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Wocheil-Matt,

Num. v u

Dienstag den 17. Februarii 17jo.

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kNtt Hochfürstl. Hessendarmstädrisü ;r gnädigsten E^aubm'ß.

Kurze Säße von der wahren und falschen

Ehrbcgierdk

Je Ehre bestehet in einem geneigten Urtheile andrer reute von dem Gucen, so wir an uns haben. So ist e6 einem, der sich auf Erlernung Der Wissenschaften leget, eine Eh« re, wenn man von ihm sagt, er sey fleißig, besitze bereit­em grosses Erkennmiß, und führe sich auf, wie es einem frommen und rechtschaffenen Menschen zukommt.

Es ist viel daran gelegen, daß man in Diesem Falle das wahre von dem falschen unterscheidet. Denn der Glan; des lezteren verführet viele, und gibt ih­nen Gelegenheit, ihre unsträfliche, ja lobenswürdige Neigung, vermöge welcher sie nach der Ehre streben, schändlich ;u misbrauchen. Dieser wichtige Einfluß der ge­genwärtigen Betrachtung in den Wandel und die davon abhangende Glückselig­keit und Ünglückseligkeit der Menschen , hat den Verfasser zum Entschluß bewogen, dem geneigten Leser in gegenwärtigem Blatte einige Gründe vor zu legen, welchen man bey müßigen Stunden nicht ohne grossen Vortheil weiter nachdenken wird.

Zuerst fällt hierbey in die Augen, daß ein gefälliges Urtheil, welches un- zur wahren Ehre gereichen soll, uns etwas, das nicht nur dem Scheine nach, son­dern in der Thal gut ist, zuleget. Wenn ein tapfrer Saufbruder von seinem Ge« & selten