Messer
Woche «-Watt,
Num. XVIII.
Dienstag den 5. Majl 1750.
Mir Hochfürstl. Hcsiend.rrmstäbtif'dxr gnädigstem Erlaubmff.
Vom Putze.
habet) vor kurzem das Glücke gehabt/ mit artigem und seht vernünftigem Frauenzimmer in Gesellschaft zu seyn. Di- Rede lenkte sich von den Kleidern auf das Wochenblatt/ und wir wurden ersucht/ unsre Gedanken von jenen nächstens in diesem zu offenbaren. Weil wir nun das Wort gegeben und überdieseS von den angenehmen Lehrmeistei in
nen so wohl unterrichtet worden / daß wir nicht nöthig haben mühsam nachzudenken/ sondern nur derselben eignes Gespräch ordentlich Meder zu schreiben: So geschiehst hiermit ihrem Verlangen ein Genüge/ und wir hoffen den geehrtesten Lesern werde unsre Willfährigkeit nicht unangenehm seyn; besonders da unsre Meinung gar nicht ist die Bemühungen / die man auf saubere Kleidung wendet / lächerlich durchzuziehen / und folglich den Liebhabern derselben beschwerlich zu fallen/ sondern das anständige von dem unanständigen zu unterscheiden/ und so wohl auf das weibliche als männliche Geschlecht unsre Aufmerksamkeit zu rocnhen.
Die Kleider sind hauptsächlich deswegen da/ damit sie die Blösse des LeibeS bedecken/ und ihn vor der Kälte/ Hitze und andern Beschwerlichkeiten beschützen/ neben dem aber sollen sie auch zieren und ein gutes Ansehn geben. AuS dieser ihrer Absicht lässet sich ein vernünftiges Urtheil von ihnen fällen/ und man kann daraus ent.
S "scheiden/


