Messer
Kochen-Math
Num. XLIX.
Dienstag den 8. Decembr. I7fo.
Mie Hochfürstl. Hesse,rdarmstädtrscher gnädigsten Erlaubnis
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Von -er Freundschaft.
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<1 Ml^uf dem 47tm Blatte hab.'n wir aus dm in englischer Sprache schrieben«» horis vacivis des John Halls dessen Gedanken von der Gesellschaft übersetzt / in derenfang er meldet/ wie man dieje- nigen/ womit man umgebet/ in Bekannte und Freundecintheilet/ also wolle er seine Abhandlung auch in zwei) Stücke zergliedern/ deren erstes jene und letztes diese zum Vorwmf haben solle. Das erste haben wir geliefert/ und der Inhalt muß denjeniacn, d,e mit einem guten Geschmacke versehen find/ norhmendig gefallen haben: damit also die Uebersctzung vollständig und zugleich denen gcdienet werde/ die von einer so wichtigen Sache gründliche und angenehme Gedanken lesen möchten / so folget hiemit das übrig gebliebene nach.
Die Freunde sind gleichsam ein Theil von dem Menschen selbst. Derjenige/ der einen jeden ohne Unterscheid in die Zahl derselben aufnimmt / unterwirft seine Seele den Lüsten eines jeden/ der ihm vorkommt; der Niemand davor erkennet/ schlägt ihr eins der größten Vergnügen ab/ welche sie in dieser Welt geniessen kann. Freund» schäft mir hohen Leuten hat viele Ehre/ aber wenig Sicherheit; die mit geringem Leuten har weniger Ansehen/ aber mehr Anmuth; die mit Seinesgleichen ist allezeit dem andern vorzuziehen/ wofern nicht zu befürchten ist/ daß die anfangs übereinstimmende Gedanken endlich mit ungestümm wider einander kaufen werden. Der seine Freundem der Elle wählet/ wird hernach Musse genug haben/ es zu bereuen; der |ic mit Musse aussuchet und mit Neber legung/ wird Zeit genug haben/ sich der 8 üchte seiner Weisheit zu erfreuen. Wer ihnen alle feine H-rmkichkeiten offenbaret/
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