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Kieffer Wochen-Wlakl,

Num. III.

Dienstag den 20. Januarii [770.

Fortsetzung der aus dem Französischen übersetzten Rede

J-Barbeyracs von der Zulassung der Gesehen.

A =0 haben auch alle Gesetzgeber dafür angesehen feyn wollen daß sie mchts, das wider dieses Gesetz liefe, ein führten 6) Niemals hat sich ein Regent, der nur ein wenig ver­nünftig gewesen, unterst :?en, der Gewalt sich öffentlich anzumasten, blos nach ftiMlrdpfe Verordnungen» - ma chen , und ohne auf die natürlichen Grundsätze des Ge­rechten und Ungerechten seine 'Absicht zu haben, zum wenigsten so viel, als diesel­ben den Völkern bekannt waren. Die Völker, welche sich selbst Gesetze geben woll­ten /haben sich öfters um den Rath der Wcltweisen beworben, und find ihm gelob

get, indem sie glaubten, daß solche die Regeln der Vernunft, welche der Grund alles bürgerlichen Rechts seyn sollen, am besten inne hätten. Und damit die Ge^ setze, welche die Gesetzgeber in Vorschlag brachten, oder einführen wollten, besser angenommen würden, haben sie manchmal vorgegeben, daß sie dieselben vom Him­mel bekommen hätten. D.ß war ein Kunststück, welches ihnen desto nütz'icher zu seva schien, da sie wohl wüsten , daß man c) in gewissen Absichten die Gottheit, als die Quelle der Regeln der Gerechtigkeit, ansähe.

Mit allem dem war es sehr schwer, daß sich unter vielen gerechten Gesetzen nicht ungerechte hätten einschleichen sollen. Es erhellet allbereits aus den Denkmä­lern desAlterthums, daß die ersten Gesetze fast keinen andern Ursprung hatten 7) als die Gewohnheit, welche gar oft eine sehr armselige Gebietherin ist. Was also in ____________________________?___________________ Ge-

6 ) CICEK, de Leg L l. C.$. Plutarch.in vtia Demetrii de Sratocle.

b ) Pcrizon. ad Aehan. var. hijl. L. 2. C 42. n, 6.

e ) PVFEND. Drott de U Nat. (3des Gern. L. 2.0,4. §, 2. n. 4. Edit Barbesr. '

7 ) Clericut ad 1 Sam. <?. 8; v. tr.