeiten/ Einbileun- genwindicht r Art / eine unverschämte Selbstliebe / geile Gedanken/ Eitelkeit/ leere Ruhmsucht / einen Trieb zu Gros sprech ercnen/ und dergleichen mehr / welches alles in Fmsterniß umhüllet war. Von Vernunft sah ich nicht einmal ein Theilchen. Ich floh aus diesem Kops recht mit Ungestümm heraus.

Nach diesem bekam ich Lust die Zirbeldrüsen der Schönen zu durchwandern. ct.K duichsuä te eine nach der andern / von der Heinen unb mittelmasigen attung. Benn die Grossen gehen blos hinauf/ sich an den Thordeiten/ wie em Prmz an einem Affen / zu vergnügen. Allein / ich trdf nirgends etwas anders an / fllsjoeen ier Lie­he/ Eitelkeit / bey manchen Geilheit/ und der Selbsivollkvmmecheit. Die Versta^ Gefächer waren alle mit Nebel angefüllt. Doch merkte ich zugleich/ daß st Hiie er