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Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Die„Gießener Famillenblätter“ werden dem „Anzeiger“ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den kreis Gießen“ zweimal wöchentlich. Die„Landwirtschaftlichen seit⸗ sragen“ erscheinen monatlich zweimal.
Genera
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Kriegsbriefe aus dem Gsten.
Bon unserem zum Ostheere entsandten Kriegsberichterstatter Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.)
Durch Kurlaud. Goldingen, Ende November.
Mitau hatte in seinen stillen Straßen etwas von Dornröschen— Stimmung. Das Besondere des Märchens, das traumschwere Warten auf den Erlöser, gehört auch zu dem Wesen der Landes⸗ hauptstadt. Das merkwürdige Wesen einsamer, wie träumender Straßen, an denen die unberührten freundlichen Häuser stehen, das seltsame Dasein kleiner deutscher Städte, die durch einen frem⸗ den Zauber plötzlich aus tätigem Leben in völliges Stillestehen gewandelt wurden, fand ich dann viel stärler in Tuckum und am cusgeprägtesten in dem kleinen Candau, in dem von den 2000 Einnohnern in dem Flecken selbst vielleicht 50 geblieben find. Schon Tuckum hat nur etwas über ein Zehntel seiner Fin⸗ wohner behalten, wenn man die Zahl vor dem Kriege mit 10000 ansetzt. Freilich ist hier Sitz der deutschen Kre rwaltung, die durch den Kreishauptmann und einen Wirtschaftsofftzier ausgeübt wird. Der Kreis umfaßt den Stadtbezirk Tuckum und 9 Amts⸗ bezirke, die von Amtsvorstehern verwaltet werden. Auf allen Wegen im Kreise und in der kleinen dt hat man den Eindruck, daß unter der tätigen Mitarbeit der Bevöllerung hier fast unmittel⸗ bar hinter der Front alles getan wird, das bürgerliche Leben in neuen Kreislauf zu bringen. Die Stadtverwaltung ist wieder in deutschen Händen, nachdem die Letten nach Aufhebung der alten Steinschen Städteordnung, die für Kurland gegolten hatte, die Stadtverwaltung erobert hatten. Sie hatten an der Eroberung wenig Freude zunächst gehabt. Die Verwaltung stimmte nicht so recht und die Abrechnungen stimmten noch weniger. Man fühlte sich nicht mehr recht sicher unter sich und wählte einen deutschen Arzt in die zwanzig Stadtverordneten. Er half Ordnung schaffen unter großer Selbstverleugnung— dann, nachdem alles einiger⸗ maßen wieder lief— wählte man ihn nicht wieder. Jetzt kann wieder deutsch gesprochen und deutsch gearbeitet werden. Die Hindernisse sind zunächst nicht klein, es sehlt an so vielen Dingen, selbst Salz ist, solange die Transportschwierigkeiten vorhanden sind, knapp, aber es fehlt nicht an dem Ernst des Baltentums, alles für Gegenwart und Zukunft des Landes zu tun und zu opfern.
Wenn in Friedenszeiten Autos durch Can dau gefahren sind, mag das schon eine gewisse Aufregung verursacht haben. Der Trieg hat daran kaum etwas geändert. So waren denn bald eim Dutzend Einwohner zu sehen. Sie gingen wieder an ihre Be⸗ schäftigung, und ein paar Truthühner waren die einzigen Lebewesen auf dem kleinen Marktplatz. Der Krieg ist schuell über das Oertchen fortgeschritten. Man hörte monatelang den Kanonendonner von Dasenpot her dann kamen die ersten Reiter. Die Russen liefen. Seitdem ist Krieg und kriegerisches Leben fern. Die Juden hatten kaum 24 Stunden Zeit zum Abmarsch, als sie vertrieben wurden. Die Letten gingen wie überall nach der bekannten Methode halb gezwungen, halb überredet. Nun hallt der Schritt merkwürdig laut durch die leeren Straßen. Blumen stehen hinter den freundlichen Fenstern, die weiße Gardinen umrahmen. Sieht man dann näher hin, merkt man, daß die Blumen vertrocknet sind, die Türen ge⸗ schlossen, die Häuser leer. Es ist wie an einem verzauberten Ort. Denn leere und menschenarme Städte hat mir der Krieg genug gezeigt, aber man sah dabei stets die Spuren seines Wogens. Aber hier ist alles unberührt, wie im Zauberschlaf liegt das Häuser⸗ gemixr zwischen den Hügeln und Wäldern. Im schwedischen Kriege hat Candau mehr gespürt als diesmal. Int Sommer 1659 wurde Schloß und Hakelwerk von dem schwedischen Obersten Brenner ge⸗ stürmt und geplündert, im großen nordischen Kriege wurde es 1704 zum zweiten Mal von den Schweden besetzt. Am Ufer der Abau sind noch alte Schwedenschanzen zu erkennen.
Auf einem Hügel oberhalb des Fleckens liegt die Kirche, deren Neubau aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts stammt. Tiroler Bildschnitzer, die damals durch Kurland zogen, haben ein schönes eichenes Chorgestühl mit dem Wappen des Heykings darüber geschnitzt. Es huschten schwere Schatten über das schöne braune Eichengebälk, als man die Türen vor den Deutschen schließen ließ. Draußien schimmerten im letzten Licht die roten Dächer herauf. Die Kreuze und Grabsteine zeigten deutsche Namen. Auf einem! Grabe lag ein frischer Kranz. M
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Mir fiel ein, daß am andern Tage „Totensonntag wäre. Das dichte braune Laub raschelte auf dem Wege zum Flecken. Es war, als ob man in der Mark, vielleicht in Buckow, in der Schweiz, einen Weg vom Kirchhof ging. Am Tage vor Totensonntag. Die roten Ebereschen an den Seiten des Weges leuchteten matt durch den frühen grauen Abend.
In Talfen, schon im Mittelpunkte der kurländischen Schweiz, ist etwas mehr von den 5000 Einwohnern geblieben als die sonst in diesem Teil Kurlands für die Orte zu schätzenden 10 Proz.(in Goldingen 33 Proz.). Militärisches Leben ist in den sauberen auf⸗ und absteigenden Straßen. Die Front ist fünfund⸗ zwanzig Kilometer entfernt: der Rigaische Meerbusen. Die Russen hatten den Nachrichtendienst vom Strande in einer allmählich mehr als unbesorgten Form eingerichtet. Ganz harmlos unterhielten die Leute Briefverlehr mit Riga. Die Fischerboote machten einen hübschen Bogen boi Schlock. Das wurde abgestellt. Einen der Briefe dieser Fischerpost habe ich in Candau gelesen. Es war der rührende Brief eines jüdischen Faufmanus aus Candau, der in ungelenken. Worten die schweren Leiden der vertriebenen Juden jenseits der Düna schilderte. Als sie durch eine kleine Stadt kamen, wurde ihnen für ein Glas Wasser ein Rubel abgenommen!„An meine lieben Juden.“
Wir fuhren zum Meer herunter. Ueber Schloß Nogallen nach Toleten und dann am Strand entlang nach Rogen. Der dichte Wald ist nicht gerade sehr gepflegt. Elchwild, das in den Wäldern bei Dodaugen steht, kommt hier nicht vor, wohl noch Rotwild. Der Fischfaug ruht jetzt ganz. Das Fischerdorf Kalleten ist auch von der russischen Flotte beschossen worden, man sieht die Gra⸗ natenbisse in den kleinen Häusern, die sich den steinigen Strand entlang ziehen. Ein paar Landhäuser sind eingestreut.
Das Meer ist glatt. Immer zur Linken bleibt der Dünenwald, ein Har Bäche werden überschritten. Man sieht bald die Mole von Rogen, deren Spitze ohne Verbindung in der See steht. Das Zwischenstück haben die Russen verbrannt. Nun ist die kleine Hafenanlage so schnell versandet, daß auch die Russen, als sie den Versuch machten, den Molenrest nicht mehr benutzen konnten.
Ein Wrack 3 7 im flachen Wasser, ein Kutter liegt auf Helgen.
Im Frieden konnte man das Leuchtfeuer von Kuno, der sechs Meilen entfernten Insel nachts herüberblitzen sehen. Jetzt sind die Teuer alle gelöscht, und Schiffe fahren, wie vor ein paar Tagen. Da man des Nachts die großen grauen Schatten sah, blenden sie
die Lichter ab. 5 Schon einmal hat die Küste hier Granaten kennen gelernt. Während des Krimkrieges feuerten die Engländer auf das Lager⸗
ser. Sie sind auch mit 11 Scha⸗ cherboote verbrannt.
haus von Rojen und die Fischerh⸗ luppen gelandet und haben alle F
Bis zum Landen haben es die Russen nicht gebracht, obwohl ihre Marine das sch ige Fahrwasser gut kennen sollte, denn gerade in Rojen befand sich eine Seemannsschule, die von Letten besucht wurde..
Von der Düne von Rojen kann man undeutlich die Spitze von Kap Domesnes erkennen. Schatten am grauen, weitgespannten. Horizont.
en Teil Kurlands zur Zeit, da sein Glanz und seine Schönheit vom grauen November verhüllt sind, durchfahren habe, grüßt mich alles, wie Verwandtes grüßt. Wir wissen alle das Gleiche, die wir in das Kaminfeuer blicken: ier ist etwas wie ein Stück Heimat in der Fremde. Ein Stück Deutschland, das 700 Jahre lang sein Gesicht, sein Blut und seine Treue zu Sprache und Sitte gewahrt hat.
Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.
Aus Stadt und Cand. Gießen, 4. Dezember 1915.
Sonntagsgedanlen.
Der Krieg ist ein Läuterungsfeuer. Unser Volk wurde durch ihn befreit von vielem abscheulichen Wust, von schäd⸗ lichen Vorurteilen aller Art, Vorurteilen Fremden gegen⸗ über und solchen gegenüber Dingen, die im eigenen Volke leben. Alle fühlten die Bedeutung der großen Zeit, und alle durften mit höchster Freude erkennen: Der Heldenmut und der Opfermut ist in unserem Volke zu neuem Leben erwacht, ist nicht kleiner geworden, sondern zeigt sich in seiner alten, überwältigenden Schönheit, ja hat noch zugenommen an Größe und an Kraft. 2
Aber, habe ich auch Stimmen gehört, nach dem Kriege werde es mit den Menschen noch schlimmer werden als zu— vor. Das könne man ja an vielen Dingen in dieser Kriegs⸗ zeit sehen, wohin der Weg führe, wenn man nur Augen habe. Und in der Tat, mag der Krieg für die englischen Krämer doch keine so ge Konjunktur“ sein, als sie anfangs glaubten, für viele andere Dinge, die das Licht scheuen, ist er es. Das ist eine Gelegenheit, wo sich jeder austobt, jeder nach seiner Art.
Was werden wir also antworten auf die Frage: Wer⸗ den die Menschen durch den Krieg besser oder schlechter? Beides ist richtig: besser und schlechter. Und auch auf welcher Seite das Uebergewicht ist, läßt sich nicht ausrechnen. Aber wir sind gutes Muts, daß wir doch wenigstens so weit sind, daf gut und bös besser zu unterscheiden sind. Da gilt es jetzt einen entscheidenden Schlag. Denn nur die Schlechtig⸗ keit hat Vorteil davon, wenn die Entscheidung immer mehr verzögert wird. Sie hat nichts gutes zu erwarten. Denn das steht uns unbedingt fest, und dafür gehen wir durchs Feuer: Und wenn die Welt voll Teufel wär, es soll uns doch gelingen. Das Gute ist von Uranfang dazu vorausbestimmt, daß es endlich siegen muß. 8 ck.
Auszeichnung. Der Landwehrmann Joseph Heching aus Gießen, der seit Beginn des Krieges draußen ist, erhielt an Großherzogs Geburtstag die Hessische Tapferkeitsmedaille. Hechung steht im 116. Infanterie-Regiment.
In der Aliceschule fand gestern die Entlassung von acht Schülerinnen der Kochschule statt, die sich einem zehnwöchigen Kursus von 36 Vormittagen und 5 Nachmit⸗ tagen unterzogen hatten. Die Prüfung bestand in der selb⸗ ständigen Bereitung eines feineren Mittagessens. In der kommenden Woche beginnt ein neuer Kursus von 10 Wochen, der am 26. Februar sein Ende erreichen wird. Gleichzeitig beginnen auch neue Kurse im Schneidern, Weißzeugnähen, Handarbeiten und Bügeln.
Kreis Friedberg. Rodheim v. d. H., 3. Dez. Aus dem hiesigen Arbeits⸗ kommando sind die beiden kriegsgefangenen französischen Sergeanten Pierre Bourgeois und Raoul Roux ent⸗
wichen. Hessen⸗Nassau.
Wm. Kirchhain, 2. Dez. Ein Sohn des Schmiede⸗ meisters Theis Göttig im nahen Betziesdorf war bei dem deutschen Postamte in Tsingtau(Deutsch⸗Südwestafrika) als Postsekretär beschäftigt und wurde unmittelbar nach Kriegsausbruch mit den männlichen Deutschen von den Eng⸗ ländern im Inlande interniert, die Frauen und Kinder wur⸗ den nach Bagda gebracht. Seit dem 15. August 1914 hatte der alte Vater kein Lebenszeichen mehr von seinem Sohne erhalten; alle Ermittelungen erwiesen sich als zwecklos. Jetzt nach Jahresfrist erhielt der Vater vom Reichs⸗Postamt die amtliche Mitteilung, daß sämtliche in Südwestafriba be⸗ findlichen Deutschen wohlauf seien. Unmittelbar darnach be⸗ lam Theis Göttig auch von seinem Sohne die Bestätigung, daß er noch lebe, wieder als Postsekretär in Tsingtau sei und auch seine Frau und Kinder, die ebenfalls aus der Gefangen⸗ schaft in Bagda befreit wären, bei sich habe.
Aus dem Kreise Marburg, 2. Dez. Der Erlös aus dem Verkauf des Gemeindeobstes im Kreise Marburg betrug in diesem Jahre insgesamt 30 314,35 Mk. (gegen 10 786,25 Mk. im Jahre 1914). Auf die Stadt Mar⸗ burg entfallen hiervon 1925,60 Mk.(1178,10 Mk.).— In Bauerbach wurden zwei aus dem Gefangenenlager zu Wetz⸗ lar entkommene russische Kriegsgefangene festgenom⸗ men. Sie gaben zu verstehen, daß sie sich von ihrer Arbeits⸗ stelle aus verlaufen hätten.
Frankfurt a. M., 3. Dez. Zur Entlastung der außerordentlich stark befahrenen Strecke der Main⸗Weserbahn durch die Züge der Gießen— Kasseler, Homburger und Cronber⸗ ger Bahnen läßt die Eisenbahnverwaltung zwischen Hauptbahn⸗ hof und dem Bahnhof West zurzeit umfangreiche Erweite⸗ rungsbauten ausführen. Der Bahnkörper wird erheblich ver⸗ breitert so daß er Raum für zwei weitere Gleise erhält. Es laufen
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demnach in Zukunft zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof West fünf Gleise. Ferner hat die Bauverwaltung mehrere schmale Unterführungen durch breitere ersetzen lassen und dadurch beque⸗ 1 mere Zufahrtswege zu den im Aufblühen begriffenen Stadtteilen geschaffen. Die Erweiterungsbauten sind in wenigen Wochen be⸗ endet; sie stellen einen erheblichen Fortschritt in dem Verkehr mit den Stationen an den Bahnlinien nach Gießen Bad Hom⸗ burg v. d. H. und Cronberg dar. Nach Fertigstellung dieser Bau⸗ ten wird mit dem Neubau der großen Umgehungsbahn für die Homburger Linie vom Hauptbahnhof über den Rebstock un⸗ mittelbar nach dem Bahnhof Rödelheim unter Ausschaltung des Bahnhofs West begonnen.— Die 50jährige Ehefrau Wilhelmine Rausch übergoß sich mit Benzin und steckte dann die Kleider 1 Als Hilfe herbeikam, war die Frau bereits ver⸗ ich. 1
= Köppern, 3. Dez. Vor einigen Tagen wurde im Ge⸗ meindewalde ein siebenjähriger Schüler von einem Jäger in den Kopf geschossen und dabei so schwer verletzt, daß er jetzt m Homburger Krankenhause verstarb. Der Jäger konnte noch nicht ermittelt werden.
ul. Limburg, 2. Dez. Der Kreisausschuß hat be⸗ schlossen, von Montag, 6. Dez., ab die Entnahme von Mehl pro Kopf und Tag von 200 Gramm auf 225 Gramm all⸗ gemein zu erhöhen. Die Brotmenge erhöht sich hierdurch um wöchentlich/ Pfund für jede Brotkarte. Es werden ferner von diesem Tage ab neben den Brotkarten besondere Mehl⸗ karten ausgegeben, die in dem Brotbuch enthalten sind und zwar für jede Woche eine Mehlkarte, die zum Bezug von 175 Gramm Mehl oder einem halben Pfund Roggenbrot berechtigt.
Bandel.
— Haiger Hütte A.⸗G. iu Haiger. Das Werk er⸗ zielte 1914½%/5 einen Betriebsüberschuß von Mk. 150 938 (402 588 im Vorjahr). Hierzu kommt ein Vortrag aus 1913/14 mit Mk. 3486.— Nach Abzug von Mk. 71 380(47 582) für Zinsen, Absehreibungen und Rücklage steht ein Reingewinn von Mk. 83 045(55 273) zur Verfügung, von welchem 6 Proz.(4 Proz.) gleich Mk. 60 000 als Dividende verteilt, Mk. 14755 Gewinn⸗ heteiligung gezahlt und Mk. 8289 auf neue Rechnung vorgetragen werden.
f f Märkte. Gießen, 4. Dez. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter das Pfund 1,90—0,00 Mk.: Hühner⸗ eier das Stück 18—20 Pfg.; Käse das Stück 7—9 Pfg., Käsematte 1 Stück 3 Pig.; Tauben das Paar 1,40— 0,00 Mk., Hühner das Stück 200—2,50 Mk., Hahnen 1,50 2,50 Mk. Gänse d. Pfd. 1,30— 1,40 Mk., Ochsenfleisch das Pfund 1.20— 1,24 Mk., Kuhfleisch 1,10 Mk. das Pfund, Rindfleisch das Pfund 1,20 1,24 Mk., Schweinefleisch das Pfund 1,50 0,00 Mk., Kalbfleisch das Pfund 1,20— 1,24 Mk., Hammelfleisch das Pfund 1,00—1,16 Mk.; Kartoffeln der Zentner 3,75 Mk.; Zwiebeln der Zentner 25—28 Mk.; Milch das Liter 26 Pfg.; Aepfel der Zentner 6—8 Mk., Birnen 715 Pfg. das Pfund; Nüsse 100 Stück 50—60 Pfg.; Spinat 20— 25 Pfg. das Pfund, Wirsing 10-15 Pfg. das Stück, Gelberüben 10—12 Pfg. das Pfund, Rotkraut 15—25 Pfg. das Stück, Rosenkohl 20 bis 25 Pfg. das Pfd., Kohlrabi 6—8 Pfg. das Stück, Weißkraut 15 bis 25 Pfg. das Stück, Roterüben 7—8 Pfg., Römischkohl 6—8 Pfg., Blumenkohl 20—50 Pfg.; Tomaten das Pfund 25— 30 Pfg.; Sellerie 610 Pig. das Stück; Endivien 10—12 Pfg.— Marktzeit von 8 bis 2 Uhr.— Fleischpreise auf dem Markte von auswärtigen Händlern: Rindfleisch das Pfund 1.10 0,00 Mk., Rindfleisch⸗ Bratenstück das Pfund 1,10—0,00 Mk., Nierenfett das Pid 1,10 Mk, Leber- und Leischwurst 1,30 Mk. das Pfund, Mettwurst 1,80 Mk. das Pfund, Schweinefleisch 1,40 Mk. das Pfund. 10 M., Heu- und Stroh⸗
fe. Fraulfurt a. 3. Dez.
markt. Auf dem heutigen Heu- und Strohmarkt war nichts augefahren. fe. Wiesbaden, 3. Dezbr. Viehmarkt. Auftrieb:
133 Rinder(darunter 4 Ochsen, 8 Bullen, 121 Kühe), 73 Kälber, 23 Schafe, 57 Schweine. Der geringe Auftrieb genügte nicht der großen Nachfrage, zumal ein großer Teil des Auftriebs von aus- wärtigen Händlern aufgekauft wurde und sich dadurch die Aus— sichten der einheimischen Käufer, ihren notdürftigsten Bedarf zu decken, bedeutend verringerten. Der kleine Auftrieb fand bei leb 1185 Geschäft und gleichen Preisen wie am 29. November schnellen
atz.
meteorologische Beobachtungen
der Slalson Gießen.
— 2 5 25 r „ o Dez. Sie J ö 8 5 s s i e 19 8 5 5 deb * 65 55 S2 3 2— 6,0 6,7 96—— Regen T 9„MM„% 15 Höchste Temperatur am 2. bis 3. Dez. 1915 + 10,3 C.
Niedrigste 15„„
195 278. Niederschlag: 3,8 mm. 18
„ Flasche M. 1.50 % Flasche 85 Pfg. „Feldpostpackung ohne Mehr⸗
preis“
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98 Besfe ur Zahnpflege
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2 1 5 1 Be Ebung durch Preis Mk. 3.— die Flasche; aueh 5 in Tablettenform ebenso wirk- sam wie das flüssige, bequem als
Feldpostbrief, Mk. 2.50. 2:
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