Messer Mochtil-BlakN
Num. 7IH.
Dltnstag den 2,4. R ruarii 17
mit Hochfürst!. Hesscnd.rrmstädtr' per gnädigsten Erlaubttiß.
Ern vornehmer Freund hat uns nachstehende Ueberfetzung eines Briefes aus Venedig zu gestellt , welche wir auf dessen Verlangen dem geneigten Leser mittheilen.
Mein Herr:
Ch bin vor einiger Zeit so glücklich tzewesen/ von einem al- ten weisen Engelländer etwas von dem philosophischen Schnupftoback zu bekommen / welchen ein grosser Cartrsia* ner ehedem erfunden/ und öfters gebraucht hat / um seine Seele auf kurze Zeit vom Cörper zu trennen / und dadurch die wahre Gedanken der Menschen zu erforschen. Ich kann
Ihnen die Versickerung geben mein Herr! daß ich schon viel wunderbare^dadurch entartet habe. Sie sollen jetzt eine Probe davon leben, durch welche ich belch tworden bin / daß die so genannten Redouten den Namen der hoheri Schulen des WitzeS und Verstandes mir Recht verdienen.
ES war den -teil dieses Monats / Abends zwischen 9. und 10. Uhr / als ich mich in meinem Zimmer sorgfältig verschloß. Wie ich nun versichert war / daß niemand mehr zu mir herein kommen könnte, warf ich mich in meinen Schnsiuhl/ ge- c H dachte


