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Der beträchtlichste Schade ist dieser / daß man in seinen Handlungen sich nach ihnen richtet/ unD alsdenn von ihnen auf den Stumpf gefuhret wird. Uns daurtt der arme Mann/so oft wir an ihn denken / Der aus des Guckugs Geschrey geschloßen/ daß er nur noch vier Jahre leben werde/ und in der Meinung das seinige rein aufgezehret/ so/daß er nun schon seit 6. Jahren/ die er dau'iber gelebt / von der Gnade und Barmherzig« keü andrer leben muß. Urberdieseö erwachsen aus solchen leeren Einbildungen urmö- thige Gemürhsbewegungen und vielfältiger Verdruß. Wie mancher lebt nicht wegen einem Fall/i den man des Nachts aus der Bühne gehört/ in Angst und Sorgen/ und meint/ er werde entweder selber nächstens sterben/ oder einen feiner nächsten Freunde verliehren / da er in aller Ruhe seyn könnte/ wenn er nichts auf dergleichen Possen gäbe. Damit wir vieles vorbev gehen/ so führen wir nur noch das einzige an / daß allen Abergläubischen gewiß wiedei fahret. Wenn sie nämlich in einer Gesellschaft mit ihrer Philosophie herausrücken/ so werden sie zum Gelächter/ und haben den Spott jum Lohne. Geschieht es auch / daß man aus Hochachtung vor sie nicht überlaut lachet ; so tbut mans doch im Herzen. Denn es giebt dergleichen heimliche Vögel/ die schweigen stille und stellen sich von aussen/ als glaubten sie alles wie ein Evangelium; jl-wendig aber treiben sie ihren Hohn und denken: Du armer Tropf/ wärest du mit deiner Weisheit zu Hause geblieben/ so hatte ich etwas auf Deinen Verstand gehalten.
Der Rath/ wie man sich vor allem Aberglauben sicher und gewiß bewahret/ ist dieser/ daß man sich in Der Naturlehre umsehe/ und daraus die Kräfte und Wür- kungen Der Dinge begreifen lerne- Denn/ wenn man dieses gethan hat/ so kann man ohne Mühe die Wahrheit von Den abgeschmackten Einbildungen unterscheiden. Wem dazu an Zeit oder Gelegenheit fehlet/ Der setze einen Zweifel in alle diejenige Regeln / Die er nicht von klugen und in dazu gehörigen Sachen wohlerfahrnen Leuten gelernet/ so bald er nicht begreifen kann/ wie es zu gehet. Sollte er gleich auf diese Weise ein oder das andee nützliche mit hinwegwerfen / so versichert er sich doch wider alle Aberglauben/ und ist bey seinen UmitänDen keines bessern Mittels fähig.
Verzeichniß der Vorlesungen,
welche dieses Sommerhalbjahr ans hiesiger hohen Schule werden gehalten werden-
*3n der Gottesgelahrther't.
Herr D. Remh. Hem. Rollr'us/ zeitiger Redor Magnificos wird öffentlich di« Hormome Der Evangelisten nach Sandhagens Anleitung erklären/ und m einem Jahre zu Ende kommen; Die Vorlesungen über Die dogmatische Theologie beschliessen/ W)D die polemische nach Fechtens Unterricht auölegen. .
Hm d. Ioh, Hern), Benner wird Die dogmatische Theologie und die theow- £ 3 Asche


