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Dienstag den rren 3un, i?fo?

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Da wir schliessen wollen / fallet uns noch dieses bey I daß sonst aufrichtige teuft sich öfters ein Vergnügen daraus machen / andern / wie man zu sagen pfleget/ einen Baren anzubinden/ und sich über den Mangel des Verstandes freuen / wenn sie sehen/ daß sie Glauben finden. Wir wollen uns nicht darin einlassen/ ob es eine vernünftige und billige Freude ist über die Schwachheit des Nächsten. Denn da je­de! man es vor ungeziemend hält/ sich über des andern Leibesgebrechen aufzuhalten/ wie kann es sich schicken / über die Seelengebrechen andrer zu spotten ? Hat jemand wehr Einsicht als der andre/ so hat er wohl Ursache/ G-OTT dafür zu danken; denn von dem hat er alles und nichts von sich: aber den andern / den GOtt nicht so reichlich bedacht hat/ deswegen zu verhöhnen / ist in der That thöricht. Ueberdie- ses ist es gar keine Kunst einem ehrlichen Menschen / der keinen Betrug vermuthet/ etwas auftubrenuen / wenn es an sich nicht unmöglich ist / sondern geschehen kann. Denn um so etwas zu glauben braucht man nicht dumm zu seyn/ sondern nur den/ der eS erzählet / vor aufrichtiger zu halten / als er ist. Wenn man also die ganze Sache beym Lichte bestehet / so gründet sich alles Vergnügen darauf/ daß man bey sich selbst denken muß: Was hab ich doch vor einen unachtsamen Menschen vor mir / der da glaubt / ich sey ehrlich/ da ich doch ein Betrüger bin.

Natur, Geschichte.

Man hat nicht alleine in hiesiger Nachbarschaft sondern auch über dem Rhein bey Worms/ wahrgenommen/ daß sowohl auf Weiden als Eichbäumen/ eine Blute/ in Forni einer Heckenrosen sich geäussert/ welche nachdem« sie etliche Tage also gestan­den / ganz schwarz worden und abgefallen. Der gemeine Mann/ macht daraus schon allerband Vorbedeutungen und will ein allgemeines Sterben daraus verkündigen. Ohne Zweifel aber wird eS damit beschaffen seyn / wie mit den Erdbeben m Engel­land. Denn wir haben kürzlich in denen öffentlichen Zeitungen Gericht erhalten/ wie in Londe», ein Gardereuter ein starkes Erdbeben in vorigem April dieses ^ahreS voraus sagen wollen / durch dessen heftige Erschütterung die ganze Stadt Londen und umliegmde Orte völlig zu Grunde geben würden. Die Prophezeyung hat sowohl Hobe aw Niedrige und viele der reichsten Famillen/ worunter grosse Lords und Bischöste/ in solche Furcht gefetzt/ daß sie sich mitsamt ihren beweglichen Habschaften und Relchthu« wem sowohl auf das platte Land als auch einige gar austel Landes nach Holland entfernt/ um di.ser Gefahr zu entgehen. E-nige leichtgläubige haben beweisen wollens daß cs seine Richtigkeit habe / weil cs schon der berühmte Newton m seinen Schuften viele °tabre voraus gemeldet haben sollte. Wie man aber/ darinnen nachgesehen/ fände sich nicht das mindeste. Man fiel also endlich darauf / eS möchte etwa m seinen MSpten davon zu finden seyn, Die König!. Regierung aber hat gleich die­sen Gardereuter nebst seinen Anhängern in daS Tollhauß setzen lassen / um diesem Unheil abzuwarten ; die entflohenen sind mit grossem Spott wieder jurmk g kom- mm/ und dasiae Wochenblätter haben sich tumöftem auf Rechnung dieser Fluchtigen brav lustig gemacht.