Ausgabe 
(20.11.1915) 274. Drittes Blatt
Seite
114
 
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mittel für Seife,

besondere Steine nötig und jetzt hat man hier

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274 drittes Blatt erscheint täglich mit Ausnahme 1 Sonntags.

DieSiehener Famillenblätter werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Gießen zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit⸗ fragen erscheinen monatlich zweimal.

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1065. Jahrgang

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zeiger für Oberhessen

Samstag, 20. November 1015

Rotationsdruck und Berlag der Brühl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.

Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul⸗

straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: e 51, Schrist⸗

leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen.

Aus Stadt und Cand. Gießen, 20. November 1915.

Was der Krieg wieder zu Ehren bringt.

Ein Heimatfreund, der an dieser Stelle schon wieder⸗ holt Hübsches aus seinen Erinnerungen und Erfahrungen zum besten gab, sendet uns folgende Plauderei:

Die Seife ist jetzt, wo die Fette fehlen, ein rarer und teurer Artikel geworden. Man kann ihr ja am einfachsten dadurch aus dem Wege gehen, daß mans macht wie die Russen und aufs Waschen verzichtet. Allein das ist für uns moderne Menschen nicht angängig. Gibt es doch auch Ersatz⸗

B. Seifenpulver von aller möglichen Zusammensetzung, die aber mitunter leicht auf Wäsche und die Haut der Menschen nachteilig wirken können. Vor noch nicht zu langer Zeit bediente man sich auf dem Lande statt der Seife einer selbstgewonnenen Lauge aus Holz⸗ a sche. Man brannte meistens lauter Buchenholz, und dessen schöne Asche schüttete man auf ein Tuch, das in ein Wänn⸗

chen gelegt oder zwischen die Füße eines umgekippten] o

Stuhles gebunden wurde, und goß Wasser darüber. Dieses löste die in der Asche enthaltene Potasche und die Lauge wurde als gute und billige Waschbrühe sogar zum Aus⸗ kochen des selbstgewebten Leintuches benutzt. Leintuch fabri⸗ zierte sich früher ebenfalls fast jeder Bauer selbst. Die blau blühenden Flachsfelder boten einen schönen Anblick und das aus Flachs bereitete Linnen bedeckte oft ganze Wiesgründe, auf denen es gebleicht wurde. Nachts standen sogar Wachen

den Tuchbleichen. Die. der Stadt Gießen lag zwischen der Lahn und dem Lohgerberbach, da wo heute der Schweinemarkt abgehalten wird. Eine bekannte Per⸗ sönlichkeit war der Tuchbleicher Schürz, der sich, als 1850 die Main⸗Weser⸗Bahn, die längs der Lahn herläuft, gebaut war, mit seinen Mahlzeiten nach den Zügen, die in regel⸗ mäßigen Zwischenzeiten nach Frankfurt fuhren, richtete. Es fuhren nämlich in jener Zeit täglich nicht mehr als vier Züge.Nachher ging das aber nicht mehr, sagte später oft Schürz,die Zuge vermehrten sich und ich hätte schließ⸗ lich alle Stunde essen müssen, was doch zu viel war.

Um auf die Seife zurückzukommen, so sei hier der Merkwürdigkeit halber das Ersatz⸗Rezept einer aus Rhein⸗ hessen stammenden, in Heldenbergen wohnenden Frau an⸗ geführt, die statt der Seife mit bestem Erfolg Kastanien⸗ brühe anwendet. Sie hat Kastanien gesammelt, geschält und getrocknet und kocht diese mit Wasser aus. Alle Leute sind über die ende und unschädliche Wirkung dieser Lauge erstaunt.

Wie die Seife, so sind auch Mehl und Eier knapp geworden. Die Bereitung von Nudeln ist dadurch zurück⸗ segangen. Reis wird nur in geringer M er und 0 bedient man sich Fe geschälten Gerste als Suppeneinlage und zur Bereitung von Brei. Früher war jede Mühle für dieses Schälen eingerichtet man 11 55 wieder zu der alten Einrichtung gegriffen. Man zog und schälte aber außer der Gerste vor allem auch eine der Gerste verwandte Getreideart, den sogenanntenFummer, den man im vorderen NiddertalHammerich, in Eckartshausen bei BitdingenEmmerich nannte. Es scheint das Einkorn der Emer gewesen zu sein. Im Laufe der letzten 40 Jahre hat die Aussaat des Kummers ganz aufgehört und, soweit festzustellen war, ist nur der Müller Ulrich auf der Ilges⸗ häuser Mühle bei Hirzenhain dieser Frucht bis auf den heutigen Tag treu geblieben. Von ihm hat der Landwirt Roth in Steinbach in diesem Kriegsjahr etwas Saatfrucht bezogen und wiederKummer geerntet, der, überaus e und nahrhaft, als Suppe und Brei gegessen wir 0

Auch die Hir se, von der gegenwärtig gar nichts im Handel ist, zog sich früher der Bauer selbst und ließ sie schälen. Hirsenbrei war ein begehrtes Gericht und an Sonn⸗ und Festtagen, besonders auch wenn Besuch kam, gabs Hirsenbrei, Schweinefleisch und Sauerkraut als etwas Delikates. Den Wert, den man dem Hirsenbrei beilegte, tut auch das alte Sprichwort deutlich dar:Wenns Hirsenbrei regnet, hat er leinen Löffel.

Ein Glück wars, daß man die Schafzucht noch nicht aufgegeben, daß vielmehr unsere zähe Bauernschaft trotz aller gegenteiligen Beeinflussungen unserer übermodernen und wirtschaftlichen Schwarmgeister zum großen Teil an ihr festgehalten hat, wodurch einheimische Wolle und ein⸗ heimisches Garn produziert werden konnte, die uns jetzt im Allkrieg so sehr zustatten gekommen sind.

Der Krieg ist ein Lehrmeister für alle und jeden. Ob man aber nach dem Krieg Vernunft annehmen und die Lehren beherzigen wird, das steht dahin.8.

8 1

Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.)

Musk. Rob. Alter, Inf.⸗Rgt. 168, aus Berstadt. Musk. Wilh., Sehrt, Inf.⸗Rgt. 53, aus Bernsfeld. Unteroff. Gg. Möller, Inf.⸗Rgt. 17, aus Üdenhausen. Ers.⸗Res. Rud. Mädel Res.⸗Inf.⸗Rgt. 87, aus Alsfeld. Gefr. d. Res. Herm. Weiß aus Biedenkopf⸗Ludwigshütte. Gefr. Heinrich Runkel, FJuß⸗Art.⸗Rgt. 50, aus Breidenbach. Wehrm. Wilh. Kinzenbach, Res.⸗Inf.⸗KRgt. 81, aus Münchholzhausen. Landsturmrekrut Konr. Eckhardt, Inf ⸗Agt. 118, aus Aßlar. = Gefr Heinr. Söhngen, Res⸗Inf⸗Rgt. 81, aus Nieder⸗ Quembach. Ers.⸗Res. Friedr. Hels Inf⸗Rgt. 116, aus Münchholzhausen. Kriegsfreiw Wilh. Mankel aus Herborn. Musk. Karl Bolzt, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 116, aus Offenbach a. M. Wehrm. Andr. Habermehl aus Lauterbach. Musk. Joh. Gg. Seibert, Inf.⸗Rgt. 168, aus Lauterbach. Musk. Wilh. Berns aus Bicken. Unteroff. Oouis Appel, Inf. Rat. 118, aus Kölzenhain. Pionier Heinr. Nazarenus aus Orleshausen. Landsturmrekrut Wilhelm Micke Laus Ober⸗ Mockstadt. Kriegsfreiw. Otto Räder aus Ostheim b. Butzbach. Inf.⸗Rgt. 71, aus Münzenberg.

Musk. Gust Karl,

Gefr. Ludw. Schuster,Res.⸗Inf.⸗Rgt. 80, aus Wetzlar. e Karl Zipp, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 81, aus Biskirchen. Kriegs⸗ freiw. Wilh Meyer, Landw. Inf.⸗Rgt. 349, aus Rainrod. Musk. Hr. Neumann, Inf.⸗Rgt. 223, Musk. Karl Müller, Inf.⸗Rgt. 254, Musk. Heinr. Fischer, Inf.⸗Rgt. 144 und Wehrm. Heinr. Frank, Landw. ⸗Inf.⸗Agt. 116, aus Rudings⸗ hain. Unteroff. Herm. Müller, Inf.⸗Rgt. 116, aus Schlitz. Res. Konr. Pflanz, Inf.⸗Rgt. 165, aus Queck. Land⸗ sturmm. Apotheker Friedr. Henrich aus Wolf. Wehrm. Ed. Franz aus Bergheim. Musk. Friedr. Müller, Inf. Rat. 254, aus Unterschmitten. Garde⸗Grenadier Konr Becker aus Lehrbach. Musk. Jak. August Reuter, Res.⸗Inf. Rat. 116, aus Nieder⸗Weisel. Schütze Siegfried Mayer, Ref. Masch.⸗Gewehr⸗Abt. 16. Armeekorps, aus Himbach. Musk. Heinr. Buß Inf.⸗Rgt. 254, Musk. Wilh. Maurer, Inf. Rat. 222, Musk. Wilh. Metzger, Res.⸗Inf.⸗Regt 116, aus Gambach. Musk, Johannes Loos Inf.⸗Rgt. 254 aus Willofs Landsturmm. Otto Fiebes, Inf ⸗Rgt. 116, aus Offen⸗ bach a. M. Vizefeldwebel Lehrer Otto Zipp, Res.⸗Jnf. Rat. 116, aus Vilbel. Leutn. d. Ref. Karl Schmidt, Inf. Rgt. 221, aus Altenburg(Alsfeld). Musk. Friedr. Mom ber⸗ ger, Res.⸗Inf.⸗Rgt 88, aus Stumpertenrod. Erf-Res. Heinrich echler, Landw.⸗Inf.⸗Regt. 118, aus Eschenrod. Musk. Heinrich Ulrich, Inf.⸗Rgt. 176, aus Wölfersheim. Must. Karl Scharmann, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 253, aus Groß⸗Felda. Musk. Aug. Schiebelhuth aus Lauterbach. Ers.⸗Res. Johs. Beetz aus Wünschenmoos. Res. Karl Rühl, Ref. Inf Rgt. 81, aus Reiskirchen, Kr. Wetzlar. Gefr. Ludw. Schu st, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 80, aus Wetzlar. Res. Wilhelm Reis aus Mücke. Gefreiter Heinrich Schäfer, Maschinengewehr⸗ Abteilung 228, aus Espa. Musk. Willi Hosch, Inf. Rat. 83, aus Biedenkopf. Musk. Ludw. Fischbach, Inf. Rgt. 167, aus Wolfsgruben. Musk. Herm. Ebel, Inf. Rgt. 82, aus Battenberg. Musk. Konr. Arnold aus Kappel. Ers.⸗Res Franz Stock, Inf.⸗Rgt. 221, aus Marbach. Unteroff. d. Landw. Wilh. Sohn aus Darmstadt. Musk. Dan. Luley, Res.⸗Inf⸗Rgt. 221, aus Darmstadt. Musk. Jak. Stein, Landw.⸗Inf.⸗Rgt. 85, aus Darmstadt. Musk. Jakob Dillmann, Inf.⸗Rgt. 116, aus Darmstadt. Musk. Aug. Spamer aus Obermockstadt. Musk. Konr. Lampmann aus Michelnau. Musk. Wilhelm Matthes, Inf.⸗Rgt. 129, aus Sechshelden. Garde⸗Pionier Karl Daum aus Eibels⸗

hausen. *

Auszeichnung. Der Unteroffizier Georg Wah von hier, der bereits Inhaber des Eisernen Kreuzes ist, wurde mit der bessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.

Die goldene Hochzeit feiern morgen(Sonn⸗ tag) Privatier L. Süß und seine Ehefrau, geb Baer. Herr Süß ist Begründer der seit über 30 Jahren hier bestehenden Firma Schuhhaus Süß, die ihr von Jahr zu Jahr erwei⸗ tertes Geschäft in dem stattlichen Neubau in der Markt⸗ straße betreibt. Der Jubilar stammt aus Watzenborn und war vor seiner Niederlassung in Gießen mehrere Jahre in Amerika tätig; seine Ehefrau ist aus Leihgestern gebürtig.

* Unsere nützlichen Vögel, Meisen, Kleiber, Spechte u. a. bedürfen bei Witterungsverhältnissen, die ihre gewöhnlichen Nahrungsquellen unzugänglich machen, wie Rauhreif und Glatteis, der künstlichen Ernährung, da sie infolge ihres raschen Stoffwechsels in wenigen Stunden der Entbehrung zugrunde gehen. Nun sind Raps, Rübsen, Hederich, Dotter, Mohn, Leinsamen und Hanfsamen be⸗ schlagnahmt, und auch Sonnenblumenkerne werden im Handel schwer zu haben sein. Allerdings hat der Reichs⸗ kanzler 5 daß der Kriegsausschuß, soweit wie dies seine Vorräte erlauben, von den beschlagnahmten Oelsaaten die für Vogelfutter nötigen Mengen überläßt. Da jedoch noch nicht feststeht, welche Mengen frei find, und es jeden⸗ falls angezeigt ist, von dieser Genehmigung nur im Not⸗ falle Gebrauch zu machen, empfiehlt es sich, bei der Vogel⸗ fütterung den Mangel an Oelfrüchten nach Möglichkeit durch Aushängen von Kadavern usw. auszugleichen. Be⸗ sonders in größeren Waldungen muß mit dem Aushang alsbald begonnen werden, um die Vögel an die Futter⸗ plätze rechtzeitig zu gewöhnen. Es bedarf keiner weiteren Ausführungen, wie wertvoll die Erhaltung dieser nützlichen Vögel für unsere Land⸗ und Forstwirtschaft ist.

Landkreis Gießen.

A Garbenteich, 19. Nov Unteroffizier Karl We hrum der seit Kriegsbeginn im Westen bei einem Eisenbahnregiment stand, wurde im August ds. Is. nach dem Osten abberufen, wo er in eine Eisenbahnbaukompagnie versetzt und zum Feldwebel be.

fördert wurde. 5 Kreis Schotten.

r-, Laubach, 18. Nov. Se snen schweren Verwundungen erlegen ist der Musketier Heinrich Kreuder von hier. Als vermißt gemeldet wird der Landwehrmann Friedrich Weisel. Die Zahl der Verwundeten, die im hiesigen Lazarette verpflegt wurden, betrug bisher in stetem Bestand 4050 Mann. Seit der letzten Woche ist die Zahl auf 20 Mann herunter- gegangen; die übrigen wurden als geheilt in ihre Garmisonen

entlassen. a Kreis Friedberg.

r. Friedberg, Hessen, 19. Nov. Die Schüler der Fried⸗ berger Augustinerschule lieferten vom 22. Februar bis zum 15. November 55730 Mark Gold an die Reichsbank ab, eine im Verhältnis zur Schülerzahl recht ansehnliche Summe. Die 12 Jungen mit den höchsten Beträgen sollen zu gegebener Zeit durch Ueberreichung eines Gedenkblattes ausgezeichnet werden, dessen Wahrspruch lautet:Konnt ich auch nicht Waffen tragen, half ich doch die Feinde schlagen. Treffend ist damit die Bedeu⸗ tung der Goldsammlung für den Enderfolg im blutigen Völker⸗ ringen festgelegt. Jedes der Reichsbank zugeführte Goldstück ist eine wirksame Waffe, und wer Goldmünzen zurückhält, versündigt sich am Vaterland.

W. Bad⸗ Nauheim, 18. Nov. Bis zum 18. November 1915 sind 2 2472 Kurgäste angekommen. Bäder wurden bis dahin 303 148 abgegeben.

Vilbel, 18 Nov. Der Gemeinderat beschloß für die im Kriege gefallenen Vilbeler Kriegsteilnehmer, sofern sie nach hier überführt werden, die Anlegung eines Ehrenfriedhofes. Er spendete sodann für die Weihnachtssendungen der Vilbeler Krieger einen Zuschuß von 500 Mark.

Märkte. Gießen, 20. Nov. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter das Pfund 1,900,00 Mk.; Hühner- eier das Stück 17½20 Pfg.: Käse das Stück 79 Pg, Käsematte 1 Stück 3 Pig.: Tauben das Paar 1.400,00 Mt., Hühnsr das Stück 2,00 2,50 Mk., Hahnen 1,50 2,50 Mk., Gänse d. Pd. ,301,40 Mk., Ochsenfleisch das Pfund Mk. 1,20 1,24, Kuhfleisch 11000 Pfg. das Pfund, Rindfleisch das Pfund 1,20 1,24 Mk., Schweine fleisch das Pfund 1,500,00 Mk. Kalbfleisch das Pid. 1,20 1,24 Mt., Hammelfleisch das Pfund 100116 Ufg.; Kartoffeln der Zentner 3,75 Mk.; Zwiebeln der Zentner 27 28 Mk.: Milch das Liter 26 Pig.; Aepfel der Zentner 68 Mk., Birnen 7-15 Pig das Pfund; Nüsse 100 Stück 40 50 Psg.; Soinat 2025 Pfg. das Pfund, Wirsing 1015 Pig. das Stück, Gelberüben 1012 Pfg. das Pfund, Rotkraut 1525 Pig. das Stück, Rosenkohl 20 bis 25 Pig. das Pfd., Kohlrabi 68 Pig. das Stück, Weißkraut 15 bis 25 Pg. das Stück, Roterüben 78 Pfg., Römischkohl 68 Pfg. Blumenkohl 2050 Pfg.: Tomaten das Mund 25-30 Pfg.: Sellerie 610 Pig. das Stück; Endivien 1012 Pfennig. Marktzeit vor 8 bis 2 uhr. Fleischpreise auf dem Markte von auswärtiger Händlern: Rindfleisch das Pfund 1,10 0,00 Mk., Rindfleisch⸗ Bratenstück das Pfund 1,100,00 Mk., Nierensett das Pfd. 1,10 Mk. Leber. und Fleischwurst Mk. 1,30 das Pfund, Mettwurst 1,80 Mk. das Pfund. fe. Wiesbaden, 19. Nov. Viehmarkt. 1 75 Verkau standen 196 Rinder(darunter 29 Ochsen, 9 Bullen und 158 Kühe), 123 Kälber, 24 Schafe, 101 Schweine. Bei den seitherigen Preisen, hier und da war ein Rückgang zu konstatieren, wurde das Angebot schnell abgesetzt.

ppkàę Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 21. November, Totenfest. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Kollekte für die Hinterbliebenen unserer Krieger.

Vormittags 9 Uhr: Pfarrer Mahr.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche fur die Matthäusgemeinde.

Pfarrer Mahr.

Abends 5 Uhr: Pfarrassistent Hoffmann.

Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde.

Dienstag, den 23. November, nachmittags 4 Uhr, im Matthäus⸗ saal: Frauenmissionsverein.

Dienstag, den 23. November, abends 8 Uhr: Vereinigung der koufirmierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde.

Mittwoch, den 24. November, abends 8 Uhr: Gottesdienst an⸗ läßlich der Jahresfeier des Oberhessischen Vereins für Innere Mission. Prediger: Pfarrer Groth aus Rödgen.

In der Johanneskirche. Vormittags 9 Uhr: Pfarrer Bech lo lsheimer. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausfeld. 8

Abends% Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlicher Jugend der Lukasgemeinde.

In der Kapelle des alten Friedhofs.

Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schwabe.

In der Kapelle des neuen 71

Nachmittags 37 Uhr: Pfarrer Bechtols heimer.

0 Wartburg, evangel. Jünglings⸗ und Männer ⸗Derein. (Diezstraße 15.) Sonntag, den 21. November, abends 8 Uhr: Vortrag. Dienstag, den 23. November, abends Uhr: Bibelstunde. Donnerstag, den 25 November, abends 8½¼ Uhr: Leseabend. Samstag, den 27. Nov, abends Uhr: Aeltere Abteilung. Gäste stets willkommen. Bibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten. Für die jüngere Abteilung jeden Mittwoch von 6 bis 7 U 175 für die ältere Abteilung jeden Samstag von 6 bis 7 Uhr im Johannessaal. Bibelkränzchen für mädchen aus der Johannesgemeinde. Jeden Dienstag von 67 Uhr im Jopanuessaal. Sonntags ⸗berein für mädchen.(Diezstraße 15 p.) Jeden Sonntag nachmittag Zusammenkunft.

Evangelischer Gottesdienst.

Kirchberg: Sonntag, den 21. November, vormittags 10 Uhr. Gedächtnisfeier für die Gesallenen der Gemeinden. Kollekte für die Nationalstifstung zum Besten der hilfsbedürftigen Hinterbliebenen.

Daubringen: Sonntag, den 21. November: Feier des heiligen Abendmahls. 7 Mittwoch, den

24. November, abends 8 Uhr: Kriegs. betstunde.

Detan Guß mann. Katholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag, den 20. November: Nachmittags 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. Sonntag, 21. Nov., letzter Sonntag nach Pfingsten. Vormittags 6 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. 7 Hl. Messe 5 8 Austetlung der hl. Kommunion. 9 Hochamt mit Predigt. Militärgottesdienst. Christenlehre; darauf sakramentalische Bruderschafts-Andacht.

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Nachmittags 6 Uhr:

Donnerstag, am Geburtstage Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs,

vormittags 91, Uhr Militärgottesdienst. Dienstag und Freitag, abends 8 Uhr, ist Kriegsbittandacht.

Diaspora⸗Gottesdienst. Sonntag, den 21. November: In Lich 9% Uhr.

Viele 100000 schon ins Feld gegangen.

Kriegspackung, sehr geeignet zum Beipacken: 869788 SmserLiebesgabe 9 Gegen Husten, Heiserkeit, a 5 1 1 9 15 Verschleimung, sowie in-

folge des Zuckergehaltes

als Stärkungsmittel beliebt bei

sehr

den Feldtruppen.

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LEOIFERRIN

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