Die Meldungen der Feinde.
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das Kabinett vor einiger Jeit gefaßt habe.“
5 hat nähere Einzelheiten über die Räumung von Ari .
in Berührung mit dem Feinde kam. Infolge dieser Konzentration
Aunserer Linie mit größe aft geführt werden. General Mon⸗
oe rühmt die kommand den Generäle und die Flotte sehr,
die mit außerordentlicher Geschicklichbeit die Truppen nach anderen Stellen verbracht habe.“
Paris, 21. Dez.(Zens. Frkft.) Amtlicher Bericht über das Expeditionskorps an den Dardanellen:
Am 19. Dezember lieh unsere Artillerie einem von den eng⸗ lischen Truppen mit Erfolg geführten Augriff gegen die türkischen Schützengräben am Westrande der Halbinsel Gallipoli ihre Beihilfe.
Gemäß dem zwischen den verbündeten Generalstäben verabredeten Plane entschloß sich das englische Kommando, die Truppen, die es 5 am Suvla⸗Kap gelandet hatte, auf einem anderen Kriegsschauplatz zu verwenden. Diese Truppen hielten auf dem Nordteil der Halb⸗ insel Gallipoli Stellungen besetzt, deren strategischer Wert durch die neue Entwickelung der Operationen im Orient vermindert wor⸗ den war. Die Einschiffungen der Truppen mit ihrem Material fand unter den besten Bedingungen statt, ohne daß die Truppen von den Türken beunruhigt worden wären. ö
Freude in Konstautinopel.
Honstantinopel, 21. Dez.(Wen Nichtamtlich) Die Nachricht von der vollständigen Niederlage der Engländer und der Räumung der Abschnitte von Anaforta und Ari Bur nu ist hier spät abends be⸗ kannt geworden; sie verbreitete sich allmählich in der ganzen Stadt und rief ungeheure Freude hervor. Alle Tür⸗ ken beglückwünschen einander und sprechen den Wunsch aus, daß auch der Abschnitt von Sedd⸗ül⸗Bahr bald ge⸗ säubert werden möge.
Rumänisch⸗bulgarische Verhandlungen.
Die rumänische Getreideausfuhr. Bukarest, 21. Dez.(WTB. Nichtamtlich) Das Ge⸗
kreidelieferungsgeschäft auf 50 000 Waggons
kann als abgeschlossen betrachtet werden. Finanzminister
stines cu hat eingewilligt, daß die Hälfte des Ausfuhr⸗ olles in Gold hier bezahlt wird, während die andere Hälfte
Gold bei der Reichsbank zu erlegen ist und bei Friedens⸗ 5 zum Parikurs ee werden kann. Die Be⸗ ung der Ware findet an der Grenze statt. Bereits ge⸗
ste Vorräte sind in das Geschäft einbezogen.
Die griechischen Wahlen.
Genf, 21. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Aus Athen wird gemeldet, daß die Parteiverhältnisse inder Kam⸗ mer sich wahrscheinlich erst in zwei bis drei Tagen feststellen lassen. Es werde lich, da infolge der Wahlenthaltung der Venizelos⸗Partei die ganze Kammer mit verschwindenden Ausnahmen der Regierung folge, nur um die Anhängerschaft
Der Minister Gunaris, Rhallis und Thetokis handeln. Man
glaube, daß die Gefolgschaft Gunaris' sich auf 220
is 250 beziffern werde. Ein Ministerwechsel sei jedoch un⸗
wahrscheinlich. Gunaris gab die Versicherung des unbeding⸗
Zusammenwirkens mit allen gegenwärtigen Kabinetts⸗
N* die somit die Kammermehrheit hinter sich haben
5 3 N Eine Rede Tiszas über die Kriegsdauer. Budapest, 21. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Ministerprä⸗ 5 t Tisza führte im Magnatenhaufe bei der Beratung des Budgetprovisoriums über Krieg und Frieden aus: Hohes Haus! Diesen Krieg haben wir nicht hervorgerufen, nicht wir es, die gegen die in Frieden lebenden Nationen, Staaten und iche Angriffe richteten. Nicht wir waren es, die lebende Stücke s dem Körper friedfertiger Nachbarn mit räuberischer Hand her⸗ sreißen wollten. Aber wenn der Krieg nun einmal heraufbe⸗ wurde, werden wir ihn bis zum Ende durchlämp⸗ u. mit jener Entschlossenheit, die der Sieg bereits an unsere ihnen geheftet hat. Lebhafte Eljenrufe.) Und wenn man fragt, ie lange der Krieg dauert, kann ich nur erwidern, daß zie Antwort jene zu erteilen haben, die ihn heraufbeschworen. Lebhafte Zustimmung.) Diesen Krieg kämpfen wir zu Ende, bis hre gegen unsere Sicherheit, Unabhängigkeit und nationale Größe ichteten Angriffe aufhören. Wir führen den Krieg fort, bis sere Feinde einsehen, daß jede weitere Fortsetzung desselben nur der Menschheit überflüssige Leiden verursacht, ohne unsere Feinde auch nur um Haaresbreite ihren Zielen näher zu bringen. Die Ereignisse, die sich auf den Kriegsschauplätzen abgespielt haben, richten die Situation zur Reife. Heute können bereits unsere de damit im reinen sein, daß sie das Ziel ihres An⸗ üffes nicht erreichen können, und auch darüber im en sein, daß unser Sieg Bürsschaften unserer Sicherheit schaffen d und keineswegs Angriffe gegen die Existenz der übrigen oßmächte in sich schließt, wie ihr Sieg sie gegen unsere Existenz sich geschlossen hätte. Lebhafte Zustimmung.) H euterst jede weitere Fortsegung des Krieges von ihrer Seite ein ganz zweckloses Blutvergießen und eine ganz ecklose Kraftvergeudung. Wenn die Fortsetzung leider auch von uns den Vexlust werlvollen Blutes erheischt, so ist es doch zweifellos, daß diese Fortsetzung viel größere Opfer dem verlieren⸗ den Teile auferlegt, der wenigstens teilweise auch die Verluste des egenden Teiles zu tragen haben wird. Heute wird jeder Tropfen tes, der in diesem schrecklichen Ringen der Nationen noch ver⸗ ssen wird, vergeblich vergossen und schreit zum Himmel. Die antwortung haben jene zu tragen, die diesen für die ganze gelt so schrecklichen Krieg aus egoistischen Absichten und durch euchlerische Schlagworte verdeckten Eroberungsgelüsten herauf⸗ chworen haben und ihn nicht einstellen wollen.(Lebhafter Bei⸗ fall, Händeklatschen.). Die Einberufung des österreichischen Landsturms.
Wien, 20. Dez(Zens. Frkft.) Amtlich wird für die nächsten Tage eine Kundmachung angekündigt, wonach die Landsturmjahr gänge 1871 und 1870 für den 17. Ja⸗
nuar 1916, dann die Jahrgänge 1865, 1866 und 1867 für
wart
sschwore
den 21. Januar 1916 zur Einberufung gelangen. Es wird
Jahrgänge bis auf weiteres im Hinterlande und in den
Etappenräumen zu verwenden, während allerdings die
jüngsten Jahrgänge des zweiten Aufgebots voraussichtlich
noch als Ersatz für die Front in Betracht kommen dürften. N 1
Die Kämpfe in Flandern.
London, 21. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Das Presse⸗ bureau meldet aus dem britischen Hauptquartier: Beiderseits heftige Beschieß ung bei Ypern. Ein feind⸗ licher Angriff mit Handbomben bei den Steinbrüchen von Hulluch wurde heute abgeschlagen. Gestern fanden 44 Luft⸗ kämpfe statt. Zwei feindliche Flugzeuge wurden gezwun⸗ gen, hinter den eigenen Linien zu landen. Eines unserer Flugzeuge wird vermißt.
Die englischeu Verluste in Mesopotamien.
Konstantinopel, 21. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Die Agentur Milli meldet: Die amtlichen englischen Mitteilungen vom 9. Dezember über unsere großen Verlustein Mesopota⸗ mien sowie die Einzelheiten über die vollständige Vernichtung einer unserer Divisionen sind vollständig erlogen. Nicht eine türkische Division, nicht einmal ein türkisches Bataillon ist während dieser Kämpfe vernichtet worden. Unsere Einheiten, die zu Beginn der Schlacht bei Ktesiphon in den Kampf verwickelt waren, bestehen noch ganz vollzählig. Die Engländer verheim⸗ lichen die Hälfte ihrer Verluste. Tausende von Leichen, die sie auf dem Schlachtfelde ließen, wurden mit großer Mühe auf⸗ gelesen. Abgesehen davon ist die Zahl ihrer Verwundeten ungeheuer. Die Engländer vermochten nur von einem der drei Schiffe, die wir erbeuteten, die Waffen zu entfernen; zwei dieser Schiffe werden jetzt gegen sie verwendet. Einige der sechs den Engländern abgenommenen Flugzeuge führen Flüge über den feindlichen Stel⸗ lungen aus. Die Beute, die wir an Waffen, Munition, Ausrüstungs⸗ gegenständen und Lebensmittelvorräten gemacht haben, ist un⸗ geheuer.
Wechsel im Oberbefehl der russischen Nordarmee.
Petersburg, 21. Dez.(WTB. Nichtamtlich) Ein kaiserlicher Ulas enthebt 75 General Rußki von seiner Tätigkeit als Oberbefehlshaber der Nord⸗ armeen unter Belassung seiner Stellungen im Reichsrat und obersten Kriegsrat.— Der Kaiser hat an General Rußki ein Handschreiben gerichtet, in dem gesagt wird, daß die große militärische Arbeit, die der General geleistet hat, um die schwere Aufgabe der Verteidigung der Landeshaupt⸗ stadt zu erfüllen, seine Gesundheit ernstlich ange⸗ griffen habe und ihm die Erholung und Pflege dringend notwendig mache Der Kaiser dankt Rußki für die erzielten glänzenden Ergebnisse und spricht die Hoffnung aus, ihn bald wieder an der Spitze der Truppen zu sehen. Die Erfolge des englischen Munitionsamtes.
London, 21. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Munitionsminister Lloyd George machte im Unterhause wichtige Mitteilungen über die Ar⸗ beiten des Munitionsamtes. Im Mai erzeugte England täglich 2500 Stück Granaten und 13000 Schrapnells. Lloyd George gab Einzelheiten über Maßregeln, die getroffen worden seien, um die Erzeugung von Munition zu beschleunigen, und über den Ankauf von Maschinen zur Einrichtung von 33 nationalen Granatenfabriken, ferner über den Anfauf von Maschinen und Rohstossen in Amerika, die ausreichend gewesen seien, um den Bedarf der Engländer auf Monate hinaus zu decken und noch eine beträchtliche Menge den Verbündeten zu überlassen. Er sprach weiter von den Erfolgen, die sein Mini⸗ sterium dank der Unterstützung durch Redmond in Irland aufzuweisen hatte. Nach Ablauf weniger Monate hätten die pri⸗ vaten britischen Firmen allein dreimal soviel Geschoßmäntel für hochexplosiwe Granaten erzeugt als im Mai fämtliche Arsenale und Fabriken in Großbritannien zusammengenommen. Außerdem hätten sie noch außerordentlich große Mengen anderer Bestand⸗ teile geliefert; die Ergebnisse seien außerordentlich befriedigend gewesen. Ueber die MWunitionseinfuhr aus Amerika sagte Lloyd George, das Munitionsministerium habe mehrere Millionen Pfund erspart, indem es erreichte, daß die Preise herab⸗ gesetzt wurden. Zum Beweis für die Geschwindigkeit, mit der die Munition hergestellt wurde, erklärt Lloyd George die monatliche Menge, welche bei den Operationen im September abgeschossen wurde, sei außerordentlich hoch gewesen. Trotzdem sei kein Mangel eingetreten. Der Generalstabschef habe im Gegenteil erklärt, daß er mit der gelieferten Menge sehr zufrieden war. Das sei der Erfolg viermonatiger genauester Sparsamkeit. Eine große Menge der verschossenen Granaten sei binnen Monatsfrist wieder ersetzt worden. Großbritannien werde bald imstande sein, eine gleich große Mengen in einer einzigen Woche zu liefern. Lloyd 0 deutete sodann auch auf die Erzeugung einer beträchtlichen Zahl Kanonen größten Kalibers hin. Seit Juni sei die Er⸗ zeugung von Maschinengewehren verfünffacht, nach Neu⸗ jahr werde sie noch bedeutender sein. Die Zeit liege nicht mehr fern, wo England imstande sein werde, seinen ganzen Kriegs⸗ bedarf selbst zu decken. Die Erzeugung von Handgranaten sei, vervierzigfacht. In vierzehn Tagen wurden so viel Lauf⸗ gräbenmörser hergestellt, wie im ganzen 1. Kriegsjahre Es sei eine Schule errichtet worden, wo die Arbeiter die Herstellung von Laufgräbenmunition lernen. Noch andere Maßregeln seien er⸗ griffen worden, über die er aber nicht sprechen dürfe. Sehr nütz⸗ liche experimentelle Arbeiten seien im Gange. Ueber die Erzeu⸗ gung von hocheyplosiven Stoffen sagte Lloyd George, sie seien nicht nur u„um den Bedarf der Engländer zu decken, sondern auch unt den Verbündeten eine ansehnliche Menge davon abzutreten. Der Minister schloß: Es wäre falsch, auf diesem Gebiete zu sparen. Man könne für 200 Mill. Pfund schon riesige Munitionsmengen herstellen; das seien doch nur die Kosten von 40 Tagen Kriegsführung. Von einer Ueber⸗ 1 9 5 1 855 e die 17 17 5 1 8 er⸗ mahnte dann die Gew haften, sich nicht 0 ie Einstellun ungelernter Arbeitskräfte zur Wehr 700„ 25.
General Dewet freigelasseu.
Johannesburg, 20. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. General De wet un 118 andere Gefangene, die wegen Hochverrates ver⸗ urteilt worden waren, wurden freigelassen.
e
Die zweite Note Amerikas an Desterreich⸗ungarn.
Köln a. Rh., 21. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Köln. 3 berichtet aus Washington: Die zweite Note der hiesigen an die Wiener Regierung gibt einige Tatsachen an, die von Wien gewünscht worden waren, verweigert aber die Erörterung von Einzelheiten. Die amtliche Mitteilung des österreichisch⸗ uungarischen Flottenkommandos wird als genügende sachliche Unter⸗ lage für die amerikanischen gen angesehen. Demnach steht fest, daß die Wiener Regierung zugebe, daß die„Ancona“ torpediert worden ist, während sich noch Fahrgäste an Bord befan⸗ den, Dieses Zugeständnis genüge, weitere Bestätigungen durch Offiziere oder Ueberlebende der„Ancona“ seien unnötig. Hier herrscht der Eindruck vor, daß ein Bruch mit den Zentral⸗ mächten beabsichtigt ist. Eine große Ueberraschung ist jetzt das Verhalten von Roose pelt, der sich wiederholt wegen der Angriffe auf Deutschland entschuldigt und die Notwendigkeit für sie Wilson in die Schuhe schiebt.
Das japanische Marineprogramm. 1 Do kio, 21. Dez.(WTB. Nichtamtlich) Meldung der
das Bestreben der Militärverwaltung betont, die ältesten
Petersburger Telegraphen-Agentur. Im Haushaltsausschuß
George am Mittwoch, den 29. Dezember, statt und
erklärte der Marineminister, daß das neue Marinepro⸗ gramm, das von dem Landesausschuß bewilligt worden sei, den Bau zweier Geschwader vorsehe, von denen jedes vier Ueberdreadnoughts und vier Panzer⸗ kreuzer zählen wird. Die Kosten des Programms, dessen Erledigung die Zeit von 1917 bis 1920 beanspruchen wird, betragen 254 Millionen Hen, abgesehen von den Kosten für f die Vorbereitungsarbeiten im Jahre 1916. 1 J
Der Seekrieg.
London, 21. Dez.(WTB. Nichtamtlich) Lloyds mel⸗ det: Der britische Dampfer„Huntly“, wel N der deutsche Dampfer„Ophelia“ war, ist versenkt worden. Der britische Dampfer„Belford“ aus Glasgow wurde versenkt; die Vesatzung ist gerettet. ö
1
Aus Stadt und Cand. Gießen, 22. Dezember 1915.
* Amtliche Personalnachrichten. In den Ruhe⸗ stand versetzt 1 15 30. November ds. 85 der 5 Christoph Bill an der Volksschule zu Klein⸗Umstadt, Kreis Dieburg, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, vom 1. Dezember 1915 an.— Der i hat zum 1. Dezember ds. Is dem Lehrer Christoph Bill zu Klein⸗ Umstadt anläßlich seiner Versetzung in den Ruhestand das Ritter⸗ kreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.— Der Großherzog hat am J. Dezember ds. Is. folgenden Beamten der Hessͤsch⸗Preußischen Eisenbahngemeinschaft aus Anlaß ihrer am 1. Dezember ds. Is. erfolgten Versetzung in den Ruhestand die nachbenannten Auszeichnungen verliehen: dem . Philiyp Keller zu Frankfurt a. M. das Silberne Kreuz des Verdinstordens Philipps des Großmittigen, dem Weichen⸗ steller L Klasse Georg Dinges zu Hofheim 8 dem Rotten⸗ führer Peter Schnellbacher zu Höchst i. O., dem Bahnsteig⸗ schaffner Peter Hefermehl zu Nierstein und dem Bahnwärter Jakob Lang zu Wolfskehlen das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift„Für treue Dienste“, ferner aus Anlaß seines am 1. Dezember ds. Is. erfolgten Ausscheidens aus dem Staats⸗ eisenbahndienst dem Schrankenwärter Georg Feigk zu Darm⸗ stadt das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift„Für treue Arbeit.— Am 15. Dezember ds. Is. wurde Adam Stadler 8 Nidda vom 1. Januar 1916 an zum Schreibgehilfen bei der Ober⸗ försterei Nidda ernannt.— Der Großherzo g. hat am 18. De⸗ zember ds. Is. die evangelische Pfarrstelle zu Nieder⸗Wiesen dem Pfarrverwalter Gustav Klingel übertragen.— Der Groß ⸗ herzog hat am 18. Dezember ds. Js. den Lehramtsassessor August Lambinet zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Mainz und den Lehramtsassessor Karl emmer mit Wirkung vom 1. Januar 1916 an zum Oberlehrer an dem Gymnasium Fridericianum zu Laubach ernannt. 5
l Annahme zivilversorgungsberechtig⸗ ter Kriegsteilnehmer bei den Staats⸗ und Kommunalbehörden. Es ist mit Sicherheit zu er⸗ warten, daß sich die zivilversorgungsberechtigten Kriegs⸗ teilnehmer in großer Zahl um e der den Militär⸗ anwärtern und Inhabern des Anstel ungsscheins vorbehal⸗ tenen Stellen bemühen werden. Hierbei wird ihnen nach den schon im Frieden gemachten Erfahrungen ihr Versor⸗ gungsleiden in vielen Fällen hindernd im Wege stehen. Wenn auch ohne weiteres zugegeben ist, daß für eine Reihe von Stellen eine ganz bestimmte körperliche Leistungs⸗ fähigkeit der Anwärter im Interesse des Dienstes verlangt werden muß, so wird sich doch in den meisten anderen Fällen eine Herabsetzung der Anforderung mit diesen Interessen vereinigen und so erreichen lassen, daß Kriegsteilnehmer nur ganz ausnahmsweise eine Abweisung wegen ihres Ver⸗ sorgungsleidens erfahren. Der Kriegs minister hat deshalb den Wunsch ausgesprochen, daß Bewerbungsgesuchen vor⸗ genannter Kriegsteilnehmer bei Besetzung der den Militär⸗ anwärtern und Inhabern des Anste i vorbehal⸗ tenen Stellen nach Möglichkeit wohlwollende Berü ichti⸗ gung zuteil werden 18 und daß die Anstellungsbehörden, wenn nötig, dabei auch die in den Anstellungsgrundsätzen gegebene Mindestgrenze zugunsten der Bewerber überschrei⸗ ten möchten. Dies würde wesentlich da beitragen, die zivil⸗ versorgungsberechtigten Kriegsteilnehmer möglichst bald „ was nicht nur in ihrem eigenen, sondern auch im politischen Interesse a erwünscht ist.
* Stadttheater. Aus dem dttheaterbureau wird uns geschrieben: Es sei schon beute darauf hingewiesen, daß die nächste Dienstag⸗Abonnementsvorstellung ausnahmsweise auf einen Mitt⸗ woch verlegt werden muß, da wegen der fünf aufeinanderfolgenden Vorstellungen an den Feiertagen aus verschiedenen Gründen, nicht zuletzt technischer Natur, unbedingt ein spielfreser Tag eingelegt werden muß. Die 9. Dienstag⸗Abonnementsvorstellung findet also bringt das Trauersprel von Anton Wildgans„Armut“. Das Werk ist sicherlich eins der bedeutendsten dramatischen Erscheinungen der letzten Jahre und es sei bemerkt, daß unsere Bühne eine der ersten ist, die die ergreifende Neuheit, die in Wien bei der Erstaufführung einen tiefen Eindruck gemacht hat, zur Aufführung bringt. 5 Reis un d Bezugnehmend auf eine Notiz in Nr. 239 unseres Blattes wird uns aus Detaillistenkreisen mitgeteilt, daß Reis im freien Verkehr nur noch in ganz kleinen Quantitäten vorhanden ist und zwar zu Preisen, die es ganz unmöglich machen, diesen Artikel unter einer Mark das Pfund im Laden verkaufen zu können, wodurch viele Kleinhändler gezwungen wurden, den Artikel eingehen zu lassen, Grieß ist von der Grießzentrale, in Anbetracht des für Gießen festgesetzten großen Versorgungsbezirkes, nur in ganz unzulänglichen Quantitäten geliefert wor⸗ den, wodurch es öfter vorkam, titäten schon am Tage der Ankunft geräumt wurden und Groß- und Kleinhandel nicht in der Lage waren, den Ansprüchen des Konsums gerecht zu werden.
* Die Amts räume des Hauptsteueramts sind am ersten Weihnachtsfeiertage, 25. Dezember, von 1 bis 12 Uhr vormittags zur Abfertigung von aus dem Ausland eintreffenden Postpaketen geöffnet.
5 1 8 i ins Feld. Zur glat⸗ en Abwickelung des wichtigen ee nach dem Felde während der Neujahrszeit ist es und ingt 8 forderlich, daß der Austausch von Neujahrsglückwünschen zwischen Heimat und Heer mit der Feldpost unterbleibt. Das Publikum wird daher dringend gebeten, zum bevorstehenden Jahreswechsel von der Versen solcher Glückwünsche an Angehörige, gute Freunde und Bekannte im Felde Ab⸗
stand zu nehmen. ehr. Das städtische Tiefbauamt
Vonder Feuer w teilt uns mit, daß morgen früh um 10 Uhr die Sirene
der Feuerwehr ausgeprobt wird. Grund zur Besorgnis irgend welcher Art ist daher beim Ertönen dieses Siguntg
nicht vorhanden.
tretens allgemein Gültigke liche Wolff⸗Nachricht vom 17. Deze Bundesrat am 16. Dezember b
daß die ankommenden Quan⸗


