Mcsscr WoHcn-Dlirkt, Num. XLVI.
Dienstag den 17. Novcmbr. 17jo.
Mir H-chlürstl. Hestendarmstädtrsthcr gnädigsten Erluubmss.
Gedanken «brr die Grösse der S"
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ßWZ15 < ’r leb«' ü* einer Zeit/ tvsrir r Geb -in unterschiedenen -Orten q« 3^ak! JJAg herrlich zeiget/ Daß GOtt nicht müde geworden/ der Menschen und Seligkeit zu schaffen. Die Lehre von der Rechtfertigung eines Menschen vor GOtt ist in ein Helles Licht gefetzt worden/ welches vielen so kräftigen die Augen leuchtet/ daß sie die Welt und ihren Greuel verlassen / sich von Herzen bekehren und in der Kraft GOttes einen evangelischen Wandel führen. Man trifft solche Seelen nicht allein einzeln zerstreuet an / sondern sie machen an manchen Orten eine grosse Zahl aus/ wie uns die neuen Kirchengeschichten lehren. Wir leben aber auch in einer solchen Zeit/ darin es der Satan auf seiner Seite an nichts ermangeln lasset / sein Reich zu stärken und seine besiegte Kräften wieder zu sammlcn bis zum Tage des Gerichts. Das ist seit seines Abfalls von GOtt sein Werk gewesen/ neben GOttes Kirche seine Kapelle zu bauen/ und diese immer mehr zu erweitern / je mehr sich jene in ihrer Schönheit hervor thun wollen. Es hat auch dieser arge ßeinb immer unglückselige Werkzeuge unter den armen Menschen zur Beförderung seiner schändlichen Absichten gefunden. Wir wollen unter viesin andern anjetzo nur derer gedenken/ welche es in unfein Tagen recht weil gebracht haben. Leute sind es/ die sich an GOtt selbst vergreiffen/ und/ zum Beweis/ daß sie es weiter treiben/ als ihre Vorgänger/ entweder GOtt selbst verleugnen und die ganze Natur vor GOtt halten/ oder mit Verwerfung der aller, heiligsten Drepeinigkeit sich einen Meg zur Glückseligkeit eröfnen wollen / dadurch ihre stolzr Vernunft und eingebildete Naturkrasr in ein ewiges Leben einzudringen
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