P4 Giesser Wschen-Blabb/ Num. XL.
Mer / bi< nachmalige z) Herrn der Welt / in ihrem ftrym Staate die Würde eines I) Diktators einer Person ju erst bey. Die Norh gab Anlaß dazu / 4) als damals f) die lateinischen Völker/ welche sich alle zusammen auf Ansiiften des gewesenen römi*
r) Wenn gleich die Römer nicht über die gan$e Erde/ wie sie der alte Hübircr in ei* nem i r. Bande und fein Sohn in drev Bänden in s. beschricben/ geherrschet haben; so heissen sie doch/ wie sie sich nennetrn/ von Rechtswegen Herrn drrWelt- Auf eine solche Herrschaft gaben ihnen die alte Weissagungen den richtigsten An* fprvch. Livius L. 1. c. l6. 5c ff. Virgilms Aencid. L. t, v. 2gz. Hsratius L.
cd. 3. v. 5}. Daß sie jene wirklich erlangt/ davon jeugen ganz ausdrücklich ci«re Oran contra Rullum ad pop. c. ;j. unö pro Domo c, 90. Lucanus L. 1 .v, 160. Retroutus fatyr. c. 119. cd. Burrn, Lex 9. ff", de Leg. R'hod. Und Mehrere. Daß st- dieselbe mit Recht besessen/ beweiset Dantes -Altgheritts Monarchie L. 2. mit Der* nunftschlüssen nach aristotelischer Art gar bündig. Und wer sich erkühnen wollte/ die römischen Kayser nicht für Herrn der Welt zu halten / der ist nach dem Aus* spMche Barteli ad Leg. 24. Dig. dc captiv. & poftlim. &c. <it| Ketzer.
z) Ich sage die Würde / und nicht den Namen Es Dictators. Dieser ist über etliche hundert Jahre älter/ und schon bry den Albanern bekannt gewesen. Diony. ßus Halicar. L. s. p. 337. Ein Diktator/ welches Wort die lateinischen und griechischen Schriftsteller insgemein brauchen/ wurde vor« der« alten Magnet populi, Mei* fier oder Oberbefehlshaber des Volks/ nämlich des römischen/ Volks genemret. Seneca Epift. 108. Feftus voce Optima lex. Cicer, dc Legg. L. ). 8- H<iorus de
Orig. 9. c. 3. Wern zu Rom der Ehrenname Diktator zuerst bcygelegct werden/ ist man aus Mangel zuverläßiger Urkunden nicht im Stande zu bestimmen. Was das Wort betriff/ so ist cs von besondcrm Nachdrucke / in welchem die deutsche Sprache seines gleichen nicht hat/ und es mit einem Ausdrucke nicht geben kann. Es kömmt von diftare, vorsagm/ gebierhen her/ weil ein Diktator Aussprüche thun konnte/ Endurcheilesallete/ zu befehlen hatte / und ihm alle gehorchen missten. Dionyf. L. f. p. ; Plutarchus in Marcello. Farro de Ling. Lat. L. 4. c. 17. Es ist hier noch anzumerkcn/ daß da ich von den Dictatorn des römischen Staats rede/, ich mit den albanischen/ denen zu Karthago und in den italiämschcn Frevstädten nichts zu thun habe. Livius i. 13. Gelhus IO. 15. Liv. 13. 13. c«. cero pro Milone io. & II. Ferner habe ich auch mit dem Diktator ausdem Reichstage nicht das geringste zn schaffen. Compendiöse Beschreibung eines Reichstags pag. 40. ’
4) Folgende denkwürdige Geschichte erzählet Dr'sttysius von Halicarnassen. L. $. p. ;L6k bis 34°. ausführlich.
f) Diese Völker/ in deren Land RomuluS den riten April vor rf0l. Jahre Rom iu bauen anfieng/ ist auch besonders merkwürdiS/ weil sich von ihnen die lateml*


