dche,ανα, Megtehiungen, wenge die Oevclliglell Slaaten veran⸗ Iaßten, die Forderungen zu stellen. 5 New York, 24. Dez. In Besprechung der zweiten Ancouga⸗Note der Vereinigten Staaten heben die amerikani⸗ schen Blätter nrit Nachdruck hervor, daß sie die letzte Stellung⸗ nahme Washingtons bedeutet und daß die Entscheidung nunmehr bei Oesterreich⸗Ungarn liegt. Die New Yorker Staats⸗ zeitung weist in einem englischen Artikel auf den Wunsch hin, der in der Note betont wird, die friedlichen Beziehungen aufrecht⸗ zuerhalten, und sagt: Das amerikanische Volk kann nur allgemein hoffen, daß der in Wien offen gelassene Weg eingeschlagen werden d. Ein beklagenswertes Ereignis als einen Krieg zwischen Oesterreich⸗Ungarn und Amerika, der vielleicht Deutschland in den Streit hineinziehen würde, könnte man sich kaum vorstellen. New Pork Herald sagt: Die Note ist nicht eine Botschaft an Oesterreich⸗Ungarn allein, sondern an die ganze Welt. „5
Der deutsch⸗österreichisch⸗ungarische Zusammenschluß. 8 Wien, 24. Dez. Dieser Tage hat eine aus mehreren Professoren der Wiener Hochschulen bestehende Deputation bei dem Ministerpräsidenten, dem Unterrichtsminister, dem Minister des Innern, dem Handelsminister und dem Minister des Aeußern vorgesprochen, um eine von 855 deutschen Hochschullehrern Oesterreichs unterzeichnete Er⸗ klärung zu überreichen, in der es heißt: 5
Die Unterzeichneten haben nach reiflicher Erwägung und eingehender Beratung der mit der Neuordnung nach dem Kriege zusammenhängenden Fragen die Ueberzeugung ge⸗ wonnen, daß ein enger unddauernder wirtschaft⸗ licher Zusammenschluß Oesterreich⸗Ungarns mit dem Deutschen Reiche durch eine möglichst weit⸗ gehende Annäherung und durch gemeinschaftliches Auftreten nach außen geboten erscheint, und zwar derart, daß daraus 57 dauernde Interessengemeinschaft hervor⸗ geht.
Diese Erklärung ist von einem Begleitschreiben des Initiativkomitees eingeleitet, in dem es heißt: 5
Die deutschen Hochschullehrer Oesterreichs waren bei der Erwägung der Neugestaltung der Verhältnisse nach Friedens⸗ schluß allgemein davon überzeugt, daß die Neuordnung auf jene Kräfte zu stützen sei, die unser Vaterland vor dem Antergang zu bewahren vermochten und unter welchen das innige und verständnisvolle Zusammenwirken Oesterreich⸗ Ungarns und des Deutschen Reiches als entscheidend und unersetzlich sich erwies. Zur Sicherung des Errungenen ist die Erhaltung und Ausgestaltung dieses Zusammenwirkens erforderlich und bei Wahrung der Selbständigkeit der be⸗ teiligten Staaten auch möglich. Die wirtschaftlichen Fragen können für die weitere Sicherung und Festigung der poli⸗ tischen und kulturellen Beziehungen die Grundlage schaffen.
* 15 Diese Kundgebung ist ein bedeutsames Merkmal der Ueberzeu⸗ gungen, die in den intellektuellen Schichten verbreitet sind und sich immer mehr vertiefen. Sie wird ein weiterer Anstoß sein, die Regierungen zu veranlassen, die aus dem Kriege sich ergebenden wirtschaftlichen Folgerungen zu ziehen und durch Gemeinschaft
ochschullehrern tauchte vor kurzem Hochschullehrer zur Frage des
und
den der Vereinigung Deutscher Hoch⸗ besprochen. Diese Diskussionsabende, in denen auch f Naumann sprach, trugen dazu bei, den Gedanken in weiteren Kreisen der Hochschullehrer Wurzel fassen zu lassen. Es bildete sich ein privates Komitee von Hochschullehrern, das die Formulierung der Erklärung und die Sammlung von Unter⸗ schriften übernahm und sie in kaum sechs Wochen durchführte. Die überwiegende Mehrheit der österreichischen Hochschullehrer— man dann von einem einstimmigen Votum sprechen— hat sich der Erklärung angeschlossen. Gegen neunhundert Herren haben i ebung unterschrieben, die übrigen waren infolge der micht zur erreichen.
0* Die bisherigen englischen Verluste.
London, 24. Dez. Amtlich wird mitgeteilt, daß die Verluste der Briten auf allen Kriegsschauplätzen bis zum 9. Dezember betrugen: an Mannschaften 119 923 tot, 338 758 verwundet, 69 546 vermißt, an Offizieren 7367 tot, 13 365 verwundet, 2149 vermißt.
„„
Türkische Berichte. Konstantinopel, 24. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellenfront. Artillerie⸗, Infanterie⸗ und Bombenkampf mit Unterbrechungen.
erzielte gute Wirkungen gegen feindliche Truppen, die mit Ver⸗ schanzungsarbeiten beschäftigt waren, und zerstörte einen Teil der feindlichen Gräben. Am 22. Dezember näherte sich ein feindliches Torpedoboot den Gewässern von Ari Burnu, warf einige Granaten ohne Erfolg und zog sich dann zurück. Einige unserer Batterien in der Meerenge beschossen gestern bei Sedd⸗ül⸗Bahr die Ausschiffungs⸗ stellen von Tekke⸗Burnu und die benachbarten Boots hüufer. Sie verhinderten dadurch die Beförderung von Truppen, zerstörten sieben Schuppen und versenkten zwei beladene Boote. Die Zahl der bei Anaforta und Ari Burnu dem Feinde abgenommenen Geschütze hat sich auf 10 erhöht, und zwar 8 schwere und 2 Feldgeschütze. Eine Station für drahtlose Telegraphie fiel gleich⸗ falls in unsere Hände. Am 21. Dezember nahmen wir aus den zahlreichen an der Kitste gestrandeten Booten alles Verwendbare und zerstörten sodann die Boote.— Sonst nichts Neues. 5 Konstantinopel, 26. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Irakfront macht die Umfaffungsbe wegung gegenüber dem bei Kut⸗el⸗Amara bedrüngten Feind von allen Seiten erfolgreiche Fortschritte. Die Be⸗ schießung der Stellung und der Vorräte des Feindes in Kut⸗el⸗ Amara hat gute Ergebnisse.— An der Kaukasusfront nichts Wesentliches, außer schwachem Feuergefecht.— An der Darda⸗ nellenfront hat unsere Artillerie am 24. Dezember vor⸗ mittags einen feindlichen Kreuzer, der sich dem Meerbusen von Saros zu nähern versuchte, dreimal getroffen, so daß der Kreuzer sich entfernte. Als am Nachmittage ein Kreuzer und ein Torpedoboot einige Granaten auf Kiretsch⸗Tepe, Buschuk Fomikli und Ari⸗Burnu warfen, traf unsere Artillerie einmal das Torpedoboot. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr beschoß unsere Artillerie die feindlichen Schützengräben vor unserem linken Flügel und richtete erheblichen Schaden an. Ein feindliches Flugzeug, bas wir bei Bir⸗el⸗Sabe herabgeschossen haben, wird nach emnigen Ausbesserungen von uns verwendet werden. Der Flugzeug⸗ führer wurde lebend gesangen genommen; es ist der französische
Unsere Artillerie brachte drei feindliche Batterien zum Schweigen, L
Italien und OGriechcaln-o.
Athen, 26. 5(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Griechenland beauftragte seinen Gesandten in Rom, bei der italienischen Regierung einen freundschaft⸗ lichen Schritt zu unternehmen, um Umfang und Ziel der italienischen Unternehmung bei Valona kennen zu lernen. Die italienische Regierung gab die besten Versicherungen ab und erbat sogar die Mitwirkung Grie⸗ chenlands, um das begonnene Werk zu einem guten Ende zu führen. Nach Blättermeldungen werden die Verhand⸗ lungen zwischen beiden Regierungen fortgesetzt. Es besteht Einigkeit darüber, daß die bis zum heutigen Tage von. Griechenland in der Gegend von Valona erworbenen Lan⸗ desteile sichergestellt werden müßten.
Die griechische Regierung gegen die Landung von Ententetruppen in Kawala.
Sofia, 27. Dez. Bei der Eröffnung der Sobranje am Montag werden sämtliche Parteien die vorgelegten Gesetze ohne Debatte annehmen, die die Regierung unterstützt. Vor der Kammereröffnung werden die Parteien gesondert kleine Beratun⸗ gen abhalten. Der Führer der Agrarpartei, Dimitrow, be⸗ fragte Radoslawow Küber die Lage, um seine Kollegen ent⸗ sprechend unterrichten zu können. Radoslawow erklärte dem Ab⸗ geordneten, nach den Informationen, welche die bulgarische Re⸗ gierung erhalten habe, werde das griechische Kabinett die Lan⸗ dung der Ententetruppen in Kawala nicht zu⸗ lassen. Diesen Beschluß habe die griechische Regierung den Vertretern der Ententemächte in Athen mitgeteilt. Die Be⸗ ziehungen Bulgariens zu Rumänien seien zufriedenstellend.
Griechisch⸗bulgarischer Zwischenfall.
WB Sofia, 23. Dez.(Von dem Privatkorrespondenten
des 5 Ein griechisch⸗bulgarischer Zwischen⸗ fall hat hier lebhaftes Bedauern hervorgerufen, da die bul⸗ garische Regierung bereits früher zu verschiedenen Malen bewies, daß sie gute Beziehungen zu Griechenland zu unterhalten wünscht. Die nähere Prüfung des Vorganges durch die bulgarischen Be⸗ hörden hat zweifelsfrei ergeben, daß keine Verletzung des griechischen Gebietes vorliegt. Das Verhalten der bul⸗ garischen Truppen war durchaus korrekt. Die hiesigen politischen Kreise glauben, daß durch die Aufklärungen, die die bulgarische Regierung der griechischen gegeben hat, der Zwischenfall erledigt ist und keine Trübung des bisherigen guten Verhältnisses beider Staaten sich ergeben wird. Der Zdischenfall entstand dadurch, daß bulgarische Truppen, die auf der Verfolgung der Serben das Westufer des Ochrida⸗ Sees von Norden nach Süden entlang marschierten, bei der Annäherung an Pogradetz, das am Südufer des Sees auf al⸗ banischem Gebiet liegt, von griechischen Truppen, von deren Anwesenheit sie keine Kenntnis hatten, mit Gewehr⸗ schüssen empfangen wurden. Die griechischen Soldaten, die von den Bulgaren gefangen genommen wurden, wurden von diesen wie Freunde behandelt und die Verwundeten wurden gut ge⸗ 2 5 was von dem Kommandanten des griechischen Postens in Leschnitze in einem Brief an den bulgarischen Befehlshaber bestätigt worden ist. Der Kommandant von Leschnitza hat ferner in diesem Briefe zugegeben, daß die Verantwortung für den Zu⸗ sammenstoß auf die griechischen Truppen zurückfällt. Als Beweis ihrer freundschaftlichen Gesinnung gab die bulgarische Regierung der griechischen bekannt, daß sie die Weisung zur Vermeidung derartiger Zwischenfälle von neuem eingeschärft bat.
Auffindung wichtiger serbischer Dokumente.
Sofia, 24. 112 75(WTB. erbischen Einem Blatte zufolge sind im Palais des serbischen ronfolgers lexander in Nisch zahlreiche wichtige Dokumente gefunden worden, darunter der umfangreiche Briefwechsel Alexanders mit gekrönte Häuptern, ferner einige Hand⸗ schreiben des Zaren. Unter den letzteren befindet sich ein Handschreiben, das die serbisch⸗bulgarischen Beziehungen und die Verhandlungen Bulgariens mit den Ententemächten betrifft. Die gefundenen Briefe, deren Zahl etwa 500 be⸗ trägt, sollen interessante Streiflichter auf die Rolle Ser⸗ biens vor Ausbruch des Weltkrieges sowie auch vor Beginn des serbisch⸗bulgarischen Krieges des Jahres 1913 werfen.
Die deutschen Gefangenen in Rußland.
Berlin, 26. Dez. Die Versorgung unserer Hrregsge⸗ fangenen in Sibirien, die von den deutschen Vereinen vom Roten Kreuz in Gemeinschaft mit den Organisationen der„Hilfe für kriegsgefangene Deutsche“, insbesondere deren Ausschüssen in Hamburg und Frankfurt a. M.— gegenwärtig in großem Maß⸗ stab durchgeführt wird, nimmt einen erfreulichen Fortgang. Drei ganze Züge mit Liebesgaben(warmes Unterzeug und Gebrauchs⸗ gegenstände, Uniformen, Decken und Stiefel) sind in Westsibirien, im wesentlichen nach Anordnungen der die russischen Lager be⸗ reisenden deutschen Schwestern vom Roten Kreuz von Irkutsk, Omsk, Tobolsk und Tjumen 3 verteilt worden. Nach Mit⸗ teilungen des schwedischen Roten Kreuzes, das den Transport der
überwacht, hat ein vierter Zug am 9. Dezember Perm auf dem Wege nach Transbaikalien passiert; sein Inhalt wird voraussicht⸗ lich von Stretjensk aus zur Verteilung gelangen. Ein fünfter Zug ist am 7. Dezember von Petersburg abgegangen und ein weiterer Zug wurde am 11. Dezember im finnischen Hafen Mäntyluoto be⸗ laden Es darf also angenommen werden, daß die große Mehrzahl der Kriegsgefangenen bis zu Weihnachten in den Besitz der Liebesgaben aus der Heimat gelangt ist. Für die in Rußland zurückgehaltene deutsche Zivilbevölkerung sorgen neben den Reichsbehörden ebenfalls die vorerwähnten Wohlfahrtsver⸗ einigungen; auch der Verein für das Deutschtum im Ausland hat vor kurzem dem Zentralkomitee der Deutschen Vereine vom Roten Kreuz für diesen Zweck 20000 Mark überwiesen. Eine umfassende Hilfe tut diesen Gefangenen um so mehr not, als die russische Re⸗ gierung es ablehnt, die f Kriegsgefangene geltenden internatio⸗ nalen Bestimmungen auf sie anzuwenden. ö
Weihnachtsbotschaft des Papstes.
(WTB.) Rom, 25. Dez.(Nichtamtl.) Meldung der„Agenzia Stefani“: Der Papst hob in sseiner Antwortrede auf die Adresse des Dekans des Kollegiums der Kardinäle zunächst hervor, daß auch in diesem Jahr eine trübe Wolke die glückselige Weih⸗ nachtszeit verhülle. In der Tat, sagte der Papst, wenn wir unsere Blicke nach benachbarten und fernen Gegenden wenden, sind wir von dem Anblick dieser Menschenschlächterei er⸗ schüttert. Und wenn wir im vergangenen Jahre unter ähn⸗ lichen Umständen die Ausdehnung der Wirkungen des furchtbaren Streites bedauerten, so müssen wir heute diemaßlose Hart⸗ näckigkeit beklagen, die durch mörderische Vorkommnisse noch verschlimmert wird, welche aus der Erde ein Hospital und ein
haus gemacht und den anscheinenden Fortschritt der Zivilisation in eine Rückkehr zum Antiklerikalismus umgewan⸗ delt haben. Der Papst fügte hinzu, daß er mit wohlwollendem und väterlichem Geiste die Wünsche des heiligen Kollegiums für eine weniger unheilvolle Zukunft für den Papst, die Kirche und die Gesellschaft entgegennehme. Er empfange sie umso freudiger, als er den Wert der Gebete erkenne, welche das heilige Kollegium während des Wütens des Sturmes an jenen richte, der allein den Sturm beschwören könne Wie oft, fuhr der Papst fort, haben wir uns während unseres Pontifikats mit unserem Herzen zum Gebete als dem einzigen Heil geflüchtet. Als wir im Augenblicke der größten Erschütterung der Weltgeschichte
Hauptmann de Cepon. Der andere Insasse, der englische Leut⸗ naut Lin tscher, ist tot.
. 15 55 ur e der Kirche berufen wurden, gaben wir uns ssanng hin, un⸗ 1 väterlicher Wille nicht ohne Frucht für 1 unglück⸗
))
iebesgaben in Rußland leitet und die ordnungsgemäße Verteilung 5
lichen Kleuder bleiben wecoe. Letoer aber war bies vergeblich. Wah⸗ rend 16 Monaten fest in der Verfolgung unseres barmherzigen Zieles ausharren, sahen wir, daß unsere Tätigkeit zum größten Teile unfruchtbar blieb, und obgleich unsere Stimme sich vornahm, nicht zu schweigen, bis sie einen Widerhall in weniger harten Herzen gefunden, sahen wir, wie sie allzu häu⸗ fig ins Leere fiel, vor clamantis in deserto. Jeder Wille, jede Ab⸗ sicht, jedes Ideal zerbrach im Gegenteil an widrigen Umständen, und auch in dieser Hinsicht muß man erkennen, daß wir weng oder nichts vermocht haben. Gleichwohl ist unsere Zuversicht nicht erschüttert. Wir hegen im Herzen als Apostel der Völker eine große Hoffnung. Gegen alles menschliche Hoffen stellen wir unsere uversicht nur auf Gott. 0
Emmichs letzter Gang.
Hannover, 25. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Dem toren Helden von Lüttich, General v. Emmich, wurde heute von der Stadt Hannover, deren jüngster Ehrenbürger er war, ein prunkvolles Begräbnis bereitet. In der Kuppelhalle des neuen Rathauses, wo der Sarg inmitten einer prächtigen Trauerdekoration aufgebahrt war, versammelte sich um die Mittagsstunde ein großes Trauergefolge. Der Großherzog von Oldenburg, Herzog Ernst August und die Herzogin Viktoria Luise von Braunschweig waren persönlich erschienen. Als Vertreter des Kaisers legte General von Linde⸗Suden einen mit weißen Rosen geschmückten Lor⸗ beerkranz nieder. Der Sarg war ferner mit Kranzspenden von dem König von Sachsen, dem König von Württemberg, dem Großherzog von Oldenburg, dem Herzog und der Her⸗ ogin von Braunschweig, dem Prinzen Heinrich und dem
inzen Waldemar von Preußen, dem Erz 9 Friedrich von Oesterreich, vom 10. Armeekorps, von den einzelnen
Regimentern, sowie von der Stadt Hannover und zahlreichen anderen Behörden und vielen einzelnen Persönlichkeiten We Unter dem Geläute sämtlicher Kir locken
ewegte sich der Leichenzug, dem die zur Le parade
befohlenen Truppen voranmarschierten, durch die von einer nach vielen Tausenden zählenden Menge besetzten Straßen der Stadt nach dem Aegensader Friedhof, wo die Stadt ihrem Ehrenbürger ein Ehrengrab bereitet hatte. Der Geistliche sprach et und Segen und die alve don⸗ nerte über das Grab als letzter Gruß für den tapferen General, der nach ruhmvollem Kampfe für das Vaterland die letzte Ruhestätte in heimatlicher Erde gefunden hat. 1 2 5* 5 1 Deutschlands und Frankreichs Eisenbahnen.
Paris, 25. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Das„Journal“ bespricht die Krisis im 1 Wagen verkehr infolge des sehr großen Wagenmangels, der teils durch die Wegnahme von 50 000 Wagen durch die Deutschen, teils durch die Er⸗ höhung des Verkehrs mit im Auslande gekauften Rohstoffen be⸗ dingt sei und eine allgemeine Lebensteuerung im folge habe. Das Blatt verlangt zur Verbesserung des Eisen⸗ bahnverkehrs eine teilweise und allmählich zunehmende Wieder⸗ einstellung gelernter Spezialarbeiter, da diese, besonders die jüng⸗ sten und leistungsfähigsten, eingezogen und an der Front sind. . Schlusse weist der Aufsatz darauf hin, daß in Deutsch⸗ and das Eisenbahnpersonal unberührt gelassen wurde, weshalb die deutschen Eisenbahnen ihre anf aber e erfül⸗ len, während es in Frankreich auf allen Linien bis zum Jahr⸗ gange 1909 und auf den Staatsbahnen sogar bis zum Jahrgau⸗g 1905 einschließlich zu den Waffen gerufen worden ist.
Frankreichs Stimmungskrise.
Paris, 26. Dez. Im Anschluß an die Enthülrungen Simyans im französischen Parlament über die Betrügereien und Unterschlagungen bei Heereslieserungen, Enthüllungen, die im Parlament und in der Presse ein weites o fanden, bringt „L' Eclair“ vom 18. folgende bewegliche Montor⸗ gueils:„Ist die Zeit vorbei, da man uns nur Erbauliches erzählen konnte? Ein epischer Hauch dur damals alle Be⸗ richte. Das Erhabene war Gemeingut. Es schien nur noch recht⸗ schaffene, wackere Männer zu geben. Der heroische Wind von der Front her hatte alle Sümpfe Wir atmeten die Luft einer gereinigten sozialen Atmosphäre.— Kurz war die Freude. Der irdische Mensch ist wiedererschienen in einigen seiner schlimm⸗ sten Abartungen, sich abzeichnend vom Hintergrund des Helden⸗
gedichts, das unsere Soldaten aus ihrem Heldenmut gewoben haben. Der a die gewohnte Bande der Schwindler Ausbeuter, Nutznießer hervorgebracht Das Vaterland
ruft um Hülfe— sie bestehlen es. Sie sind die Vermittler der faulen Lieferungen: der Seitengewehre für die Schützengräben unt Krmngen aus Zink. Der Stiefel mit Papiersohren. Der Schaf⸗ felle, die so verfault zu unseren Soldaten kommen, daß sie weiter⸗ frieren müssen im Winterwind. Der verdorbenen Speisen, der unbrauchbaren Kleidungsstücke, der Schießvorrichtungen, die nur dem wehe tun, der sie W hide Dergleichen ist das gewohnte ache Pertsrencher daf bergelt ge 8 die Seeg den e Preiswucher verz„ die n nur das Geld entziehen, das er so nötig braucht wie das Blut.“ 8 N f
Russischer Bericht.
Kämpfe in Persien. 5
etersburg, 26. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom 25. Dezember: Westfront: Sechs Werst nordöst⸗ lich Buczacz wurde ein feindlicher Versuch, unsere vorgeschobenen Stellungen zu nehmen, abgewiesen. Bei Rarancze(7 Kilometer östlich Czernowitz), nahmen unsere Patrouillen ein feindliches Werk und machten 21 Gefangene; kräftige Wiedereroberungsver⸗ suche des Gegners waren erfolglos. Ka ukasusfront: An der⸗ Küstenfront südwestlich Chopa(35 Km. südlich Batum) nahm eines unserer Motorboote trotz heftigen Feuers von der Küste einen türkischen Segler in der Nähe von Atina(75 Km. südwest⸗ lich Batum) weg, der mit verwundeten und sieben bewaffneten Türken besetzt war. Auf eine zuverlässige Meldung hin, daß der Ort Rabat Keruem(40 Werst südwestlich Teheran) von einer Bande unter Führung von Fidai und dem bekannten Hisch⸗ mett und über 1000 Reitern besetzt sei, wurde eine Abteilung unter dem Oberstleutnant Belomestnoff in der Nacht zum 22 De⸗ zember dorthin gesandt mit dem Auftrage, die Bande zu überfallen und zu vernichten. Belomestnoff stieß bei Rabat Keruem auf zwei Bataillone Gendarmen, 500 Reiter und 200 Bachtiaren des Emirs Hischmett in von Natur starlen, gut ausgebauten Bergstellungen. Trotz heftigen feindlichen Feuers griff Belomestnoff den Feind nach Feuervorbereitung mit allen Kräften umfassend an. Der Feind wurde völlig geschlagen und zerstreut. Er verlor allein an nieder⸗ gesäbelten Leuten 118, darunter zwei Offiziere. N
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Der Seekrieg.
Zwei englische Transportdampfer gesunken. Köln, 26, Dez. Die„Kölnische Zeitung“ erfährt aus bester Quelle, daß am 20. Dezember nachts vor Boulogne
zwei englische Transportdampfer unterge⸗ gangen seien. f
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1
Der„Argo“ ⸗Fall.
Berlin, 26. Dez. Aus schwedischen Nachrichten geht her⸗ vor, daß das Gerücht aufgekommen ist, 1 die deutschen Tor⸗ bedoboote, die am 21. Dezember den schwedischen Dampfer Argo“ in den schwedischen Gewässern in der Nähe des Utlangen⸗
euchtturms angehalten haben, dies unter sch w edischer
Flagge getan hätten. Ties Gerlcht ist, wie von zuständ Stelle mitgeteilt wird, falsch. Die Boote hatten 5 keine schwedische Flagge an Bord. 5


