Sießener er täglich, außer
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General⸗Anzeiger für Ob
Rotafjonsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung,
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165. Jahrgang
Ein großer Sieg der Türken an
B.) Großes Hauptquartier, 20. Dezember.
(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Das Feuer unserer Küstenbatterien vertrieb feindliche Monitore, die gestern nachmittag W esten de beschossen. An der Front neben lebhafter Artillerietätigkeit mehrere erfolgreiche Sprengungen unserer Truppen. . Eines unserer Flugzeuggeschwader griff den Ort Po pe⸗ fringhe an, in dem zahlreiche Verbindungen des Feindes zusammenlaufen. Ein englischer Doppeldecker wurde kind 5 bei Brügge abgeschossen; die Insassen
Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert.
. Balkan⸗Kriegsschauplatz.
Bei den Kämpfen nordöstlich der Tara sind, wie nach⸗ trüglich gemeldet wird, drei Gebirgs⸗und zwei ßeld⸗ geschütze erbeutet worden. Gestern fanden bei Moj⸗
ke pac weitere für die österreichisch⸗ungarischen Truppen günstige Kämpfe statt. Mehrerehundert Gefangene wurden eingebracht.
Von den deutschen und bulgarischen Heeresteilen nichts . Oberste Heeresleitung.
Es ist eine schöne, hoffnungsfreudige Botschaft, die wir vor dem Weihnachtsseste noch erhalten: unsere braven
Asquith, der vor einigen Wochen in Aussicht gestellt hat,
achl freiung mit vollem, end⸗ gültigem Erfolge abschließen wird.
ch das 1 ins Wasser ge⸗ werden. Der Geist der neuen Weltgeschichte meint ihre Freunde die
auch den Engländern noch eine kleine Zühne übrig, wo sie, am Wechsel einer Epoche, noch einmal in araktexistischer Weise ihr diplomatisches Spiel lehrreich zur Geltung bringen
Wasser pr an An den
Churchillschen 5 as Sprung⸗ brett in Saloniki dagegen, hinter den unter viel Geschrei und Protest zusammengetragenen Kulissen versteckt, hat et⸗ was durchaus humorvoll Idyllisches.
5*** 1 Der türkische Bericht.
Tonstantinopel, 20. Dez.(WT. Nichtamtlich.) Der Korrespondent der Agentur Milli an den Dardanellen meldet: Seit gestern wird in allen Abschnitten wütend gekämpft. Unsere Truppen begannen bei Ana⸗ forta und bei Ari Burnu mit dem allgemeinen An⸗ griff. Der Feind führte, um unsere Angriffe zu erwidern, bei Sedd⸗ül⸗Bahr einen Gegenangriff aus, den unsere Truppen unter außerordentlichen Verlusten für den Feind abschlugen. Unsere Truppen nahmen wichtige eindliche Stützyunkte bei Anaforta und Ari Dur uu. Unser kräftiges Artilleriefeuer berursachte in den eihen der Feinde schwere Verluste. Unsere braven daten, die seit Monaten auf diese Offensive warteten, den ungestümen Angriffen gegen die feindlichen üben bewunderungswürdigen Schwung und Opfer⸗ In furzer Zeit wird es bei Anaforta und Ari ch feindliche Leichen geben. tere Meldung bes Korkespondenten besagt: nd bei Anaforta und Ari Burnu boll⸗ Unsere Soldaten erreichten
„fermeßlich groß.
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Dienstag, 21. Dezember 1915
Bezugsvrei monatl. 85 Pf., viertel⸗ jährl. Mk. 2.50; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.; durch die Post Ml. 2.30 viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Fr. R. Zenz; für den Anzeigenteil: H.
Beck, sämtlich in Gießen.
den Dardanellen.
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5 0 f. Infolße dichten Nebels gelang es dem Feinde zu entkommen, ohne eine große Anzahl Gefangener zurückzulassen. *** Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 20. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart, den 20. Dezember 1915.
Russischer Kriegsschauplaßz. Keine befonderen Ereignisse.
Italienischer Kriegsschauplatz. An der ganzen Front mäßige Artillerietätigkeit, die sich nur im Chiesa⸗Abschnitt und im Gebiet des Col di Lana zu größerer Heftigkeit steigerte.
Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Truppen des Generals v. Kö veß erstürmten die stark ausgebauten feindlichen Stellungen am Tara⸗Knie südwestlich von Bielopolfe und bei Godusa nördlich von Berane. In den Kämpfen an der Tara wurden drei Gebirgs⸗ kanonen, zwei Feldkanonen und 1200 Gewehre erbeutet. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
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1* Eine Kundgebung der Deutschnationalen in Wien.
Wien, 20. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Den„Deutschen Nachrichten“ zufolge hat die deutschnationale Vereinigung Niederösterreichs unter zahlreicher Beteiligung auch der Wiener Deutschnationalen eine Bündnisfeier im Festsaale der Handelskammer und eine Huldigung für die Armee und ihre Führer vor dem Radetzkydenkmal veranstaltet. Zur Bündnisfeier in der Handelskammer hatten sich eingefunden u. a. Vertreter des Kriegsministeriums und des Landesverteidigungsministeriums, der deutsche Botschafter von Tschirschky, der bayerische Gesandte Freiherr von Tucher und der sächsische Gesandte Graf Rex. Ab⸗ geordneter Wedra hielt die Festrede und betonte, daß der engere Zusammenschluß beider Kaisermächte ein Lebensbedürfnis für beide Reiche sei. Redner gab der unwandel⸗ baren Treue der Deutschnationalen zum Herrscherhause Ausdruck und schloß mit stürmisch aufgenommenen Heilrufen auf die ver⸗ bündeten Völker und die verbündeten Herrscher. In einer Ent⸗ schließung huldigte die Versammlung den verbündeten Monarchen Kaiser Franz Joseph und Kaiser Wilhelm und entbot den von den siegreichen Feldherren Generalfeldmarschall von Mackensen, Erzherzögen Friedrich und Eugen und Generalstabschef v. Conrad geführten verbündeten Armeen ihren Gruß und erklärte, daß das deutsche Volk Oesterreichs im höchsten Interesse Oesterreich⸗ Ungarns und seiner Völker die Schaffung eines immerwährenden Bündnisses zwischen dem deutschen Reiche und Oesterreich-Ungarn, welches Bündnis zugleich für die Zukunft den Weltfrieden ver⸗ bürgt, als herrliches Ziel des gewaltigen Völkerringens erstrebe. Nach der Festversammlung begaben sich die Teilnehmer zum Radetzkydenkmal vor dem Kriegsministerium, wo eine Hul⸗ digung für die Armee veranstaltet wurde. Deutsche Reformatoren in der Türkei.
Konstantinopel, 20. Dez.(WDS. Nichtamtlich.) In einer Besprechung des Planes, zu allen Zweigen der otto⸗ manischen Verwaltung deutsche Reformatoren zuzu⸗ lassen, zitiert die Zeitung„Hilal“ die nachfolgenden Worte, die jüngst in einer diese Frage behandelnden Versammlung der Minister des Aeußern gesprochen hat und die von den Anwesenden, namentlich den Hodschas, mit Beifall begrüßt wurden: Wir müssen alle zugeben, daß wir, wo
as Meer. Die Beute ist un⸗
schwörung mißbilligt und sagt, daß
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Aera, die für uns anhebt, umzugestalten, der Mitwirkung 1 nicht entraten können. Welche Mit⸗ ar
die unserer deutschen Freunde? Das Blatt weist auf die Reorganisationsbestrebungen der Türkei seit hundert Jahren hin, setzt auseinander, daß sie hauptsächlich wegen der von Rußland hervorgerufenen Schwierigkeiten geschei⸗ tert sind, zum Teil auch wegen des Unterschieds in der Nationalität der Reformatoren der einzelnen Verwaltungs⸗ zweige und drückt die Ueberzeugung aus, daß die deutsche Mitarbeit für die Türkei von höchstem Vorteil sei. 5
Von der deutschen Gesandtschaft in Persien.
Berlin, 20. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die „Nordd. Allgem. Ztg.“ hört, wurde dem Kaiserlichen Ge⸗ sandten in Persien, Prinzen Heinrich XXII. von Reuß, aus Gesundheitsrücksichten ein Urlaub bewilligt. In Vertretung übernimmt Generalkonful Dr. Vas sel als Gesandter in außerordentlicher Mission die Geschäfte. Vassel war viele Jahre als Kaiserlicher Konsul in Fez tätig. Er befindet sich gegenwärtig als diplomatischer Vertreter im Hauptquartier zu Bagdad. g 8
Befestigung von Chalkidike.
Rom, 20. Dez.(WTB. Nichtamtlich) Die„Tribuna“ berichtet aus Athen: Die Alliierten arbeiten mit äußer⸗ ster Kraftanstrengung an der Herstellung einer neuen Verteidigungslinie auf der Halbinsel Chalkidike mit Kassandra als Basis. Große Mengen Kriegsmaterial sind dorthin gesandt worden.
Ein griechisch⸗französischer Zwischenfall.
Konstantinopel, 20. Dez.(Zens. Frkft.) Wie wohl die griechischen Truppen aus Saloniki entfernt wor⸗ den sind, behalten sie das die Stadt beherrschende Fort Karabur nu besetzt Die Franzosen äußerten zweimal den Wunsch, ihnen dieses Fort zu übergeben, was die Grie⸗ chen jedoch ablehnten. Am letzten Freitag näherte sich eine stärkere französische Patrouille Karaburnu. Da auf Anruf die Franzosen nicht stehen blieben, eröffnete das Fort das Feuer, worauf sich die Patrouille fluchtartig zurückzog.
Die griechischen Wahlen.
Bern, 20. Dez.(WB. Nichtamtlich) Mailänder Blätter melden aus Athen: Anscheinend haben die Anhänger Gu naris eine starke Mehrheit erhalten. In haben sie fünfzehn Sitze gewonnen. In Athen und einigen an⸗ deren Hauptzentren wurde die Aufforderung der Veniselisten⸗ partei zur Stimmenthaltung befolgt. Auf dem Lande war die Stimmenthaltung nicht groß.
Athen, 20. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Das Wahlergenis wird nicht vor Dienstag mittag bekannt sein. Die Gunaristen scheinen da⸗ durch, daß sie 15 von 22 Sitzen in Attika gewonsten haben, die Mehrheit zu erlangen. Rhallis ist wiedergewählt
worden. Deutschland und Amerika.
New Pork, 20. Dez.(WTB. Nichtamtlich) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Berliner Korrespondent der „New Pork Times“ hat einen drahtlosen Bericht gegeben, der als autorisierte Erklärung aufgefaßt werden könne, in dem die deutsche Regierung die Taten der Ver⸗ sie nie irgend
wir entschlossen sind, unser Leben angesichts einer neuen
eine Tat unterstützt hat, woran Amerika Anstoß nehmen lönnte. 4 5
eit kann nun wohl aufrichtiger sein als
Athen und im Piräus


