Ausgabe 
(27.11.1915) 280. Erstes Blatt
Seite
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Dlodade Griechenlands i natürlich Work für Worr richtig. Es bestreitet aber nicht, J iten unmöglich ist, 3 Entente⸗Mächte 2 55 42825 e So Griechenland verhängt haben.

Mailand 26. Nov.(WDB. Nichtamtlich.) Der Sec olo teilt mit, daß Sonnino im Verlaufe des gestrigen Minister⸗ vates den amtlichen Tert der Antwortnote Griechenlands verlesen hat. Griechenland teilte darin mit, daß es mit der teilweisen Abrüstung in einigen Tagen beginnen werde. Der Bierverband verlange jedoch, daß die Abrüstung vol lstän⸗ dig und schnellstens geschehe.

Paris, 27. Nov.(WTB. Nichtamtlich.)Petit Parisien bemerkt, daß die Antwort Griechenlands auf die Note des Vierverbandes äußerst schnell erfolgt sei und daß Minister⸗ präsident Skuludis in fast allen Punkten Genugtuung ge⸗ währt habe. Das Blatt führt aus: Es hat sich zunächst darum ge⸗ handelt, einer eventuellen Entwaffnung der englischen, französischen und serbischen Truppen vorzubeugen; ferner darum, den Gebrauch der Eisenbahn des Salonikier Netzes wieder zu gewinnen, deren Benutzung durch die versam⸗ melten griechischen Streitkräfte um Saloniki teilweise ausgeschaltet war. Drittens handelt es sich darum, daß diese Versammlung griechischer Streitkräfte um Saloniki einer ver⸗ nünftigen Verteilung auf verschiedene Punkte der Grenze Platz machte. Inbetreff dieses dritten Punktes hat Skuludis günstige Antwort erteilt. In Bezug auf den letzten Punkt hat Skuludis mehr als Worte gegeben, zumal die Auseinanderziehung der Truppen bereits begonnen hat. Man braucht das erreichte Er⸗ gebnis nicht aufzubauschen, doch scheint es annehmbar.

Berlin, 27. Nov. Die italienische Presse sieht lautVossischer Zeitung in der griechischen Antwort kei nen Erfolg des Vierverbandes. Griechenland habe nur bewilligt, was es ohnedies zu bewilligen bereit gewesen wäre und was den Wünschen und Forderungen der Zentral⸗ mächte nicht widerspreche. Der Erfolg sei also auf seiten Griechenlands. Uebrigens wisse man bis jetzt nicht, welche Bürgschaft die griechische Regierung dafür gegeben habe, daß sie ihre Haltung in den Punkten, in denen sie nachgab, nicht

. mehr ändern werde. a

* * Der amtliche frauzösische Bericht.

Paris, 26. Nob.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von gestern abend: Es ist kein wichtiges Ereignis zu verzeichnen.

Belgischer Bericht: Mit Ausnahme einer kurzen Be⸗ schießung von Noordschoote herrscht fast völlige Ruhe an

ganzen Front. Unsere Batterien zersprengten feindliche Grup⸗ pen westlich vom Schlosse Vicogne bei Drie Grachten und bei Luyghen.

Orientarmee: Am 23. November hatten unsere Trup⸗ pen einen Zusammenstoß bei Bruzik östlich von Krivola mit bulgarischen Kräften. Diese wurden zurückgeschlagen.

5 Dardanellen⸗ Armee: Der Feind zeigt seit einigen Tagen wachsende Tätigkeit. Am 21. November machte er nach einer heftigen Beschießung hintereinander drei Angriffsber⸗ suche gegen die englische Front, um die am 15. Noobember verlorenen gräben zurückzugewinnen. Seine Anstrengungen sind überall gescheitert. wurde von englischem Infanterie⸗ und Artilleriefeuer, an das sich Artillerie und Maschinengewehre der Franzosen aus dem benachbarten Abschnitt schlossen, dezimiert und ließ zahlreiche Tote auf dem Gelände. Auf beiden Seiten wird der unterirdische Krieg mit derselben Lebhaftigkeit fortgesetzt. Am 21. November ließen wir mit Erfolg eine Quetschmine sprin⸗ gen. Am 22. November stießen unsers Sappeure auf einen türkischen Minengang und schlugen die feindlichen Minengräber in die Flucht. Wir legten sofort eine Gegenmine und ließen sie springen, wodurch das feindliche Werk vernichtet wurde. Am 23. November während des ganzen Tages heftiges Gewehrfeuer, 5 und Bombenkämpfe von türkischer Seite. Die Türken sind wohl mit

Munition sehr gut versehen, zeigen sich aber dennoch aufgeregt

und von unseren Fliegern beunruhigt, die den Schienen⸗ strang Konstantinopel Dedeagatsch mit Bomben be⸗ worfen haben. Wir beschädigten auch feindliche Kunstbauten durch

Monitore und leichte Kriegsschiffe, die häufig die asiatische Küste

beschießen. Auf diese Weise sind die Türken unaufhörlich in Atem gehalten und genötigt, uns bedeutende Kräfte entgegenzustellen. Joffre tritt zurück?

4 Berlin, 26. Nov.(Priv.⸗Tel.) DerBerl. Lokalanz. meldet aus Kopenhagen: Nach einer Pariser Meldung

verlautet dort bestimmt, daß General Joffre zum Prä⸗ sidenten des gemeinsamen 9 ernannt wird. In⸗ folgedessen würde er von seiner tellung als Generalissimus zurücktreten. Als sein Nachfolger wird General Foch genannt.

Die finanzielle Lage Frankreichs.

Paris, 26. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Finanzminister Ri bot legte in der Kammer einen Gesetzentwurf für die Eröffnung vorläufiger Kredite in Höhe von 8172817000 Franes für das erste Vierteljahr 1916 vor. In seiner Be⸗ gründung erklärt Ribot, daß die finanzielle Lage Frankreichs keineswegs beunruhigend sei, da es Frank⸗ reich gelungen sei, während der 16 Kriegsmonate alle Ausgaben, so erheblich sie auch gewesen sein mögen, zu decken, ohne die Kredite der Banque de France utasten und den Steuerzahlern neue Lasten aufzuerlegen. Ribot fuhr fort: Zum ersten Male haben wir Einzahlungen auf eine Rentenanleihe eröffnet, die die Mittel für die 8 sten

Monate sichern wird. Wir können mit Zuversicht auf die Zukunft blicken, da wir sicher sind, daß das Land uner⸗ schütterlich gewillt ist, vor keiner Anstrengung und keinem Dpfer zurückzuscheuen, um den endgültigen Sieg zu er⸗ reichen. Höchstpreise für Lebensmittel in der Schweiz. 5 Bern, 26. Nov.(Zens. Frkft) Der Bundesrat hat grundsätzlich der vom Volkswirtschaftsdepartement bean⸗ tragten Festsetzung von Höchstpreisen 5 Zucker, Butter und Käse zugestimmt.(Frkft. Ztg.

Kitchener auf Reisen.

Lugano, 26. Nov.(Zens. Frkft.) Kitchener traf mit einem Gefolge von 18 Personen heute morgen von Brindisi kommend in Rom ein und stieg in der englischen Botschaft ab. Er spricht heute mit Sonnino und fährt in den nächsten

.

Tagen an die italienische Front zu dem König und Cadorna. Kr

Der militärische Mitarbeiter derTimes über die Aussichteu auf dem Balkan.

3 London, 26. Nov.(WTB.* Der mili⸗ kärische Mitarbeiter der‚Times, Oberst Repington, pole⸗ misiert erneut gegen die Balkanunternehmungen der Alliier⸗ ten, wobei er schreibt: Die Stellung des Gegners ist der unsrigen überlegen, und es würde einen enormen Aufwand an Zeit, Truppen und Geld erfordern, um die Lage zu un⸗ serem Vorteil zu verändern. Wir haben unsere Ge⸗ legenheit auf dem Balkan verpaßt. 8450 lohnt es sich nicht mehr, die notwendigen Opfer aufzubringen. Der Balkan ist für uns ein Kriegstheater, von dem wir uns

ergeben mußte.

Aus dem englischen Parlament.

London, 26. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Unterhaus. Trail fragte, ob der Vertrag von 1863, durch welchen England, Frankreich und Rußland die Unabhängigkeit Griechenlands ewährleistet haben, bindende Kraft behalte, trotzdem die verfas⸗ fangsmäbigen Heftanisse des grlechischen Parlamente tatsachlich außer Kraft gesetzt seien. Lord Robert Cecil erwiderte, man könne schwerlich sagen, daß die Bedingungen des Vertrages ver⸗ letzt seien. Asqusith erklärte auf eine Frage, nach den ernsten Worten Bonar Laps sei es klar, daß die Regierung nicht zögere, geeignete Mittel anzuwenden, um alle Klassen zu strenger Spar⸗ samkeit anzuhalten. Auf die weitere Frage, ob alle englischen und französischen Landtruppen an der Westfront unter einen Oberstkommandierenden gestellt würden, antwortete Asquith, daß dies für unratsam befunden wurde. Cecil sagte auf eine Frage, die merikanische Regierung habe alles von den gegnerischen revo⸗ lutionären Parteien ausgegebene Papiergeld für ungültig erklärt. Die englische Regierung habe einen Bericht eingefordert.

London, 26. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Oberhaus. (Fortsetzung und Schluß des gestern mitgeteilten Sitzungsberichts.) Lord Devon port sagte, wenn man einen anwenden

und die Knaben aus der Schule nehmen würde, damit sie in der Landwirtschaft arbeiteten, so würde sich der Nation die stärkste Unruhe bemächtigen. Lord Landsdowne sagte, die landwirt⸗ schaftliche Frage sei nur ein Stück der Gesamtfrage. Man möchte manchmal zweifeln, ob wir, als wir in diesen großen Krieg hinein⸗ gingen, uns die gewaltige Wirkung auf die nationalen Industrien klar machten. Wir gingen unmerklich über von der Stellung eines Landes mit einem kleinen Expeditionskorps zu der Stellung eines Landes, das von einem illionenheere spricht. Es sei fraglich, ob alle, die sich diese Politik zu eigen machen, die ge⸗ waltige Veränderung in der Industrie voraussahen, die sich daraus

.* 8 114

Der türkische Bericht.

Konstantinopel, 26. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Irakfront ließ der Feind am 22. und 23. November nördlich Korna und am Tigris west⸗ lich Kputulamara unter dem Schutze der Kanonen von zehn Kriegsschiffen seine neue Verstärkungen gegen unsere vorgeschobe⸗ nen Stellungen in dieser Gegend vorgehen. Unsere Vortruppen fügten dem Feind sehr bedeutende Verluste an Toten zu und zogen sich dann auf ihre Hauptstellung zurück. Der Feind versuchte seinen Angriff weiter vorzutragen. Der Versuch schei⸗ terte aber. Unsere Truppen gingen zum Gegenangriff über und mahmen dem Feind ein Maschinengewehr, 2 Munitionswagen und einige Gefangene ab. Ferner erbeuteten wir dort ein viertes feindliches Flugzeug.

An der kaukasischen Front hat sich nichts von Bedeu⸗ tung ereignet.

An der Dardanellenfront Kampf mit Artillerie und Bombenwerfern. Unsere Artillerie zerstörte bei Anaforta und Ari Burnu einige feindliche Maschinengewehre und Bombenwerfer⸗ stellungen und tötete eine große Anzahl feindlicher Soldaten, die in der Umgegend des Landungsplatzes von Ari Burnu unter⸗ gebracht waren. Bei Anaforta nahmen wir mit gutem Erfolg eine großkalibrige Kanone samt Munitionswagen unter Feuer, die der Feind gegen Kiretchtepe in Stellung bringen wollte. Wir töteten alle Bedienungsmannschaften und Zugtiere.

Aus dem Keiche.

Der Nahrungsmittelverkehr.

Berlin, 26. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Der Beirat der Reichsprüfungsstelle für Lebensmittel preise trat in seinem Ausschuß für Milch, Butter, Käse und Eier am Freitag unter dem bene des Ministerial⸗ direktors Lusensky 3 seiner dritten Sitzung zusammen. In einer eingehenden Aussprache über die Verbrauchsrege⸗ lung der Butter und sonstigen Fette wurde festgestellt, daß von einer allgemeinen Butternot keine Rede sein könne. Tür die Behebung der Schwierigkeiten, die sich an einzelnen Stellen in der Butterversorgung ergeben haben, wurden verschiedene wohl durchführbare Vorst läge gemacht. Auch über die Vorteile und Nachteile der Einführung von Butter⸗ und Fettkarten für das ganze Reich wurde eingehend ver⸗ handelt. Einige Zweifelsfragen über die Regelung der Butterpreise wurden aufgeklärt und eine zusammenfassende Veröffentlichung darüber in Aussicht gestellt. Uebereinstim⸗ mung herrschte in der folgenden Erörterung über die Grund⸗ sätze zur Regelung, Herstellung und Preisgestaltung von Käse. Bei der weiter zur Besprechung gestellten Frage der Regelung des Eierverbrauchs und einer etwaigen Fest⸗ setzung von Höchstpreisen für Eier bestand Uebereinstim⸗ mung dahin, daß weder eine Verbrauchsregelung noch eine Preisfestsetzung von Reichswegen zurzeit zweckmäßig sei. Es wurde empfohlen, die Weiterentwickelung der Verhält⸗ nisse zunächst abzuwarten.

*

München 26. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Kriegs⸗ minister Frhr. Kreß von Hressenstein ist seit einigen Tagen erkrankt und muß das Bett hüten. An seiner Stelle führt General der Kavallerie Frhr. v. Speidel die Ge⸗ schäfte des Kriegsministeriums. Der König hat Frhr. v. Spei⸗ del zum Staatsrat im ordentlichen Dienst ernannt.

B n t 2

Aus Stadt und Cand. Gießen, 27. November 1915.

Sonntagsgedanken.

Seid brav, ihr Kinder! Das Christkind schaut jeden Abend durchs Fenster. Wenn ihr nicht brav seid. Mutter, erzähl doch vom Christkind. Und die Mutter er⸗ zählt. Aber noch wunderbarer, als die Mutter es erzählt, spiegelt es sich in den Köpfen der Kleinen, und ihre Ge⸗ danken gehen in die Zukunft, wo der Tag und die Stunde sein wird. Wenn es nach ihnen ginge, es müßte schon mor⸗ gen, schon heute sein. Es ist eine erwartungsvolle Zeit. Wunderbar, heiß ersehnt ist das, was kommen soll.

Mit einer ebenso großen Sehnsucht find auch die Ge⸗ danken der Großen in die Zukunft gerichtet. Derer, die da⸗ heim ihren Geschäften nachgehen und dabei gar manchmal mit schweren Gedanken kämpfen müssen, besonders aber derer, die der Haß, die Niedrigkeit und die Verblendung unserer Feinde so lange der Heimat entzieht. Mag der Krieg noch so viele Tugenden neu wecken. Er selbst macht uns keine Freude. Sondern schon vom ersten Tage an, als er begann, hofften wir auf den Frieden. Und auch von unserenrauhen iegsleuten wird es uns immer wieder geschrieben, wie sie den Frieden und die Rückkehr in die Heimat herbeiwünschen. Dem besiegten Feinde den Fuß in den Nacken setzen, das war nicht unser Wille. Wir wollten nicht all das Entsetzliche und Grauenhafte, was der Krieg mit sich bringt. Auch nicht eine Gelegenheit, uns zu rächen für erlittene Unbill, suchten wir. Aber den Frieden sollten sie uns lassen. Um des Friedens willen kämpfen wir. So schnöd und E unsere Feinde gegen uns handelten, freuen über das Elend, das sie schon getroffen, und dem sie noch entgegengehen, werden wir uns nicht. Unsere Siegesfreude ist nicht Frohlocken über den Sturz des Gegners, sondern wir hören die Glockenschläge, die uns anzeigen, daß wieder eine Stunde der Nacht ver⸗ flossen ist. Da freuen wir uns, denn der Tag wird an⸗

am besten fern balton w n,

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brechen. Der Friede ist der Tag. Krieg ist Nachtwerk. Friede

kauf, gleichviel in wel

1 5 N ist Tagwerk. Krieg ist eine unabwendbare Krankheit, wi Lebenskraft bis aufs letzte erprobt wird; im Frieden ab kann sich die 1 0 ruhig und voll entfalten. Desha ist es uns nicht um den Krieg zu tun, sondern um de Frieden. Deshalb ist uns der Krieg eine Wartezeit. Doch nicht untätig und schwächlich sehnen wir uns nach dem 5 Mit allen Sehnen muß er e werden. 1

Das Butteraus fuhrverbot für den Kreis Gießen ist laut amtlicher Bekanntmachung in heutiger Nummer wieder 55 worden. 5

Höchstpreise für Margarine. Durch Bundes ratsverordnung vom 8. November 1915 ist dem Kriegs⸗ ausschuß für Oele und Fette die Aufgabe übertragen worden, sämtliche in Deutschland beschlagnahmten Oele und Fette zu verteilen und ebenso die Verteilung der aus ihnen hergestellten Fertigfabrikate zu regeln. In Erfüllung dieser Aufgabe werden in Zukunft den Mitgliedern der dem Kriegsausschuß angegliederten Kriegsabrechnungsstelle der Deutschen Margarine⸗ und Speisefetkfabriken nur unter der Bedingung Oele und Fette zur Verarbeitung geteilt, daß sie ihre gesamte Produktion, sowie die von ihr ein⸗ gekauften Margarine⸗ und Speisefe rikate beim Ein⸗ cher Packung, 1. Dezember 1915 nicht zu höheren Preisen als den folgenden liefern: Bei der Abgabe an Verbraucher: Margarine 1,40 Mk. das Pfund, Speisefette aller Art mit 100 Proz. Fettge t, wie Schmelzmargarine, Pflanzenfett, Rinderfett, Kunstspeisefett usw. 1,64 Mk. das Pfund. Bei der Abgabe an den Groß⸗ handel und an Wiederverkäufer: e 128 Mk. für 100 Pfund franko, Speisefette aller Art, soweit sie 100 Proz. Fett enthalten, wie S melzmargarine, Pflan⸗ zenfett, Rinderfett, Kunstspeisefett usw. 152 1 100 Pfd. franko. Damit die Gewähr gegeben ist, daß 1 diese Preise im Kleinverkauf nicht überschritten I haben sich die Mitglieder der dem Kriegsausschuß angeglie⸗ derten Kriegsabrechnungsstelle der Deutschen garine⸗ und Speisefettfabriken zu verpflichten, jede Art Mar⸗ garine⸗ und Speisefettfabrikate nur an solche Kleinhändlen und Wiederverkäufer abzugeben, die sich ihm gegenüber durch Unterzeichnung gegen Vertragsstrafe en haben, keine Margarine zu höheren Preisen als 1,40 Mk. in den Konsum gelangen zu lassen. Der Kriegsausschuß 1 daß diese Maßnahmen die Margarine verbrauchende Bevölke⸗ 3 Ueberpreisen N E 50 70 1

iehzählung. Dezember kannt. 95

ählung des ee d. h. des Rindviehs, der Pferde, weine, Schafe und Ziegen, stattfinden. Wir verweisen auf die im Anzeigenteil enthaltene Bekanntmachung des Oberbürgermeisters zu 9 65 Gegenstand. 5 8 5

e Für eine Mark Patriotismus! Eine An⸗ zahl hiesiger Bürger erhielt dieser Tage durch die Post ein Auskunftsbuch über Krieg, Heer und Flotte mit einem Prospekt und einer Zahlkarte. Die FirmaDeutsche Volksbuchhandlung G. m. b. H. in Berlin hat dem Ganzen durch Hinzufügen von patriotischen Sprüchen einen Rahmen gegeben, als wenn es sich um eine Wohltätigkeits⸗ veranstaltung handelt, wie in letzter Zeit verschiedene auf die gleiche Art in Umlauf gesetzt wurden. Es kann hier⸗ durch, wie auch Anfragen beweisen, eine Irreführung des Publikums herbeigeführt werden. Wir weisen deshalb darauf hin, daß der Kaufpreis von 1 Mk. nicht zu wohltätigen oder gemeinnützigen Zwecken verwendet wird. 5 1

* Neue Bahnstrecke e Am 1. Dezember wird die neue Bahnstrecke Haiger Siegen er⸗ öffnet und in Betrieb genommen werden. Von diesem Tage ab werden die bisher von Gießen über verkehren⸗ den Schnellzüge D 81/82 und D 175/176 GießenHa⸗

en Duisburg und zurück über die neue Strecke eite. Die nach und von Köln fahrenden Teile der 3. D 8/82 werden statt wie bisher in Betzdorf, in Siegen Hbf. von dem Hagener Teil getrennt und mit diesem wieder zu⸗ sammengesetzt. Zug 175 hat in Siegen Anschluß von Betz⸗ dorf durch 10 1274 Betzdorf ab 6.29 abends, Siegen an 7.10 abends. Zug 176 hat in Siegen Anschluß nach Betzdorf durch Schnellzug D 81 Siegen ab 10.07, Betz⸗ dorf an 10.25. 5

Warnung vor feindlichen Anschlägen! In letzter Zeit sind trotz 1 Vorsichtsmaßregeln immer noch hie und da Brän! chern,

1

e in Fabriken, Spei nen usw. ausgebrochen, deren Entstehungsursache tem Tel nicht zu ermitteln war. Es liegt bei diesen unaufgeklärt ge⸗ bliebenen Bränden die Befürchtung sehr nahe, daß von feindlicher Seite den durch die Eisenbahn oder die Binnen⸗ schiffahrt beförderten N zuweilen verborgene Zündkörper beigepackt werden, oder W auch durch 1 Agenten in den Gebäuden 1 rrats⸗ räumen der Landwirte in irgend einem unbewachten Augenblick angebracht werden und dann durch ihre Selbst⸗ entzündung Brände hervorrufen. Daher ist in allen 21 55 Betrieben größte Aufmerksamkeit geboten. Eisenbahn⸗ oder Schiffssendungen, bei denen nach Art der Verpackung und Hekünst irgendwie die Möglichkeit vorhanden ist, daß in ihnen Zündkörper versteckt sein könnten, müssen tunlichst vor der Einspeicherung daraufhin untersucht wer⸗ den. Ebenso möchten die Landwirte mit verdoppelter Auf⸗ merksamkeit auf verdächtige Personen, die sich unbefu in der Nähe ihrer Vorratsräume zu schaffen machen, 0 geben, und auch öfters, soweit es eben irgend möglich ist, die Scheunen usw. daraufhin nachprüfen, ob etwa außen oder innen Zündkörper angebracht sind. Die genaue Be⸗ folgung dieser Vorsichtsmaßregeln wird voraussichtlich Brandstiftung verhindern oder wenigstens auf ein Mindest⸗ maß einschränken können.

e e i die voraussich uffn g der beliebten ang einst im Mai statt. Am Abend wird Björnsons n Fee rallissem 75 1 dessen Neueinstudierung bei Publikum wie* Arte aufgenommen worden ist. Die deen Vorstellungen werden bei kleinen Preisen gegeben.

* Oberhessischer Kunstverein. Wegen verspäteten 1 1 5 fende 8 en noch 4 oder vier ge ossen. Die alljährliche Verlosung von Anrecht⸗ scheinen unter die Mitglieder des Kanter findet im Laufe des Monats Dezember statt.

* Feuerwehr. Das vom Großherzog gestiftete Ehren⸗

eichen für 25jährige Dienstzeit bei der hr erhielten die 889. der Gieß 3 5 N

ießener w. Feuerwehr Buchberger, J. Dickor é II., G. Kraus, H. Lehr⸗ g mund und R. Rödiger. 0 5

ein Stall und ein kleiner Lagerraum die Feuerwehr aus dem brennenden Rau