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Mit Hschfürstl. Hesscndarmstädtischer gnädigsten Erlaubnis
Von der Freyheit
Num. L.
Dienstag den 15. Decembr. I7jo.
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il' -..Tr Ö Opt Natur 6iit die menschliche Seele mit einem Vermögen versehen/ ii. • ji • E in ihren Handlungen sich f ich ihrem eigenen Belieben zu richten/ A da sie zu denselben weder durch eine äusserliche Gewalt/ noch durch
<<2^ ; ri<Oz einen innerlichen Zwang g^)chiget wird/ sondern ihr möglich ist s» ivobl zu thun/ was sie unterlascht / als zu unterlassen/ was sie thut. Daher überlegen wir zuvorderst die bei) uns in Vorschlag kommende Unternehmungen nach allen ihren Umständen/ wir untersuchen genau ihre Beschaffenheiten/ ihre Folgen/ die dazu erforderliche Mittel und was dergleichen mehr ist / und was uns endlich nach reiffer Prüfung das Beste zu seyn scheinet/ das Vernünftigste/ das An. genehmste/ daS Nützlichste u. s.w. zu dem entschliessen wir uns/ und das führen wir aus. Können wir nicht mit unS einig werden/ können wir nicht entscheiden/ ob eS rathsamer ist/ etwas zu thun/ yd'er es zu unterlassen; so stellen wir unterdessen unsre Handlung ein / und warten/ bis wir mit der Zeit bei) weiterer Einsicht finden/ was gut ist. Und hierin bestehet diejenige Freyheit / die unsrer Seele als eine natnr-l Irchc Eigenschaft zukommt / die den grossen Vorzug des Menschen vor den, Vieh aubinacht/ und durch dir es möglich ist/ daß der Mensch sein eigner Herr sey.
In so weit man nun sein eigener Herr ist/ in so weit man die Macht nnd das Recht hat / in seinen Handlungen sein eigenes Wohlgefallen vor seine Richtschnur zu erkennen/ und zu thun/ was einem beliebt; in so fern hat man die in moralr> scher Bedeutung genommene Freiheit; insoweit man aber nicht thun darf/ was man will/ mTon>tit mmi nach eines andern Vorschrift/ die lyan nicht übertret# Ddd ten


