Einzelbild herunterladen

Dienstag den iten Gcpd. i7fo.

»77

war» man muste durch eine Art der Entzückung in das Buch der Vorsicht sehen/ und die Genii selbst wurden von den rechren Meillern in der Kunst mit in das Spiel ge­zogen. Durch welche wunderliche Einfälle muß nicht der erste Erfinder durchgegan- gen seyn/ bis er diese edle Erfindung an das Tageslicht gebracht? Man kann einiger massen davon urtheilcn/ wenn man siehet/ wie die christliche Liebhaber/ denen alle Zei- chendeurerey verbotten ist/selbst aus Der Bibel ihre Richtigkeit erweisen wollen. Im 25iicb der Weisheit Lap vni. 8. siebet nämlich: begehret einer viel Dmg zu wis­sen/ so kann'sie ( die Weisheit) errathen/ beyde was vergangen und zukünftig ist. Sie verstehet sich auf verdeckte Wort und weis die Rätzel aufzulösen/ Zeichen und Wunder weis sie zuvor / und wie es zu Zeiten und Stunden ergehen soll. Daraus soll folgen/ daß die Punclirkunst richtig ist. Die Art des Schlusses aber/ wodurch eine so unerwartete Folge aus einem gar nicht hierher gehör enden Spruche gezogen wird/ muß oknfehlbar unter die verlohrnen Künste gehören. Was für Sachen sucht man nichr in Der Bibel? Der eine will daraus wahrsagen/ Der anDre will Gold daraus machen / und der drille noch andre Dinge daraus erfinden lernen. Die Kunst fromm zu leben und selig zu sterben ist fast das einzige/ dem zu lieb Niemand darin zu lesen sich die Zeit nehmen mag. , .

Man hätte jetzo gute Gelegenheit von der alten Wei,e aus dem Flug der Vögel/ aus den Eingeweiden der Thieren und allerley andern dergleichen wohl auSge- fuchl.n Dingen artige Erzählungen anzubringen. Da man aber den Ungrund solcher vermeinten Wissenschaften schon vor alters eingesehen / daß selbst kluge Leute/ deren Ukwtänve erforderten sich auch darauf zu legen/ihre Verwunderung an Den Tag legten/ daß nicht ei« dergleichen erwähnter Wahrsager lachen muste/.wenn er den andern .ansa- he; heut zu Tage aber gar Niemand mehr damit sich beschäftiget/ so gehen wir die­selbe ,n^^^§ro?nantk aber findet noch hin und wieder ihre Liebhaber und verdient folaliä) eher/ daß ihrer Erwähnung geschehe. GOtt hat nämlich vielerley Limen tn die Hände der Menschen gesetzt/ deren Nutzen darin bestehet/daß. sich die innere-Haut beamm in Falten leget / wenn man die Hände zuschließt. Diese Limen sind'beydem einen anders/ als bei) Dem andern/ und dieser Umstand war hinreichend eine grosse Aufmerksamkeit bei) Leuten zu erwecken/ Die erstlich Den wahren Gebrauch derselben mcht wawnebmen/ zwentens in allen Dingen Geheimnisse suchen/

em Merkmal des Zukünftigen im Gegenwärtigen anzutreffen. Mehr war nichts- tliia'ünd man erneuere sich den Sä/lüssel des Veihmignisscs so gewls in den Fausten ur haben man svannete demnach die Kräfte seiner Emhildung an/ gab einem ieden Striche"seine Bedeutung/ mtbeilte aus dessen Länge/ Breite/ Tieft/Krumme/Vor- ^ppduflfl/ Durchschneidung durch Puncre und Querstriche und andern dergleEtt Veschaffmheittn / wie ein Mensch inwendig und auswendig «n Leibe und in der See­le beschaffen sei); und was ihm im Leben und im.Tode wiederfahren werde/ und^caS war Denn Die berühmte Knust / die mgn Chiromantie nennet» Um ihre Grünee st h

Mm i 1