Ausgabe 
3.2.1750
 
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Nttffrr Wochcil-Wlittk, 61 v'

Nurn. V.

Dienstag den z. Februarii 1750.

i Beschluß der auö dem Französischen übersetzten Rede

3- Barbcyracs von der Zulassung der Gesetzen.

. soll ich aber anfangen ? Wen fbt ich anretzen 2 So Sie­le verschißene BÄrer stellen sich meiner Einbildungskraft haufenweise vor, v-asi ich nicht weis, was ich erwählen soll. Wir wollen nehmen, was uns uon ungefähr zu erst kämmt. Ihr, die ich vergessen, oder nm Fleis zurück! lassen werde, ihr möget nun seyn, wer ihr wollet - ler­

net an dem, was ich andern sage, die rechte Bedeutung eines Worts verstehen, woran euch nicht weniger gelegen ist , einen richtigen Begriff davon zu haben.

Was sich mr zu erst vorstellet, ist jener eitele Mensch / welcher dabey allzeit an« derer Augen auf sich zu ziehen sucht. Ich sehe an ihm seines gleichen. Ihr Ehrgeitzi- gen/ es ist euch also erlaubt/ nichts als zu hoch für euch anzulehen/ euch mit dem grö- strn Eifer um die nichtswürdigsten Kennzeichen des Vorzugs zu bewerben/ und aller- ley Kunstgriffe anzuwcnden / um einen Endzweck zu erreichen. Ihr Geitzigen cs «st euch erlaubt / auS eurem Gelds eurev Abgott zu machen/ und euch durch List und Betrüge- rcvcn/ welche so fein sind/ daß sie nicht entdeckt / oder von den Gesetzen nickt gestraft werden können/ zu bereichern. Ihr Wollüstigen/ es ist euch erlaubt/ als Stutzer zu leben/ und euren Lüsten alles/ so viel in eurem Vermögen stehet/ ohne euch vor dem öffentlichen Schimpfe zu fürchten / aufzuopfern. Ihr/ die ihr in Bedienung urch in Ansehen stehet/ eöist euch erlaubt/ eure Stimme den umvurdrgm zu geben/ und