Ausgabe 
1.1.1750 I
 
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Erste Probe.

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arössem Kräften kommen lässet ? Hat man ftch wieder die blosse Lust an falsche« Reden nicht erwehren können , wie wird man der Gewohnheit zu Lügen wieder» stehen?

Meine Absicht ist nicht, den Leser mit Gründen zu ermüden , sondern zu erbauen» Deßwegen will ich eS hierbei) bewenden lassen, ob ich gleich noch vie­les zu sagen hätte. Damit aber nicht ein schembahrer Einwurf alle meine Mühe vereytele; so muß ich ihn auch vor dem Schluß beantworten. Man könnte sa- gen, es feye gar zu fthrvehr und fast umuogücb dergestalt auf alle Tricre und Schritte acht zu geben Man wisse aber zuforderst , daß von dergleichen Klagen der Weichlingen, die von der Schwürigkeit hergenommm sind , durch­aus nicht viel zu halten. Es ist manches schwehr, es muß aber doch geschehen. Was hier gesagt worden erfordert GOttes Befehl, der Natur-Trieb , des toe* wissens Ruhe; es muß also seyn , es mag schwehr oder leicht seyn. Die Men­schen haben hohe Einbildungen von sich selbst, ein jeder ist nach seinerMeynung klüger als die andere , tugendhafter als Die andere u. s. w. Wenn du Denn so geschickt bist, so zeige deine .Mun|t am schwehren , das leichte kan ein jeder. Es ist auch überd.ß nicht so sehr arg , als man es machet. Man gewöhne sich an , nichts in der Erste, sondern alles mit Bedacht und Überlegung zu thun ; man denke erst, und rede oder handle alsdenn ; so wird die durch beständige Übung endlich zu er> ha tende Fertigkeit, gutes und böses zu unterscheiden , sich zuletzt auf Die geringste Kleinigkeiten erstrecken.

Bey dem Verleger sind settdrr einem Jahr

folgende Schrrffren heraus gekommen.

Heßisches Heb «Opfer ibeolozifcher und kkilutvpbischer Anmerkungen. 4r. 4$. 44tes Stück. 8VO 8. fr.

Auszug unD Kern D-r Heil. Schrift alten Testaments, darinnen die Haupt- Sachen aller Bücher und Capitel in einem Zusammenhang , wie auch der ganze Psalter sorgfältig ve-ftsset ist , von Job. Hemrkh Gruiemann mit einer Vorrede Herrn D. loh. Hermann Benners, iivo. 1748. jv. fr.

lohann Hermann Benner Herrnhuterey in ihrer Schalfheit ;ter u. 4ter Theil. 8vo. 1748- 1749. rf. fr*

Unterschiedene Ursachen, warum die so betitulte kurzgefaßte Wiederlegung der Hessen-Darmstädtischen sogenannten lnkormarion das dem Fürstl. Haus Hes­sen >Cassel im Westphälischen Friedens-Schluß zugestandene Wiederauswechs- lungs'Oder Einlösungs und Umtauschungs Recht des Amrs Braubach und Kirch- ^ielsCatzenEllnbogen betr. vor allzukurz gefaßtzubalten seyn Mächte, fU 748- 8.fr, Beurkundeter Rechts-Beweiß Der dem Hochfürstl. Hauß Hessen-Darm­stadt in dem Gärst. Hohen-Solmssschen sogeannnten Ober-Amt.Solms zustän­digen