BicfTct Wochen-Watt, Num. XXVHL
Dienstag dm 14. Jul, 1750.
Mit Hochfürstl. Hessendarmskädtlscher gnädigsten Erlaubniß.
Vom Lasset/ Thce und Taback.
letzten Blatte habt» wir aus Scherz versprochen/ mit der Zeit einmal eilt f <\1\ Blatt vom Caffee zu schreiben. Man halt uns aber an unser Wort/ und will/ daß wir ohne fernern Aufschub sogleich in diesem Bogen davon handeln. Weil die Sache viele Freunde hat/ so hoffen wir/ es soll Niemand verdrießlich kenn/ daß dem Verlangen hier ein Genüge gcschiehet und der Scherz in Ernst verwandelt wird. Allein wir haben nicht mehr versprochen / als einen Auszug aus den von dieser Sache in unferm Vüchervorrathe befindlichen Schriften; also wird auch dadurch unfer Wort gänzlich gehalten werden. Beym Nachsuchcn fand sich hiervon nichts/ als des berühmten Höllischen Lehrer- Herrn Ioh. G^ctl. Rrügero Gedanken vdm TKee/ Caffee und Laback/ und diese waren v-llig hinreichend. Sie gaben aber auch Gelegenheit dem Caffee zwey Gesellen beyzufugen/ so wohl weil sie mit demsel- ben in den Vorstellungen der Liebhaber genau verknüpft sind / als auch weil sie so viel nulten und schaden können / als jener immer. Denn diese- ist-/ worauf wrr hauptsächlich sehen. Wir wollen nicht nur denen einen Gefallen erzeigen / deren Willen wir 1(60 erfüllen; sondern auch aus unser- belobten Anführers Gedanken einem jeden toorÜeUen/ was er bcy dem Gebrauche eines jeden zu bedenken/ in acht zu nehmen und ru verhüten hat. Ob damit denen / die die Mässigkeit nicht lieben/ em Dienst geschieht/ wissen wir zwar nicht» das wissen wir aber/ daß dieses doch die Meinung sey. Der Caffee ist die Gelegenheit. Also soll er auch den Anfang machen.
Vor ohngefahr 100. Jahren hat man in Frankreich angefangen Caffee zu trinken/ nach dem man schon von alten Zeiten her in Aegypten sich desselben bediente. Die Lust / die Franzosen nachzuahmen/ und der sich selbst recommanpierende/ Ge- e schmaek


