Dienstag den ixten Sept. i7fo* z r
daß (eiiu $rau die Zeuge» ausdrücklich gebetheu, b.36 Tertament kn ihrem Namen zu unkerlilweibe»: Endlich auch Beklagter mit seinen Dupiias fubmiflivis eingekommeu: die Acte» bebörig innmilirtt unö ausLerlangeu derer Klagende» zum Spruch Rechtens verschickt worden. Ob nun gleich gegen des quarrt. Tcflam<nti reciptoci nicht ohne scheinbare» Grund -aeigestthret werde» möchte / daß I) terg'eicheil (tfttat Willens« vitpolicioneL eigentlich jtrcp Tcrtamcma ausmachen/ deren jedes jedoch mit seinen bt-o« rigen follenitarten verlebe» seyn millfc; Siquidem kor ccnbcnrur tertamenra, quod tertantium perfbn» fuerint, quia nemo pro akcio tertari potert (a) Solenrutat« vero funt Individuum quid, nec tranCre de actu in actum poüurr; (b) folglich z) rechts ei forderlich seh» dörfte/ daß bey dergleichen Tertamen- ttN entweder 14. Zeugen adbibiret werde»/oder zum wenigsten/ wann ihrer nur sieben dazu gezogen worden/ gleichwohl dieselbe ihren Nahmen/ als von beyden Eheleuten hierzu absonderlich erberhcm Zen. gen unterschreiben mdifcib (c) Dargegen aber 3) die zu Aufrichtung desquarrt. Teftamcnts gezog^ ne sie» beu Zeuge» nicht nur einseitig von dem Ehemann jetzige« Beklagten berufen worden; gestalten ad An. 2 wahr/ dass Zeugen zu solcher Handlung nicht von der verstorbenen Tcftiren'ii; sondern von dem Pro. ducto erbttheu worden; sich Tertis I. also heraus gelaisen: Soviel er sich erinnere/ hätte ihn Jonas G. in seine Behausung benisen lalsen. ffertir 2. aber folgendes ausgcsage: Er wäre berufen worden vou dem Jacob G- und als er aus dessen Ober Stube gekommen/ hätte er bcyde Ehelcuce aus selbiger an« getroffen/ ob aber auch die Ehefrau ihn in Specie e.bc,hcn habe/ daß er bey ihrem damaligen Testament einen Zeugen mit abgcben solle/ teffen könne er sich wegen länge der Zeit nicht mehr eriiniern/ sonder» auch 4) in dem Testament selbst ihrem Raine» nur überhaupt die Worte: als erbetene Zeugen angesüqek. tziernächst/ wann auch gleich 5) der Lnits Schreiber in Gegenwart derer Testirenden Ehe» lcuee und sieben Zeugen den Vortrag gcrhan/ dass das Testament unterschrieben und besiegelt seyn müsse/ das Testament vorgelesen und beyte Eheleute befraget/ ob dieses also ihr letzter Wille scye? welches selbige auch bejahet: Dennoch dieses von eurem Notado oder einer perfona intermedia und achten Zeugen hätte geschehen sollen, (d) Dmmach 6) daß bey gcgenwärtigem Tertamento rcciproco die behörige Solennicrtfii nicht beobachtet worden/ sich nitl)t nur allbereits schon aus der Zeugen Aussage genugsam zu Tage legen möchte; souderu auch durch die refervirte juramenri delarioncm: daß nemlich Beklagter die Zeugen nicht für sich allein berufen/ imb daß er gehöret/ daß seiue Iran die Zeuge» ausdrücklich ge» belben/ das Testanwue ku ihrem Namen zu unterschreiben: noch weiter zu bekräftigen dem Kläger nicht zu beuehmen siyn dörftt; quia iuramenti delario permidä srt iure communi etiam actori, qui proba- turus defeeir, (e) Ubcrdas aber 7) was den andern KlagerPunct anlanget/daß ueuilich Beklagter seine Frau zu dein quarrt. Tefta-mcnt inducira/ nut/ da sie solches ändern wollen/ sie davon abgehalttii: wann schou die Zeugen nichts davon wisse» wollen/ gleichwohlen druen Klaget» solches dein Beklaglen ins Ge« wisse» zu schiebe» erlaubt sihU möchte; quia,<um dolus arguitur, ccll'ar quidem juramenti delario, tarnen fi fuper dolo civilrrer agitur, & in ca(u tcrtanienti<lolofis petfuafionibus extorti jusjtirandum reite defettur, etiamfi deferens nilnl ptobaverit,(Q folglich daß i» allem anderst/ als V0U Mts geschehe»/ jtt erkenuen gewesen wäre/es das Ansehen gewiunen möchte: D. a. u. d. 1) in Rechten nichts seltsames und ungewöhnliches ist/ daß eiu Menich zweyerley Personen rorstelle; folglich wann gleich diiTeflamen- tum reciprocum eigentlich zwey TtftamcEt ausnmchk; dennoch die adliibnTf esiben Zeugen/ sowohl in dem eine»/ als andern / Zeugen abgeben köiineu: (g) wmm nur 2) raß die Zeugen von beydkli Testi« renden requirirn worden/ entweder durch derselben eigene U ittrschrift und adoourion bey ihre» Namen oder durch des Notarii davon im Tcstamet beschehene Meldung; oder auf andere Arr erweislich ift (b) Svlchemnach ;)die Zeuge» bey gegenwärtiger -Sache zwar ailssagen/ daß si< von den> Beklagten al»
lei»
( a ) L. 70. ff. de bered, inrtir. Gail. L. t. O. 117. n, 2. (b) lo. Sam. Stryck. de tert, con
jug. recipr. $. 16. (c) Io. Sam. Stryck. 1. c. (d) L. g.vers. Atcum bumana fragilitas. C* 1
qui tert, fac, poff. Lauterbach.Coll, th.Pr. XXVIII. r. 37. (e) Griebnerinpxineip. procell. jud*
L. I. c. 4.f. r. 4- Lauterbach in comp. jur. pag. 182.lit.C- ( f) Herger el. difc. so . 3 it, 18*
obf. 3. not. 7, Leyjer med, ad ff, lp. 37p. med. 3 3, Btzhmer Infl. jur, Can. Tit. de jurej. $. XI« ( g) conf. Hert de uno hominc plures furtinente perfonas feil. 4. (h) Stryck de tert, conj-


