von verschiedenen unntetn Gebräuchen. 7
w eines jeglichen Umständen das allerbeste ist. Die gütige Vorsorge GQttes waltet dergestalt über die Menschen und ihre Angelegenheiten, daß sie einem jeden jedesmal jutheiiet, was ihm am vorträglichsten ist, ob man es gleich nicht allemal verstehen. Also sind wir versichert, daß unser aufrichtiger Wunsch vollkommen erfüllet werden wird. Sollen wir aber noch einen, und zwarzuunsermVortheil, wie es gemeiniglich zu geschehen pfleget, hinjufügen; so wünschen wir unfern) Wochen-Blatte viele geneigte Leser.
Pnmtrfttftte. Neuigkeiten.
Am verwichenen Neujahrstag hat der abgehende Re&or magnificus Herr j wann Ludwig Alcfcld, Prufeflor Philofophiae primarius & ftipendiatorum E- phcrus Die -chemische Scepter an Se. Hochwürden den Herrn O. Reinhard Hein- Nch Rolhum, S. 5. Theologie Pi ufeflorem ordinarmm, Der Alsfel0ischen Dioeces Superintendenten U. deö hiesigen Hochlüblichen Confiltorii AlTeflorem mit gewöhnlicher Feyerlichkeit übergeben. Der abgehende Herr Reflor hielte bet; dieser Gelegenhett eine mit groser Gelehrsamkeit und vieler Belesenheit ausgezierte Rede von einigen gwssen Überschwemmungen, die vor alten Zeiten viele Länder verheeret, besonders aber von der berühmten Fluth des DeucaleonS , zöge aus den fabelhaften Erzählungen Die historische Wahrheit heraus und erklährte Die phyiicahf$e Ursachen Der traurigen Begebenheit. Der neue Herr Reftor traft fein wichtiges Amt an mit einer gleichfals so gelehrten, als erbaulichen Rede, worin die Geschichte Der wichtigen Lehre von Der Gnade von den Zeiten der Aposteln an biß auf die unsrige vorgetragen wurde.
Unser berühmter und fl.'isiger Lehrer Herr M. Heinrich Daniel Müller, blßheriger ProfeHI»r Theologin; eitraordinarius, Stadtpfarrer und Dcfinitoc wird mit nächstem unsere hohe Schule und Kii che verlassen um das ihm aufgetragenr Amt eines lnspc<^oris zu Echzel zu übernehmen.
Zu verkaufen.
Unser gelehrter Herr v. Gottlob August Ienichen hat eine kurze Abhandlung von dem Werth, Ansehen und Nutzen des Lünigifchen Corporis Juris feuda-* lis Germanici in 4to herau^gegeven, wordurch die Lanckische Buchhandlung besonders bekannt macht, daß sie dieses in r. Folianten bestehende Werk, welches sonst vor iv.Rthlr. verkauft wird, von.äato bis-Oßem >7so denen Herrn Liebhabern für 6. Rrhlr. > 6. Ggr. oder i®. Gulden zu überlassen gesonnen fetje- Der Verlegor dieses Blattes wird solches Geld gegen Schein annehmen , und treulich besorgen.
Dig< itorum (. PaiideÄarum Libri Qainquaginta , editi Norimbergae per Gre- gorinm Halo^drum, Anno 1519. in qto. ist bet) d<!M Verleger vor ir.GuldeN ZU haben. Ob gleich dasselbe nicht zum besten condiuonirt, so ist es dennoch ganz voll-


