Dienstag den Aten Aug. i7fo.
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feuchten Wmter/gleich darauf erfolgten Wärme und abwächselnden Nässe endlich ein« mal zu sehen bekommen. Ferner erzählet er/ daß er vonSal- und andern Weiden Blumen abbrechen lassen/ die sowohl aus dem Herzen als oben an den Zweigen hervorgewachsen/ unter welchen von der Rosen Art drei) gefüllte auf etwas kleines Stengeln beysammen waren/ da dieeinzelkt und besonders die einfache etwas lange haben- Sie verblühen/ wie die meisten Wasserblumen/ gar bald/ und verdorren gleich/wenn man sie nicht ins Wasser stellt / halten sich aber auch darin nicht über die» bis vier Tage, da ihre Blätter zwar nicht abfallen / wie die Rosen/ sonderii feste auf ihren untern Knöpfgen stehen bleiben und braun iverden. Er hat zu weitern Entdeckungen einige verborgene Stöcke ausftmdig gemacht/ uni zu sehen wie sich die Rosen und die CTcU ken verhalten/ wenn sie auf dem Stocke verblühen / und was daraus wird. Die Rosen selbst hält er unterdessen vor die männliche Blume/ die ihre Rärzgen mir Um befruchtenden Staube; die Nelken aber mit Den schmalen und krausen Blättern vor d,e weibliche Blume/ dir ihren Gaamen und Flaum hervordriugen wird- Auf einfache und gefüllte/ besonders wenn er sie auf einem Stocke zugleich fände/ will er besonders acht haben/ und vermuthet/ daß dielgesullte/ wie sonst auch gemeiniglich/ nichts weiters zeugen iverden. Sollte überhaupt keine Blume etwas tragen/ so glau» bet er / daß das ganze Gewächs seinen Ursprung von der Benagung und dem (Stiebe gewisser Jnseckten hat/welche uns der Erfahrung nach/ mannichfach an Den Baumen und Pflanzen durch Den ausschiessenden Saft / Blumen und Gewächse liefern/ Die leidigen sonst nicht eigen und natürlich / auch öfters sehr rar und seltsam sind-
Zur Genealogie gehörig.
Fürstliche und Gräfliche Personen / so verstorben-
Den i z ten Merz ist die Durchlaucht.Fürstin und Frau Christiana Sophia/ver« witwete Jü' stin von Schwartzburg/ gebohrne Fürstin von OsbFrießland zu Rudolstadt mit Tod abgegangen. Diese ruhma ürdige Prinzeßin/ welche nach dem Absterben ihres Durchlaucht. Gemahls indem Wutunbshofe die Christenruhe genannt/ in ruhiger Eiw samkeit lebte und Den Amren grosse Wohlthaten erwiesen/ warben i6ten Mer; irn Jahr 1688. gebohren und wurde im Jahr 1744. durch das Absterben ihres Gemahls/ Herrn Friedrich Antons Hockfürsiliche Durchlaucht in den Witwenstand versetzet.
Den igten Merz ist Frau Carolina verwitwete Gräfin von Kufstein/ gebohrne Gräfin von Qvcstcnberg im ;Lten Jahr ihres Alters ve-schieden.
Dm z9fen Merz bat Herr Graf Ludwig Moritz zu Asmburg und Büdingen Hrn. Wdlbelm Moritz Grafen zu Nftnburg und Büdingen ältester Hr-Sohn/ (Sapitam unter den Oberrheinischen Krailchuppen im rrten Jahr seines Alters zu Phi- lippseich dieses Zeitliche gesegnet.
Dm 1-ten April i|t die Gemahlin Herrn Frantz Ludwigs/ Reichs - Grafen von


